Gendern Gegner: Geschlechtergerechte Formen im Überblick
Geschlechtergerecht formulieren leicht gemacht
Wer nach einer geschlechtergerechten Variante von „Gegner“ sucht, kann zwischen mehreren anerkannten Formen wählen: Beim gendern Gegner stehen die Doppelnennung „Gegnerinnen und Gegner“, verkürzte Schreibweisen wie Gegner*innen, Gegner:innen, Gegner_innen oder GegnerInnen sowie geschlechtsneutrale Umschreibungen zur Auswahl. Welche Form sich eignet, hängt vom Kontext ab: In amtlichen Texten gilt bislang keine der verkürzten Formen als Standard, viele Hochschulen lassen sie dennoch zu oder verlangen sie sogar in wissenschaftlichen Arbeiten. Wer unsicher ist, orientiert sich am besten an den Vorgaben des eigenen Fachbereichs.
Gendern Gegner: die kurze Antwort
Die Personenbezeichnung „Gegner“ lässt sich auf mehrere Arten geschlechtergerecht formulieren. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung „Gegnerinnen und Gegner“, die beide Formen ausgeschrieben nennt und in den meisten Kontexten problemlos verständlich ist. Wer eine kürzere Schreibweise bevorzugt oder auch Personen jenseits der binären Einteilung sichtbar machen möchte, greift zu Varianten wie Gegner*innen, Gegner:innen oder Gegner_innen. Beim gendern Gegner geht es also nicht um eine einzige richtige Lösung, sondern um verschiedene Möglichkeiten, die je nach Textsorte, Hausstil oder Vorgabe der Hochschule unterschiedlich passend sind. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich, zunächst die Vorgaben der jeweiligen Einrichtung zu prüfen.

Alle Genderformen im Überblick
Für das Wort „Gegner“ existieren mehrere etablierte geschlechtergerechte Varianten, die sich in Länge und Lesbarkeit unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Formen:
- Doppelnennung: Gegnerinnen und Gegner
- Gendersternchen: Gegner*innen
- Doppelpunkt: Gegner:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Gegner_innen
- Binnen-I: GegnerInnen
Die Doppelnennung gilt als am leichtesten lesbar und wird von den meisten Stilrichtlinien akzeptiert. Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen zusätzlich Personen sichtbar machen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen, während das Binnen-I heute seltener verwendet wird. Alle vorgestellten Formen lassen sich sowohl im Fließtext als auch in Überschriften und Formularen einsetzen. Weitere Hintergründe zu diesen Formen liefert der Beitrag zu gendergerechte Sprache.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Gegner
Eine echte geschlechtsneutrale Sammelbezeichnung, wie sie etwa mit „Studierende“ für Studentinnen und Studenten existiert, gibt es für „Gegner“ nicht, da kein entsprechendes Verb wie „gegnern“ vorliegt, aus dem sich ein Partizip bilden ließe. Stattdessen bieten sich Umschreibungen an, die je nach Kontext passen: „die gegnerische Seite“, „die gegnerische Partei“ (etwa in juristischen oder politischen Texten) oder „Personen, die sich gegen etwas aussprechen“. Diese Varianten benennen kein Geschlecht und lassen sich meist ohne Bedeutungsverlust einsetzen. In Texten, in denen die handelnden Personen konkret benannt werden sollen, bleibt die Doppelnennung oder eine der verkürzten Formen jedoch häufig die klarere Wahl.
Beispiel im Studien- und Unikontext
In einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit lässt sich die geschlechtergerechte Form je nach Vorgabe unterschiedlich einsetzen. Mit Doppelnennung: „In der Umfrage äußerten sich sowohl Gegnerinnen als auch Gegner der Reform kritisch.“ Mit Gendersternchen: „Die Gegner*innen des Vorschlags begründeten ihre Position mit methodischen Einwänden.“ Mit neutraler Umschreibung: „Die gegnerische Seite verwies auf fehlende empirische Belege.“ Welche Variante geeignet ist, hängt von den Vorgaben des Fachbereichs ab. Wichtig ist, eine einmal gewählte Form innerhalb der gesamten Arbeit beizubehalten, auch in Fußnoten, Tabellenbeschriftungen und im Literaturverzeichnis. Ausführliche Hinweise zur einheitlichen Umsetzung in Studienarbeiten bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.

Häufige Fehler und Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten
Ein häufiger Fehler ist das Mischen verschiedener Schreibweisen innerhalb eines Textes, etwa wenn an einer Stelle „Gegner*innen“ und an anderer Stelle „Gegner:innen“ verwendet wird. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form nur im ersten Kapitel zu nennen und danach zur rein männlichen Form zurückzukehren. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs prüfen, da einige Einrichtungen eine bestimmte Form vorschreiben oder ausschließen. Liegt keine Vorgabe vor, empfiehlt sich eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung, durchgängig über die gesamte Arbeit hinweg. Das amtliche Rechtschreibregelwerk führt Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt bislang nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben sie dennoch ausdrücklich in eigenen Richtlinien.
Fazit
Beim gendern Gegner gibt es keine einzelne verbindliche Lösung, sondern mehrere gültige Wege: Doppelnennung, verkürzte Formen wie Gegner*innen oder Gegner:innen sowie neutrale Umschreibungen wie die gegnerische Seite. Entscheidend ist eine konsistente Anwendung innerhalb eines Textes und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, die Orientierung an den Vorgaben der jeweiligen Hochschule. Wer unsicher ist, welche Form zum eigenen Text passt oder ob die gewählte Schreibweise durchgängig korrekt umgesetzt wurde, kann die Arbeit vor der Abgabe fachlich prüfen lassen. So bleibt der Text nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich stimmig und wirkt in Hausarbeiten, Abschlussarbeiten oder Publikationen einheitlich und professionell.
So ist rund um „gendern Gegner“ alles Wichtige erklärt.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Verbündeter gendern, Held gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.