Gendern Koch: Köchin und Köch*innen
Weibliche Form, Kurzformen und neutrale Begriffe
Beim gendern Koch verwendet man je nach Kontext die weibliche Form Köchin, die Kurzform Köch*innen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich, das Binnen-I KöchInnen oder die Doppelnennung Köchinnen und Köche. Eine geschlechtsneutrale Ein-Wort-Alternative wie bei Studierende gibt es für Koch nicht in vergleichbarer Form, weshalb Umschreibungen wie Person, die kocht, oder der amtliche Ausbildungsberuf Koch/Köchin gebräuchlich sind. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich eine konsequente, einheitliche Schreibweise nach den jeweiligen Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs.
Gendern Koch: die kurze Antwort
Für die Personenbezeichnung Koch gibt es mehrere Wege, geschlechtergerecht zu formulieren. Die klassische Variante ist die Doppelnennung, bei der die weibliche und die männliche Form gemeinsam genannt werden: Köchinnen und Köche. Wer eine kürzere, geschlechterübergreifende Schreibweise sucht, kann auf Kurzformen wie Köch*innen, Köch:innen oder Köch_innen zurückgreifen, die alle Geschlechter in einem Wort abbilden sollen. Wichtig beim gendern Koch ist, innerhalb eines Textes durchgehend dieselbe Form zu verwenden, damit der Text einheitlich und gut lesbar bleibt. Welche Variante am Ende gewählt wird, hängt vom Kontext ab: In einer wissenschaftlichen Arbeit gelten oft andere Vorgaben als in einem journalistischen Text oder einer internen Mitteilung. Die folgenden Abschnitte zeigen alle gängigen Schreibweisen im Detail sowie eine mögliche neutrale Alternative.

Alle Genderformen von Koch im Überblick
Für Koch existieren mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen, die je nach Textsorte, Zielgruppe und persönlicher Vorliebe unterschiedlich gut geeignet sind. Die folgende Übersicht zeigt die gebräuchlichsten Formen:
- Doppelnennung/Beidnennung: Köchinnen und Köche (bzw. Köche und Köchinnen)
- Gendersternchen: Köch*innen
- Doppelpunkt: Köch:innen
- Unterstrich (Gendergap): Köch_innen
- Binnen-I: KöchInnen
- Weibliche Einzelform: die Köchin, Plural die Köchinnen
Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen dabei signalisieren, dass neben Frauen und Männern auch weitere Geschlechtsidentitäten mitgemeint sind, während die Doppelnennung und das Binnen-I sich auf die binäre Unterscheidung beschränken. In wissenschaftlichen Texten wird meist eine der Kurzformen oder die Doppelnennung verwendet, je nachdem, welche Richtlinie die Hochschule oder der zuständige Fachbereich verbindlich vorgibt.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Koch
Anders als bei manchen anderen Berufsbezeichnungen gibt es für Koch keine etablierte, geschlechtsneutrale Ein-Wort-Alternative wie Studierende für Studentinnen und Studenten oder Lehrkraft für Lehrerinnen und Lehrer. Der Ausbildungsberuf trägt offiziell den Doppelnamen Koch/Köchin, sodass sich eine echte neutrale Kurzform kaum durchgesetzt hat. In manchen Texten wird ersatzweise auf Umschreibungen ausgewichen, etwa Person, die kocht, kochende Person oder Küchenfachkraft, wobei Letzteres den Bedeutungsumfang leicht verschiebt, da es auch andere Küchenrollen einschließt. Wer vollständig neutral formulieren möchte, kann außerdem auf die Tätigkeit statt auf die Person Bezug nehmen, etwa mit Formulierungen wie beim Kochen tätig sein oder in der Küche arbeiten. Für die meisten Anwendungsfälle bleibt aber die Doppelnennung oder eine Kurzform im Sinne gendergerechter Sprache die praktikablere Lösung.
Beispielsatz im wissenschaftlichen Kontext
Im wissenschaftlichen Schreiben lässt sich gendern Koch unmittelbar in Beispielsätzen zeigen. Mit Doppelnennung könnte ein Satz lauten: In der Bachelorarbeit wurden zehn Köchinnen und Köche zu ihrer Ausbildung befragt. Wer die Kurzform bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Köch*innen berichteten übereinstimmend von einem hohen Zeitdruck in der Küche. Auch die Doppelpunkt-Variante ist in vielen Studienarbeiten zulässig: Insgesamt gaben 60 Prozent der Köch:innen an, mit ihrer Arbeitszeit zufrieden zu sein. Wichtig ist, dass die gewählte Form innerhalb der gesamten Arbeit konsequent beibehalten wird, damit Tabellen, Zitate und Fließtext einheitlich bleiben und keine sprachlichen Brüche entstehen.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist das Mischen mehrerer Formen innerhalb desselben Textes, etwa wenn ein Kapitel von Köch*innen spricht und ein anderes plötzlich zur reinen männlichen Form Koch zurückkehrt. Ebenso problematisch ist es, das generische Maskulinum zu verwenden und gleichzeitig zu behaupten, damit seien automatisch alle Geschlechter gemeint, ohne dies im Text zu erläutern. Da das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich derzeit nicht als Standard führt, verlangen manche Prüfungsordnungen eine bestimmte Schreibweise oder untersagen bestimmte Sonderzeichen. Für eine wissenschaftliche Arbeit empfiehlt es sich daher, zuerst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs zu prüfen und andernfalls konsequent auf Doppelnennung oder eine neutrale Umschreibung zu setzen. Ausführliche Hinweise dazu liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum gendern Koch
Beim gendern Koch stehen mehrere gleichwertige Wege zur Wahl: die Doppelnennung Köchinnen und Köche, Kurzformen wie Köch*innen, Köch:innen oder Köch_innen sowie das Binnen-I KöchInnen. Eine echte geschlechtsneutrale Ein-Wort-Alternative existiert für diesen Beruf nicht, sodass Umschreibungen wie Person, die kocht, nur in bestimmten Zusammenhängen sinnvoll sind. Entscheidend ist weniger, welche einzelne Form gewählt wird, sondern dass sie im gesamten Text konsequent und nachvollziehbar angewendet wird. In wissenschaftlichen Arbeiten sollte diese Entscheidung immer mit den Vorgaben der Hochschule abgeglichen werden, bevor der Text final formuliert wird. Wer unsicher ist, kann den Text vor der Abgabe zusätzlich fachlich gegenlesen lassen, um Konsistenz und Lesbarkeit sicherzustellen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Kellner gendern, Friseur gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.