Schreibt man „morgen Nachmittag“ groß oder klein?

Morgen nachmittag: Groß oder klein?

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Regeln zur Groß- und Kleinschreibung

Richtig ist im Satzinneren: „morgen Nachmittag“. Das erste Wort ist ein Temporaladverb und bleibt klein, das zweite ist ein Nomen und wird großgeschrieben.

Die richtige Schreibweise lautet „morgen Nachmittag“

Die gesuchte Zeitangabe wird im Satzinneren als morgen Nachmittag geschrieben. Dabei steht morgen klein und Nachmittag groß. Diese Kombination ergibt sich aus den Funktionen der beiden Bestandteile: „morgen“ ist ein Temporaladverb, „Nachmittag“ ist ein Nomen.

Die Form „Morgen nachmittag“ ist deshalb nicht die richtige Schreibweise. Auch „Morgen Nachmittag“ passt im Satzinneren nicht zur belegten Wortartenregel, weil „morgen“ dort als Temporaladverb kleingeschrieben wird. Ebenso ist „morgen nachmittag“ falsch, weil „Nachmittag“ als Nomen großgeschrieben wird.

Ein eigener Beispielsatz macht die Entscheidung sichtbar: Wir treffen uns morgen Nachmittag vor dem Kino. Die Zeitangabe benennt den Nachmittag des nächsten Tages. Das Wort „morgen“ trägt dabei die adverbiale Zeitangabe, während „Nachmittag“ den nominalen Bestandteil bildet.

Für einen Satzanfang wird die Form gesondert geprüft. Schreibe dafür einen eigenen vollständigen Satz und vergleiche die Wortartenregel mit der hier belegten Schreibung im Satzinneren.

Die sofort nutzbare Kurzform lautet somit: Im Satzinneren: morgen Nachmittag.

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Die Wortarten erklären die Schreibung

Die belegte Regel setzt bei den beiden Bestandteilen an. Zuerst wird bestimmt, welche Funktion „morgen“ erfüllt. In der Zeitangabe ist es ein Temporaladverb, also ein adverbial verwendeter Zeitbestandteil. Deshalb wird es kleingeschrieben. Danach wird „Nachmittag“ bestimmt. Dieses Wort ist ein Nomen und erhält deshalb den Großbuchstaben.

Die Entscheidung lässt sich an eigenen Sätzen prüfen, ohne die Bestandteile voneinander zu trennen. Beispiel eins lautet: Der Kurs beginnt morgen Nachmittag. „morgen“ liefert die zeitliche Angabe und bleibt klein; „Nachmittag“ ist der nominale Bestandteil und beginnt groß.

Beispiel zwei lautet: Ich rufe dich morgen Nachmittag an. Auch hier wird nicht die gesamte Wortgruppe einheitlich groß- oder kleingeschrieben. Die beiden Bestandteile behalten ihre jeweils belegte Schreibung.

Beispiel drei lautet: Unser Besuch kommt morgen Nachmittag. Wieder steht „morgen“ klein und „Nachmittag“ groß. Die Beispiele zeigen damit nicht eine zusätzliche Regel, sondern wenden die Bestimmung der Wortarten an.

Für einen Satzanfang prüfst du die Form getrennt: Formuliere einen vollständigen Satz, bestimme anschließend beide Bestandteile und gleiche das Ergebnis mit der belegten Satzinneren Form ab.

Für die Schreibentscheidung genügt der zweistufige Bezug: Funktion des ersten Bestandteils bestimmen, Funktion des zweiten Bestandteils bestimmen. Das Ergebnis lautet im Satzinneren „morgen Nachmittag“. Eine Variante mit kleinem „nachmittag“ erfüllt die Nomen-Schreibung nicht; eine Variante mit großem „Morgen“ erfüllt die Schreibung des Temporaladverbs im Satzinneren nicht.

Richtig und falsch im direkten Vergleich

Die folgenden Paare prüfen die Form im Satzinneren. Jedes Paar behandelt denselben Ausdruck und zeigt, welcher Bestandteil die Entscheidung trägt.

Tabelle: Richtig, Falsch
RichtigFalsch

Wir telefonieren morgen Nachmittag.

Wir telefonieren morgen nachmittag.

Der Termin ist für morgen Nachmittag geplant.

Der Termin ist für Morgen Nachmittag geplant.

Sie kommt morgen Nachmittag zu Besuch.

Sie kommt Morgen nachmittag zu Besuch.

Im ersten Paar ist „morgen“ bereits klein geschrieben, aber „Nachmittag“ wurde fälschlich kleingeschrieben. Weil „Nachmittag“ ein Nomen ist, steht dort die Großschreibung.

Im zweiten Paar ist „Nachmittag“ richtig groß geschrieben. Der Fehler liegt bei „Morgen“: Im Satzinneren ist der Bestandteil als Temporaladverb klein zu schreiben.

Im dritten Paar sind beide Bestandteile verändert. Die korrekte Form verbindet die Kleinschreibung des Temporaladverbs mit der Großschreibung des Nomens.

Der Satzanfang ist davon getrennt zu behandeln. Richtig lautet beispielsweise: Morgen Nachmittag fahren wir los. Das große M wird hier zunächst als Anfangsbuchstabe der gesamten Aussage betrachtet. Für die Wortartenprüfung bleibt „morgen“ der adverbiale Zeitbestandteil und „Nachmittag“ das Nomen. Ein großes M am Satzanfang ist daher kein Beleg dafür, dass „Morgen“ innerhalb der Zeitangabe als Nomen gebraucht wird.

Zum Vergleich kann die gleiche Wortgruppe im Satzinneren stehen: Wir fahren morgen Nachmittag los. Der Wechsel von „Morgen“ zu „morgen“ erklärt sich hier durch die Satzposition, nicht durch einen Wechsel der belegten Funktion des Bestandteils.

Satzanfang und Rechtschreibregel getrennt prüfen

Prüfe die Großschreibung am Satzanfang getrennt von der Wortartenregel. Beginnt ein Satz mit der Zeitangabe, lautet die Form: Morgen Nachmittag treffen wir uns. Das große M folgt hier aus der Position am Satzanfang. Es belegt keine Substantivierung von „morgen“.

Im Satzinneren lautet dieselbe Zeitangabe: Wir treffen uns morgen Nachmittag. Jetzt ist das erste Wort sichtbar kleingeschrieben. Die zugrunde liegende Bestimmung bleibt jedoch dieselbe: „morgen“ ist das Temporaladverb, „Nachmittag“ das Nomen.

Prüfe beide Bestandteile getrennt, statt sie einheitlich groß oder klein zu schreiben. Die Bestandteile haben unterschiedliche Funktionen und deshalb unterschiedliche Anfangsbuchstaben.

So ist „morgen nachmittag“ nicht korrekt, weil der nominale Bestandteil falsch kleingeschrieben wird. „Morgen Nachmittag“ ist im Satzinneren ebenfalls nicht die richtige Form, weil das Temporaladverb dort groß erscheint. „Morgen nachmittag“ verbindet beide Abweichungen.

Bei der Frageform „Morgen nachmittag: Groß oder klein?“ prüfst du die beiden Wörter getrennt. „morgen“ wird nach seiner Funktion als Temporaladverb beurteilt. „Nachmittag“ wird nach seiner Funktion als Nomen beurteilt.

Prüfe zuerst, ob die Wortgruppe am Satzanfang oder im Satzinneren steht. Bestimme danach die Funktion jedes Bestandteils. Die Majuskel am Satzanfang darf dabei nicht als Nachweis einer Substantivierung dienen. Entscheidend bleibt die belegte Kombination: klein bei „morgen“, groß bei „Nachmittag“.

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Der kurze Prüfweg für „morgen Nachmittag“

Mit einem kurzen Prüfweg lässt sich die Schreibweise sicher am eigenen Satz kontrollieren. Gehe dabei in dieser Reihenfolge vor:

  1. Bestandteile erkennen: Trenne die Zeitangabe gedanklich in „morgen“ und „Nachmittag“. Prüfe beide Wörter einzeln.
  2. Satzposition prüfen: Steht die Wortgruppe am Satzanfang, notiere die Anfangsmajuskel gesondert. Ein Beispielsatz ist: Morgen Nachmittag beginnt der Unterricht. Steht sie im Satzinneren, lautet die sichtbare Form: Der Unterricht beginnt morgen Nachmittag.
  3. Funktion bestimmen: Ordne „morgen“ als Temporaladverb ein. Ordne „Nachmittag“ als Nomen ein.
  4. Korrekte Form einsetzen: Im Satzinneren schreibe morgen Nachmittag. Der erste Bestandteil bleibt klein, der zweite beginnt groß.
  5. Gegenbeispiel ausschließen: Prüfe, ob versehentlich „morgen nachmittag“, „Morgen Nachmittag“ im Satzinneren oder „Morgen nachmittag“ geschrieben wurde. Diese Formen entsprechen nicht der belegten Kombination.

Der Merkcheck lässt sich auf einen Satz verkürzen: Temporaladverb klein, Nomen groß, Satzanfang separat ansehen. Damit werden Bestandteile, Satzposition, korrekte Form und Gegenbeispiel nacheinander berücksichtigt.

Für den eigenen Text kann die Prüfung unmittelbar an einem neutralen Satz erfolgen: Wir verschieben das Gespräch auf morgen Nachmittag. Zuerst wird die Position im Satz festgestellt. Danach wird „morgen“ als Temporaladverb kleingeschrieben und „Nachmittag“ als Nomen großgeschrieben. Die Gegenprobe lautet: Wir verschieben das Gespräch auf morgen nachmittag. Das kleingeschriebene Nomen zeigt, wo der Fehler liegt.

Beginnt die Aussage mit der Zeitangabe, wird die Form nicht einfach mit der Satzmitte gleichgesetzt. Morgen Nachmittag verschieben wir das Gespräch. Hier wird das große M wegen der Satzposition separat betrachtet. Für die Wortartenentscheidung bleibt der Prüfweg unverändert.

Passende nächste Schritte

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Morgen nachmittag: Groß oder klein?

Wie schreibt man „morgen Nachmittag“ im Satzinneren?

Richtig ist „morgen Nachmittag“: „morgen“ wird als Temporaladverb kleingeschrieben, „Nachmittag“ als Nomen groß.

Ist „morgen nachmittag“ korrekt?

Nein. „Nachmittag“ ist ein Nomen und wird deshalb großgeschrieben.

Ist „Morgen Nachmittag“ immer falsch?

Im Satzinneren ist „Morgen Nachmittag“ nicht die richtige Form. Am Satzanfang wird das große M gesondert nach der Satzposition betrachtet.

Warum wird „morgen“ kleingeschrieben?

In dieser Zeitangabe ist „morgen“ ein Temporaladverb. Daher steht es im Satzinneren klein.

Warum wird „Nachmittag“ großgeschrieben?

„Nachmittag“ ist ein Nomen. Deshalb beginnt das Wort mit einem Großbuchstaben.

Welche schnelle Prüfung hilft bei der Schreibweise?

Bestimme zuerst die Satzposition, dann die Funktion beider Bestandteile. Im Satzinneren lautet die korrekte Form „morgen Nachmittag“.

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