Laut dem oder laut des: Die Formen verständlich erklärt
Laut dem oder laut des einfach erklärt
Bei laut sind zwei Kasusformen belegt: Dativ und Genitiv. Entscheidend ist die konkrete Konstruktion im Satz.
Die Kernregel zu laut dem und laut des
Die Präposition laut kann mit Dativ oder Genitiv stehen. Daraus ergeben sich die Formen laut dem und laut des. Welche Form vorliegt, hängt von der jeweiligen Konstruktion mit laut ab.
Für die einfache Analyse trennst du die beiden Bestandteile: Zuerst steht die Präposition laut, danach folgt eine Nominalgruppe. An dieser Nominalgruppe lässt sich die Form ablesen. Steht dort ein Dativartikel, erscheint beispielsweise dem. Steht dort ein Genitivartikel, erscheint beispielsweise des. Die Erklärung bezieht sich damit auf den Kasus der Konstruktion und nicht auf eine zusätzliche Schreibregel.
Ein Satz mit laut dem enthält also eine laut-Konstruktion mit Dativform. Ein Satz mit laut des enthält eine laut-Konstruktion mit Genitivform. Beide Formen gehören zu den belegten Möglichkeiten bei laut. Zum Prüfen kannst du die Nominalgruppe nach laut markieren und ihre Form bestimmen.
Die Erklärung bleibt bei der Form nach laut: Dativ und Genitiv sind die beiden belegten Möglichkeiten. Die konkrete Konstruktion entscheidet, welche dieser Formen im Satz vorliegt. Bei der Analyse betrachtest du deshalb laut zusammen mit der folgenden Nominalgruppe.
Wenn du einen eigenen Satz prüfst, markiere laut und die folgende Nominalgruppe gemeinsam. Schreibe dann die gefundene Form als Dativ oder Genitiv aus. Bleibt die Zuordnung unklar, ermittle zunächst die konkrete Konstruktion und vergleiche erst danach laut dem und laut des. Ergänze keine weitere Regel, solange sie nicht durch die vorliegende Aussage getragen wird.
Für laut ist in dieser Erklärung nur die belegte Auswahl zwischen Dativ und Genitiv maßgeblich. Die konkrete Form ergibt sich aus der Konstruktion. Beschränke die Prüfung auf diese Verbindung und vermeide zusätzliche Regeln, die sich daraus nicht ablesen lassen.

So erkennst du die Form im Satz
Leite die Satzanalyse aus der Kernregel ab: Suche zuerst die Präposition laut. Bestimme danach die Nominalgruppe, die zu laut gehört. Prüfe anschließend, ob ihre Form dem Dativ oder dem Genitiv entspricht. Die Form ist dann nicht losgelöst zu betrachten, sondern als Teil der jeweiligen Konstruktion.
Beispiel: Laut dem Bericht beginnt die Sitzung. Für die Analyse steht laut vor dem. Die Nominalgruppe ist dem Bericht. Die sichtbare Form dem wird als Dativform gelesen. Der Satz zeigt damit eine laut-Konstruktion mit Dativ.
Beispiel: Laut des Berichts beginnt die Sitzung. Hier steht laut vor des. Die Nominalgruppe ist des Berichts. Die sichtbare Form des wird als Genitivform gelesen. Der Satz zeigt damit eine laut-Konstruktion mit Genitiv.
Ein drittes Beispiel wendet denselben Prüfschritt an: Laut dem Protokoll bleibt der Beschluss bestehen. Markiere laut dem Protokoll als zusammengehörige Einheit. Für die Kasusanalyse ist dem die relevante Form. Ordne sie dem Dativ zu, ohne aus dem Beispielsatz eine weitere Aussage über Beschlüsse oder Protokolle abzuleiten.
Die Satzfunktion lässt sich in diesem Rahmen als Funktion einer Präposition mit nachfolgender Nominalgruppe beschreiben. Für die konkrete Formprüfung fragst du nicht nach einer zusätzlichen Bedeutung, sondern nach dem Kasus, der in der Konstruktion sichtbar ist. Dadurch bleiben Form und Funktion am Satz verbunden: laut leitet die betrachtete Einheit ein, und dem oder des zeigt die jeweils verwendete Kasusform.
Wende denselben Ablauf auf weitere eigene Sätze an. Suche laut, grenze die Nominalgruppe ab und bestimme ihre Form. Andere sprachliche Fragen bleiben dabei außerhalb dieser Kasusprüfung.
Für die Satzanalyse gilt somit ein enger Ablauf: Konstruktion erkennen, Form erfassen, Kasus benennen. Danach kannst du laut dem und laut des anhand der konkreten Konstruktion miteinander vergleichen.
Drei analysierte Beispielsätze
Beispiel 1: Laut dem Schreiben endet die Vereinbarung. Die betrachtete Einheit beginnt mit laut und enthält danach dem Schreiben. Dem ist hier die sichtbare Dativform. Die Erklärung lautet deshalb: Die Präposition laut steht in dieser Konstruktion mit Dativ.
Beispiel 2: Laut des Schreibens endet die Vereinbarung. Nach laut folgt des Schreibens. Des ist hier die sichtbare Genitivform. Die Erklärung lautet deshalb: Die Präposition laut steht in dieser Konstruktion mit Genitiv.
Beispiel 3: Laut dem Hinweis ändert sich der Ablauf. Die laut-Konstruktion lautet laut dem Hinweis. Für die Analyse wird dem als Dativform bestimmt. Der Satz veranschaulicht damit erneut die belegte Möglichkeit, laut mit Dativ zu verbinden.
Die drei Beispiele zeigen dieselbe Prüfmethode mit unterschiedlichen Nominalgruppen. Im ersten und dritten Satz wird die Form dem untersucht. Im zweiten Satz wird die Form des untersucht. Entscheidend ist jeweils die konkrete Konstruktion nach laut. Die Beispielsätze dienen nur dazu, die Form und ihre Funktion im Satz sichtbar zu machen.
Beim eigenen Schreiben kannst du zunächst eine laut-Gruppe markieren. Schreibe anschließend neben die markierte Form entweder Dativ oder Genitiv. Wenn du laut dem findest, prüfst du die Dativform. Wenn du laut des findest, prüfst du die Genitivform. Bleibt die Form nicht eindeutig, analysiere die gesamte Nominalgruppe und ermittle die konkrete Konstruktion, bevor du eine Bewertung formulierst.
Die Beispiele sind keine Belege für zusätzliche Bedeutungen, feste Textsorten oder eine bestimmte Häufigkeit. Sie zeigen ausschließlich die grammatische Form nach laut. Das gilt auch dann, wenn du die Sätze in Textformen wie Notizen, Berichten oder fachlichen Texten verwenden möchtest. Prüfe dort zusätzlich die übrige Grammatik deines Satzes, ohne aus dieser Seite eine neue Regel zu Abkürzungen richtig schreiben oder zu anderen Schreibthemen abzuleiten.
Was aus der Quelle nicht folgt
Die belegte Aussage nennt Dativ und Genitiv als mögliche Kasus nach laut. Sie trägt damit die Formen laut dem und laut des. Sie trägt jedoch keine allgemeine Aussage darüber, dass eine der beiden Formen immer, meist oder ausschließlich verwendet werden müsse. Eine solche Verallgemeinerung wird hier deshalb nicht vorgenommen.
Auch konkrete Ausnahmen werden nicht ergänzt. Die Quelle nennt keine weitere Sonderregel, keine feste Rangfolge der Kasus und keine zusätzliche Bedingung, die über die konkrete Konstruktion hinausgeht. Wenn du eine besondere Form untersuchen möchtest, ermittle die Konstruktion und prüfe sie anhand einer dafür geeigneten Quelle. Behaupte aus dem vorliegenden Beleg keine Ausnahme, die dort nicht genannt wird.
Ebenso darfst du aus laut dem oder laut des keine neue Bedeutungsunterscheidung ableiten. Die beiden Formen werden hier nach ihrem Kasus beschrieben: dem steht für die betrachtete Dativform, des für die betrachtete Genitivform. Eine weitergehende Bedeutungszuordnung ist durch den vorliegenden Claim nicht direkt getragen.
Die Regel sagt außerdem nichts über Kommas, Großschreibung, Bindestriche oder andere Bereiche der Zeichensetzung aus. Sie ersetzt keine Prüfung der Rechtschreibung, der Rechtschreibregeln oder der Rechtschreibreform. Für diese Fragen nutze jeweils die passende eigenständige Prüfung. Bei der Wortwahl können Synonyme helfen, doch aus ihnen folgt keine Kasusregel für laut.
Wenn ein Text eine fachliche Form verlangt, prüfe den gesamten Satz separat im Rahmen von wissenschaftliches Schreiben. Wenn ein unbekannter Ausdruck vorkommt, schlage seine Form bei Wortbedeutungen und Abkürzungen nach. Für Artikel und Mehrzahlformen kannst du Artikel der, die und das sowie Pluralbildung getrennt heranziehen. Keine dieser Prüfungen darf ohne weiteren Beleg als zusätzliche Aussage über laut ausgegeben werden.
Die sichere Grenze lautet daher: Beschreibe Dativ oder Genitiv, benenne die konkrete Konstruktion und bleibe bei der sichtbaren Form. Für eine offene Sonderfrage formuliere eine Prüfhandlung: Ermittle die konkrete Konstruktion und gleiche sie mit einer direkt tragenden Quelle ab.

Kurzer Prüfablauf für deinen Satz
Prüfe einen Satz mit laut in einer festen, belegnahen Reihenfolge. So kontrollierst du die Regel, die Satzfunktion, eigene Beispiele und die Grenzen der Aussage, ohne zusätzliche Behauptungen einzuführen.
- Regel prüfen: Halte fest, dass laut mit Dativ oder Genitiv stehen kann. Die konkrete Form richtet sich nach der Konstruktion.
- Satzfunktion prüfen: Markiere laut zusammen mit der folgenden Nominalgruppe. Bestimme, welche Einheit durch laut eingeleitet wird.
- Form prüfen: Suche die Form nach laut. Dem wird in der Analyse als Dativform gelesen, des als Genitivform.
- Beispiel bilden: Formuliere einen kurzen eigenen Satz mit laut dem oder laut des. Verbinde die Form direkt mit der Erklärung Dativ oder Genitiv.
- Grenze prüfen: Ergänze keine Ausnahme, keine Rangfolge und keine Bedeutungsunterscheidung, wenn dafür kein direkter Beleg vorliegt.
- Offene Frage prüfen: Wenn die Konstruktion nicht eindeutig ist, ermittle sie aus dem vollständigen Satz und gleiche sie mit einer direkt tragenden Quelle ab.
Ein Kurzcheck darf nicht in eine allgemeine Liste für alle Sprachfragen ausufern. Kommasetzung, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung und andere Fragen der Rechtschreibprogramme gehören nur dann in eine weitere Prüfung, wenn dein Text dafür einen eigenen Anlass enthält. Für laut bleibt der Prüfweg auf Präposition, Nominalgruppe, Kasus und konkrete Konstruktion begrenzt.
Wenn du anschließend einen passenden Ausdruck suchst, kannst du Synonyme oder andere Textformen getrennt prüfen. Bei einer Abkürzung gilt eine eigene Kontrolle zum Thema Abkürzungen richtig schreiben. Diese Zusatzprüfungen verändern nicht die hier belegte Kernregel. Nach dem Check muss klar sein, ob dein Satz laut dem mit Dativform oder laut des mit Genitivform enthält. Falls das nicht feststeht, bleibt als nächster Schritt nur die konkrete Quellenprüfung.
Quellen und Stand
- Duden: laut: www.duden.de (geprüft am 2026-08-20)
Im Zusammenhang „Laut dem oder laut des: Die Formen verständlich erklärt“ werden die zentralen Punkte gebündelt.