Gendern Kommilitone: Formen im Überblick
Geschlechtergerechte Formen für Kommilitone verständlich erklärt
Gendern Kommilitone bedeutet, die männliche Form Kommilitone durch weibliche und männliche Nennung oder eine neutrale Formulierung zu ergänzen, etwa Kommilitoninnen und Kommilitonen, Kommiliton*innen oder Mitstudierende. Die weibliche Form lautet Kommilitonin, die Pluralformen sind Kommilitonen und Kommilitoninnen. Für die geschlechtergerechte Schreibweise stehen die Doppelnennung, verkürzte Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie neutrale Sammelbegriffe zur Verfügung. Welche Form in einer wissenschaftlichen Arbeit passend ist, hängt von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule und vom gewählten Schreibstil ab.
Gendern Kommilitone: kurze Antwort
Das Wort Kommilitone ist die männliche Singularform für einen Mitstudierenden, die weibliche Form lautet Kommilitonin. Wer gendern Kommilitone möchte, kann zwischen mehreren Wegen wählen: der Doppelnennung beider Formen, etwa Kommilitoninnen und Kommilitonen, verkürzten Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I, sowie einer geschlechtsneutralen Umschreibung wie Mitstudierende. Im Plural stehen entsprechend Kommilitonen für die männliche und Kommilitoninnen für die weibliche Gruppe zur Verfügung. Welche Variante gewählt wird, richtet sich meist nach dem Kontext, etwa einer Hausarbeit, einer E-Mail an den Studiengang oder einer offiziellen Abschlussarbeit, und nach den Vorgaben der jeweiligen Hochschule.

Alle Genderformen im Überblick
Für das Wort Kommilitone existieren mehrere anerkannte geschlechtergerechte Varianten, die sich in Länge und Lesbarkeit unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Formen für Singular und Plural:
- Doppelnennung: Kommilitonin und Kommilitone (Singular), Kommilitoninnen und Kommilitonen (Plural)
- Gendersternchen: Kommiliton*in (Singular), Kommiliton*innen (Plural)
- Doppelpunkt: Kommiliton:in, Kommiliton:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Kommiliton_in, Kommiliton_innen
- Binnen-I: KommilitonIn, KommilitonInnen
Bei den verkürzten Formen entfällt das abschließende e der männlichen Form Kommilitone, da bereits die reguläre weibliche Form Kommilitonin ohne dieses e gebildet wird. In gesprochener Sprache wird bei Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich häufig eine kurze Pause mitgesprochen, während das ältere Binnen-I meist wie ein gewöhnliches I ausgesprochen wird.
Geschlechtsneutrale Alternative
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Kommilitone ist der substantivierte Begriff Mitstudierende, der weder eine männliche noch eine weibliche Endung trägt und sich sowohl im Singular (die, der Mitstudierende) als auch im Plural (die Mitstudierenden) verwenden lässt. Ehrlicherweise ist eine ebenso kurze und zugleich vollständig neutrale Entsprechung im Deutschen selten, da Alternativen wie Studienkolleginnen und Studienkollegen selbst wieder eine Doppelnennung sind. Wer einen Sammelbegriff bevorzugt, kann außerdem auf Formulierungen wie Personen im Studiengang oder Teilnehmende des Seminars ausweichen, sollte dabei aber prüfen, ob die Bedeutung im jeweiligen Satz noch exakt passt. In mündlichen Hinweisen kann zudem eine direkte Anrede wie liebe Studierende weiterhelfen, auch wenn damit nicht ausschließlich die eigenen Kommilitoninnen und Kommilitonen einer bestimmten Gruppe gemeint sind.
Beispielsatz aus dem Studienalltag
Wie sich die verschiedenen Formen im Satz auswirken, zeigt ein Vergleich aus dem Studienalltag. Mit Doppelnennung: Am ersten Tag lernte sie mehrere Kommilitoninnen und Kommilitonen aus ihrem Studiengang kennen. Mit verkürzter Schreibweise: Die Auswertung entstand gemeinsam mit mehreren Kommiliton*innen aus dem Seminar. Mit neutraler Umschreibung: Die Umfrage wurde gemeinsam mit den Mitstudierenden ausgewertet. Alle drei Sätze sind inhaltlich gleichwertig, unterscheiden sich aber im Lesefluss und in der Formalität, weshalb die Wahl der Form auch vom Textformat abhängt, etwa einer E-Mail, einem Forumsbeitrag oder einer wissenschaftlichen Arbeit. Für eine einheitliche Linie empfiehlt es sich, innerhalb eines Kapitels oder einer ganzen Arbeit nicht zwischen den drei Varianten zu wechseln, sondern eine Form durchgängig zu verwenden.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist die fehlerhafte Bildung der Kurzform, etwa Kommilitone*innen mit stehen gebliebenem e statt der korrekten Form Kommiliton*innen. Ebenso problematisch ist ein unbedachter Wechsel zwischen mehreren Varianten innerhalb desselben Textes, was uneinheitlich wirkt. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung führt Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, einzelne Hochschulen erlauben oder verlangen sie in eigenen Leitfäden dennoch. Für Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit empfiehlt sich daher, zunächst die Vorgaben der Hochschule zu prüfen und andernfalls konsequent bei der Doppelnennung oder einer neutralen Formulierung zu bleiben.
Fazit: gendern Kommilitone in der Praxis
Zusammengefasst lässt sich gendern Kommilitone auf mehrere korrekte Arten umsetzen: durch die Doppelnennung Kommilitoninnen und Kommilitonen, durch verkürzte Formen wie Kommiliton*innen, Kommiliton:innen oder Kommiliton_innen, durch das ältere Binnen-I KommilitonInnen oder durch die neutrale Umschreibung Mitstudierende. Welche Variante am Ende gewählt wird, hängt von den Vorgaben der Hochschule, vom Textformat und vom persönlichen Stil ab, sollte innerhalb eines Dokuments aber konsequent beibehalten werden. Wer sich unsicher ist, findet weiterführende Hinweise unter gendergerechte Sprache oder lässt die eigene Arbeit professionell gegenlesen. Da die Bedeutung des Wortes in allen Varianten erhalten bleibt, lässt sich die passende Schreibweise unabhängig vom Inhalt allein nach den formalen Vorgaben der Hochschule auswählen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Prüfer gendern, Gutachter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.