Gendern Friseur: Formen und Alternativen
Geschlechtergerecht formulieren leicht gemacht
Wer Friseur gendern möchte, verwendet je nach Kontext die Doppelnennung Friseurinnen und Friseure, eine verkürzte Form mit Genderzeichen wie Friseur*innen oder Friseur:innen, oder eine geschlechtsneutrale Umschreibung. Beim Gendern Friseur gibt es keine einzelne amtlich vorgeschriebene Lösung, da das Rechtschreibregelwerk Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt bislang nicht als Standard führt. In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt sich daher, zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs zu prüfen und andernfalls konsequent eine einheitliche Form durchzuhalten.
Gendern Friseur: die kurze Antwort
Wer Friseur gendern möchte, hat mehrere fachlich anerkannte Möglichkeiten: die Doppelnennung mit weiblicher und männlicher Form, eine verkürzte Schreibweise mit Genderzeichen oder eine geschlechtsneutrale Umschreibung. Die weibliche Form von Friseur lautet Friseurin, die Pluralformen sind Friseure (männlich) und Friseurinnen (weiblich). Beim gendern Friseur gibt es keine einzige verbindliche Lösung, da das amtliche Rechtschreibregelwerk Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich bislang nicht als Standard führt. Für Texte im Studium oder Beruf ist daher wichtig, sich für eine Form zu entscheiden und diese konsequent durchzuhalten, statt verschiedene Varianten zu mischen. So bleibt der Text für Leserinnen und Leser klar nachvollziehbar.

Alle Genderformen von Friseur im Überblick
Für die Personenbezeichnung Friseur existieren mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen, die je nach Textsorte und Vorgabe passend sind:
- Doppelnennung: Friseurinnen und Friseure
- Gendersternchen: Friseur*innen
- Doppelpunkt: Friseur:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Friseur_innen
- Binnen-I: FriseurInnen
Die Doppelnennung gilt als besonders klar verständlich und wird von vielen Institutionen empfohlen, ist im Fließtext allerdings länger. Die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sparen Platz und sollen zugleich Personen einschließen, die sich weder der weiblichen noch der männlichen Form eindeutig zuordnen. Das Binnen-I berücksichtigt dagegen nur zwei Formen. Welche Variante geeignet ist, hängt von den Vorgaben der jeweiligen Institution, des Verlags oder der Hochschule ab.
Die neutrale Alternative
Eine einzelne geschlechtsneutrale Sammelbezeichnung wie Studierende bei Student gibt es für Friseur im Deutschen nicht in vergleichbarer Form: Das Partizip Frisierende ist grammatisch möglich, aber im Alltag unüblich und wird kaum verwendet. Wer dennoch neutral formulieren möchte, weicht besser auf Umschreibungen aus, etwa Fachkraft für Haarpflege und Haarstyling, Person im Friseurhandwerk oder, für die Mehrzahl, Beschäftigte im Friseurhandwerk. Auch ein Funktionsbezug hilft: Statt der Person das Geschlecht zuzuweisen, wird die Tätigkeit oder Rolle benannt, etwa als zuständige Fachkraft im Salon. Diese Varianten sind sprachlich etwas sperriger als das kurze Wort Friseur, umgehen aber jede Festlegung auf ein bestimmtes Geschlecht. In kurzen, alltäglichen Texten bleibt die Doppelnennung oder eine verkürzte Form daher meist die praktikablere Wahl. Mehr Hintergrund zu Prinzipien liefert der Beitrag zu gendergerechter Sprache.
Beispiel aus dem Alltag
Im wissenschaftlichen Kontext lässt sich Friseur je nach gewählter Form unterschiedlich in einen Satz einbauen. Mit Doppelnennung: Für die Studie wurden 40 Friseurinnen und Friseure zu ihrem Arbeitsalltag befragt. Mit Gendersternchen: Die befragten Friseur*innen gaben mehrheitlich an, im Stehen zu arbeiten. Mit Doppelpunkt: Friseur:innen berichteten von körperlicher Belastung durch langes Stehen. Mit geschlechtsneutraler Umschreibung: Die befragten Fachkräfte im Friseurhandwerk arbeiteten im Schnitt seit neun Jahren im Beruf. Wichtig für eine Bachelor- oder Masterarbeit ist, die gewählte Form in der gesamten Arbeit beizubehalten und sie idealerweise in einer Fußnote oder im Vorwort kurz zu begründen. Wer unsicher ist, welche Schreibweise im eigenen Fachbereich üblich ist, findet ausführliche Hinweise im Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.

Häufige Fehler
Ein häufiger Fehler ist das Mischen mehrerer Formen innerhalb eines Textes, etwa wenn im ersten Kapitel Friseur*innen und im zweiten Friseur:innen steht. Ebenso unsauber ist es, nur im Fließtext zu gendern, in Tabellen oder Überschriften aber die männliche Form stehen zu lassen. Manche verwechseln zudem die Reihenfolge der Doppelnennung: Üblich ist heute meist die Nennung der weiblichen vor der männlichen Form, etwa Friseurinnen und Friseure. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich, zunächst die Richtlinien der Hochschule, des Instituts oder der betreuenden Person einzusehen, da einige Fachbereiche eine bestimmte Schreibweise vorschreiben oder ausschließen. Liegt keine Vorgabe vor, sollte konsequent entweder die Doppelnennung oder eine einzige verkürzte Form verwendet werden, ergänzt um eine kurze methodische Anmerkung zur gewählten Schreibweise.
Fazit
Für die Personenbezeichnung Friseur stehen mehrere gleichwertige, sachlich korrekte Wege offen: die ausführliche Doppelnennung Friseurinnen und Friseure, verkürzte Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sowie neutrale Umschreibungen wie Fachkraft im Friseurhandwerk. Eine einzelne amtlich festgelegte Pflichtform gibt es derzeit nicht, weshalb die Wahl vom jeweiligen Kontext, von Haus- oder Hochschulregeln und vom persönlichen Textstil abhängt. Entscheidend ist weniger die konkrete Form als die konsequente Anwendung über den gesamten Text hinweg. Wer unsicher ist oder mehrere Textteile mit unterschiedlichen Autorinnen und Autoren zusammenführt, profitiert von einer fachkundigen Prüfung auf einheitliche Schreibweise und korrekte grammatische Anpassung, etwa bei Artikeln, Endungen und Kongruenz im Satz.
So ist rund um „gendern Friseur“ alles Wichtige erklärt.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Gärtner gendern, Maurer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.