n-Deklination: Liste, Regeln und Beispiele

Die betroffenen Gruppen, ihre Formen und die häufigen Fehler

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Die n-Deklination betrifft eine Gruppe maskuliner Substantive, die in allen Fällen außer dem Nominativ Singular ein n tragen: der Student, des Studenten, dem Studenten, den Studenten. Betroffen sind Wörter, die in fast jedem Text vorkommen: Kollege, Experte, Patient, Kunde, Mensch, Herr. Genau deshalb ist der fehlende Buchstabe einer der häufigsten Grammatikfehler in Abschlussarbeiten und Geschäftstexten, und Rechtschreibprogramme markieren ihn nicht zuverlässig.

n-Deklination: die Regel in einem Satz

Betroffene Substantive sind maskulin und tragen in allen Fällen außer dem Nominativ Singular die Endung -n oder -en.

Beispiel: der Kollege, des Kollegen, dem Kollegen, den Kollegen. Im Plural durchgehend: die Kollegen, der Kollegen, den Kollegen, die Kollegen.

Feminine und neutrale Substantive gehören nie dazu. Die Gruppe ist damit auf ein Drittel des Wortschatzes beschränkt, und innerhalb dieses Drittels betrifft sie nur bestimmte Endungen.

n-Deklination
n-Deklination im Überblick.

Welche Wörter dazugehören

Personenbezeichnungen auf -e: Kollege, Kunde, Experte, Zeuge, Erbe, Junge, Bote, Neffe, Riese, Löwe, Affe, Hase, Rabe.

Fremdwörter mit betonter Endung: Student, Patient, Präsident, Assistent, Produzent, Doktorand, Praktikant, Elefant, Diamant, Fotograf, Philosoph, Architekt, Soldat, Bürokrat, Katholik, Astronom.

Einzelfälle: Mensch, Nachbar, Bauer, Bär, Held, Herr, Prinz, Fürst, Graf, Narr, Ochs.

Sonderfälle mit Genitiv-s: Name, Buchstabe, Gedanke, Wille, Friede, Glaube, Same, Funke. Sie tragen im Genitiv zusätzlich ein s: des Namens, des Gedankens.

Nicht dazu gehören maskuline Wörter mit unbetonter Endung wie Lehrer, Fahrer und Rechner. Sie bleiben im Singular unverändert und tragen nur im Genitiv ein s: des Lehrers.

Ebenfalls ausgenommen sind alle Wörter mit Genitiv auf -s. Wer im Zweifel ist, prüft den Genitiv Singular: Endet er auf -s, gehört das Wort nicht zur Gruppe; endet er auf -n oder -en, gehört es dazu.

Die Formen in der Tabelle

Tabelle: Fall, Singular, Plural
FallSingularPlural
Nominativder Studentdie Studenten
Genitivdes Studentender Studenten
Dativdem Studentenden Studenten
Akkusativden Studentendie Studenten

Häufige Fehler und Zweifelsfälle

Der Akkusativ: Es heißt ich frage den Studenten, nicht den Student. Diese Stelle ist die häufigste Fehlerquelle, weil der Nominativ so nah steht.

Nach Präpositionen: mit dem Kollegen, für den Kunden, ohne den Experten. Auch hier fällt das n regelmäßig weg.

Der Herr: Im Singular lautet die Form dem Herrn mit einem n, im Plural den Herren mit zwei. Diese Unterscheidung ist ein Sonderfall und wird oft übersehen.

In Anschriften: Herrn Meier, nicht Herr Meier. Der Anredefall ist der Akkusativ, weil ein An davorgedacht wird, und deshalb steht das n auch auf dem Briefumschlag.

Schwankende Fälle: Bei einigen Wörtern lässt der Duden beide Formen zu, etwa beim Buchstaben und beim Buchstabe. In Texten sollte trotzdem nur eine Variante vorkommen.

n-Deklination

Die Endung in wissenschaftlichen Arbeiten

In Abschlussarbeiten sind vor allem Proband, Patient, Experte und Assistent betroffen. Alle vier begegnen in Methodenteilen ständig, und alle vier tragen das n.

Besonders auffällig ist die Kombination mit Zahlen: 24 Probanden, mit zwölf Experten, von 40 Patienten. Hier steht das n immer, weil der Plural durchgehend endet.

Ein zweiter Prüfpunkt sind Abbildungs- und Tabellenbeschriftungen. Weil sie oft nachträglich entstehen und aus Stichworten bestehen, rutscht dort die Nominativform hinein, wo ein anderer Fall stehen müsste.

Ein dritter Punkt betrifft die Verbindung mit Adjektiven. In mit einem erfahrenen Experten trägt sowohl das Adjektiv als auch das Substantiv eine Endung, und beide werden gebraucht. Wer nur eine setzt, erzeugt eine Form, die es nicht gibt.

Hilfreich ist eine einfache Probe: Das Wort gedanklich durch Kollege ersetzen. Weil dieses Wort so geläufig ist, hört man dort sofort, ob eine Endung fehlt, und die Regel ist bei allen Wörtern der Gruppe dieselbe.

Ein letzter Hinweis betrifft die Entwicklung. Bei einigen Wörtern setzt sich die endungslose Form durch, etwa beim Bauer und beim Nachbar. Der Duden führt hier bereits beide Formen, während bei Student und Kollege die Endung fest bleibt.

Fazit: n-Deklination auf einen Blick

Betroffen sind maskuline Substantive, die in allen Fällen außer dem Nominativ Singular ein n tragen. Dazu gehören Personenbezeichnungen auf -e und Fremdwörter mit betonter Endung.

Der häufigste Fehler steht im Akkusativ: Es heißt den Studenten, nicht den Student. In Anschriften heißt es Herrn Meier.

Im Zusammenhang „n-Deklination: Liste, Regeln und Beispiele“ werden die zentralen Punkte gebündelt.

Passend dazu diese Seiten Deklination, Akkusativ und Substantiv.

Fälle und Endungen im ganzen Dokument prüfen: Unser Lektorat findet Beugungsfehler zuverlässig.

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Häufige Fragen zur n-Deklination

Was ist die n-Deklination?

Eine Gruppe maskuliner Substantive, die in allen Fällen außer dem Nominativ Singular ein n oder en tragen.

Welche Wörter gehören dazu?

Personenbezeichnungen auf -e wie Kollege und Kunde, Fremdwörter mit betonter Endung wie Student und Patient, dazu Einzelfälle wie Mensch und Herr.

Heißt es den Student oder den Studenten?

Den Studenten. Im Akkusativ trägt das Wort die Endung, und genau dort passiert der Fehler am häufigsten.

Warum heißt es Herrn Meier in der Anschrift?

Der Anredefall ist der Akkusativ, weil ein gedachtes An davorsteht. Deshalb trägt Herr dort das n.

Gehören auch feminine Substantive dazu?

Nein. Die n-Deklination betrifft ausschließlich maskuline Substantive.

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