Medaille oder Medallie: Welche Form stimmt?

Medallie Medaille: richtige Schreibweise

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Rechtschreibtipps

Die richtige Schreibweise lautet Medaille. Medallie ist im Deutschen falsch. Die ungewohnte Schreibung hängt damit zusammen, dass am Wortende ein i gesprochen wird, aber nicht im Schriftbild erscheint.

Kurzantwort: Richtig ist Medaille

Die korrekte Schreibweise lautet Medaille. Die Form Medallie ist falsch. Wer zwischen diesen beiden Varianten entscheiden muss, schreibt also: „Die Medaille liegt auf dem Tisch.“

Die Unsicherheit hängt damit zusammen, dass am Wortende ein i gesprochen wird, das in der Schreibung nicht erscheint. Maßgeblich ist daher die Form Medaille. Auch das doppelte l steht in der korrekten Schreibweise.

Die Quelle nennt zudem die Formen Medaillengewinner und Medallist. Sie zeigen, dass die Schreibung auch bei diesen Wortformen beibehalten wird.

Für eine schnelle Entscheidung genügt die Gegenüberstellung: Medaille richtig, Medallie falsch. Bei weiteren Formen helfen die belegten Schreibungen Medaillon, medaillieren, Medaillengewinner und Medallist beim Vergleich.

Ungeeignete und belastbare Vorgehensweise bei Medallie Medaille: richtige Schreibweise

Regelbezug: Warum Medaille ohne i geschrieben wird

Die Erklärung verweist auf die Wortherkunft. Medaille gelangte aus dem Französischen ins Deutsche; dort lautet die Schreibung médaille. Damit ist die ungewöhnliche Buchstabenfolge der deutschen Form belegt.

Am Wortende ist ein i hörbar, ohne dass es im Schriftbild steht. Deshalb ist Medallie nicht richtig geschrieben. Die korrekte Form bleibt Medaille.

In der Erklärung wird außerdem das doppelte l genannt, das wie ein j gesprochen wird. Die Schreibweise Medaille richtet sich damit nicht allein nach dem hörbaren i-Laut.

Die Wortgeschichte führt von lateinisch metallum über mittellateinisch medallia ins Französische und anschließend ins Deutsche. Die deutsche Form wird mit ai geschrieben, nicht mit ie an dieser Stelle.

Weitere im Zusammenhang genannte Formen sind Medaillon, medaillieren, Medaillengewinner und Medallist. Auch diese Beispiele enthalten nicht die falsche Form Medallie.

Richtig oder falsch im Satz

Der Satzanfang ist hier getrennt von der Schreibprüfung zu betrachten: In jedem Paar wird nur die Buchstabenfolge von Medaille geprüft. Die Regel betrifft die Schreibweise des Wortes selbst.

  1. Richtig: „Die Medaille glänzt im Licht.“ Falsch: „Die Medallie glänzt im Licht.“ Die richtige Form enthält an der fraglichen Stelle kein i.
  2. Richtig: „Er erhielt eine Medaille.“ Falsch: „Er erhielt eine Medallie.“ Auch in diesem Satz bleibt die richtige Form Medaille.
  3. Richtig: „Der Medaillengewinner nahm die Auszeichnung entgegen.“ Falsch: „Der Medalliengewinner nahm die Auszeichnung entgegen.“ Auch im zusammengesetzten Wort bleibt die belegte Schreibweise erhalten.

Die drei Paare zeigen denselben Prüfpunkt in unterschiedlichen Satzumgebungen. Geprüft wird jeweils, ob die belegte Form ohne zusätzliches i geschrieben ist.

Ein weiteres Beispiel macht die Abgrenzung deutlich: „Die Medaille wurde sorgfältig aufbewahrt.“ Hier ist Medaille die richtige Form. „Die Medallie wurde sorgfältig aufbewahrt“ enthält dagegen die falsche Variante. Der übrige Satz kann unverändert bleiben. Zu korrigieren ist allein das betreffende Wort.

Stolperfallen bei Medaille und Medallie

Die erste Stolperfalle liegt in der Aussprache. Am Ende des Wortes wird ein i gehört, obwohl es dort nicht geschrieben wird. Wer den Klang unmittelbar in Buchstaben umsetzt, kann deshalb bei Medallie landen. Diese Variante darf jedoch nicht allein aus der Aussprache abgeleitet werden. Für den geschriebenen Text ist die belegte Form Medaille maßgeblich.

Eine zweite Stolperfalle ist das doppelte l. Die Lautbildung wirkt ungewohnt, weil das doppelte l wie ein j gesprochen wird. Das kann den Eindruck verstärken, die Buchstabenfolge müsse anders aussehen. Die Aussprache liefert hier aber keine Begründung für ein zusätzliches i. Das Wort wird mit aille geschrieben.

Eine dritte Stolperfalle entsteht durch verwandte Wörter. In Medaillon, medaillieren, Medaillengewinner und Medallist erscheint derselbe Wortbereich in unterschiedlichen Formen. Die Zusammensetzung oder Ableitung verändert nicht den belegten Kern zu einer Variante mit ie. Wer ein zusammengesetztes Wort schreibt, sollte deshalb den Bestandteil Medaille gedanklich erkennen und seine Buchstabenfolge beibehalten.

Auch die Frage, welche Form man im Alltag gehört oder gesehen hat, ersetzt keine Prüfung der belegten Schreibung. Aus einer vermuteten Umgangsform oder aus einer einzelnen Aussprache lässt sich keine eigenständige Variante ableiten. Ebenso sollte keine Aussage über die Häufigkeit von Medallie ergänzt werden, wenn dafür kein eigener Beleg vorliegt. Für die Entscheidung reicht die klare Unterscheidung: Medaille ist richtig, Medallie ist falsch.

Wer unsicher ist, sollte außerdem nicht nur den letzten Laut betrachten. Zu prüfen sind die gesamte Buchstabenfolge, das doppelte l und gegebenenfalls der Wortstamm in einer Zusammensetzung. So bleibt die Entscheidung an der belegten Schreibweise orientiert.

Medallie Medaille: richtige Schreibweise mit einem Ablauf aus Prüfung, Kontakt und Dokumentation

Merkcheck für die richtige Schreibweise

Der kurze Prüfweg besteht aus vier Schritten. Erstens: Schreibe das fragliche Wort vollständig auf und vergleiche die beiden Formen Medaille und Medallie. Zweitens: Entscheide dich für Medaille, weil das Wort ohne das gehörte i geschrieben wird. Drittens: Prüfe den Beispielsatz, etwa: „Die Medaille wurde überreicht.“ Viertens: Kontrolliere bei einer Zusammensetzung, ob der Wortstamm ebenfalls korrekt bleibt, etwa in Medaillengewinner.

  • Schreibweise: Steht dort Medaille?
  • Regel: Wurde kein i allein wegen des gehörten Lauts eingefügt?
  • Beispielsatz: Passt die Form in den konkreten Satz?
  • Verwechslung: Wurde Medallie als falsche Variante erkannt?

Ein realistischer Kurzfall: Du möchtest schreiben, dass eine Person eine Auszeichnung erhalten hat. Formuliere: „Sie erhielt eine Medaille.“ Prüfe danach das Wort einzeln. Die richtige Form enthält das doppelte l, aber kein i an der Stelle, an der beim Sprechen ein i-Laut wahrgenommen wird.

Bei einem zusammengesetzten Wort funktioniert derselbe Check. In „Der Medaillengewinner wurde genannt“ bleibt der Wortstamm mit der belegten Buchstabenfolge erhalten. Die Prüfung richtet sich damit auf die konkrete Schreibung, die Regel zum nicht geschriebenen i, einen Beispielsatz und die häufige Verwechslung mit Medallie.

Als Merksatz genügt: Medaille schreibt man mit ai und ohne zusätzliches i. Wenn die Form Medallie im eigenen Text auftaucht, ersetze sie durch Medaille und prüfe anschließend den gesamten Satz noch einmal.

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Häufige Fragen zu Medallie Medaille: richtige Schreibweise

Wie schreibt man Medaille richtig?

Richtig ist „Medaille“. Die Schreibweise „Medallie“ ist falsch.

Warum schreibt man Medaille ohne i?

Am Wortende wird ein i gesprochen, aber in der belegten Schreibweise nicht geschrieben.

Ist Medallie eine richtige Schreibweise?

Nein. „Medallie“ ist falsch; korrekt lautet die Form „Medaille“.

Wie schreibt man Medaillengewinner?

Richtig ist „Medaillengewinner“. Die Schreibweise des Wortstamms bleibt erhalten.

Wie hilft die französische Herkunft bei der Schreibweise?

Das Wort wurde aus dem Französischen übernommen, wo es „médaille“ geschrieben wird. Diese Herkunft erklärt die deutsche Form „Medaille“.

Wie kann ich Medaille schnell prüfen?

Prüfe, ob das Wort mit doppeltem l und ohne zusätzliches i geschrieben ist: Medaille.

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