Gendern Gastgeber: Geschlechtergerechte Formen im Überblick
Alle Formen für Gastgeber auf einen Blick
Wer gendern Gastgeber möchte, kann zwischen der Doppelnennung Gastgeberinnen und Gastgeber, verkürzten Formen mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie einer geschlechtsneutralen Umschreibung wählen. Welche Variante passend ist, hängt vom Textkontext und von den Vorgaben der jeweiligen Institution ab. In wissenschaftlichen Arbeiten gilt zusätzlich: Das amtliche Regelwerk führt Sonderzeichen wie das Gendersternchen (Stand jetzt) nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben sie aber ausdrücklich. Dieser Ratgeber erklärt alle Formen im Detail und zeigt, wie eine konsistente Umsetzung gelingt.
Gendern Gastgeber: kurze Antwort
Wer gendern Gastgeber möchte, hat mehrere anerkannte Möglichkeiten: die Doppelnennung Gastgeberinnen und Gastgeber, verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen oder eine geschlechtsneutrale Umschreibung. Welche Form passend ist, hängt vom Kontext und von den Vorgaben der jeweiligen Institution ab. In Alltagstexten wird häufig die Doppelnennung gewählt, weil sie ohne Sonderzeichen auskommt und leicht verständlich bleibt. In wissenschaftlichen Arbeiten, Broschüren oder auf Webseiten kommen zusätzlich Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder das Binnen-I zum Einsatz, sofern die Hochschule oder der Auftraggeber diese Zeichen zulässt. Wichtig ist vor allem, dass die gewählte Form innerhalb eines Textes einheitlich verwendet wird, damit dieser konsistent und gut lesbar bleibt.

Alle Genderformen im Überblick
Für das Wort Gastgeber existieren mehrere Formen, mit denen sich weibliche und männliche Personen sichtbar machen oder alle Geschlechter einbeziehen lassen:
- Doppelnennung: Gastgeberinnen und Gastgeber
- Gendersternchen: Gastgeber*innen
- Doppelpunkt: Gastgeber:innen
- Unterstrich: Gastgeber_innen
- Binnen-I: GastgeberInnen
Alle fünf Varianten beziehen sich inhaltlich auf dieselbe Personengruppe, unterscheiden sich aber in Schreibweise, Aussprache und offizieller Anerkennung. Die Doppelnennung gilt als unstrittig korrekt und wird von der amtlichen Rechtschreibung mitgetragen. Die verkürzten Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sind dagegen (Stand jetzt) nicht Teil des amtlichen Regelwerks, werden aber von zahlreichen Hochschulen, Behörden und Unternehmen akzeptiert oder teilweise sogar vorgeschrieben. In gesprochener Sprache wird bei Gendersternchen und Doppelpunkt häufig eine kurze Pause, der sogenannte Glottisschlag, eingefügt, um beide Formen hörbar zu machen.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Gastgeber
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Gastgeber ist nicht ganz so etabliert wie etwa Studierende für Studentinnen und Studenten, lässt sich aber über ein Partizip bilden: die gastgebende Person, im Plural gastgebende Personen. Diese Form lehnt sich an bereits gebräuchliche Wendungen wie das gastgebende Land oder die gastgebende Stadt an und funktioniert deshalb auch für einzelne Menschen. Ehrlicherweise ist diese Umschreibung im Alltag seltener anzutreffen als klassische Substantive wie Gastgeber oder Gastgeberin, sie eignet sich aber gut für Texte, in denen weder Sonderzeichen noch eine Doppelnennung gewünscht sind, etwa in formellen Schreiben oder Ausschreibungstexten.
Beispielsatz aus dem Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Beispielsatz so aussehen: Die Gastgeberinnen und Gastgeber der internationalen Konferenz begrüßten die Teilnehmenden am ersten Tag. Wer die verkürzte Schreibweise bevorzugt und die Hochschule sie zulässt, formuliert stattdessen: Die Gastgeber*innen der internationalen Konferenz begrüßten die Teilnehmenden am ersten Tag. Bevorzugt der Fachbereich eine neutrale Umschreibung, ist auch folgende Variante möglich: Die gastgebenden Personen der internationalen Konferenz begrüßten die Teilnehmenden am ersten Tag. Alle drei Varianten sind inhaltlich gleichwertig, unterscheiden sich jedoch in Lesefluss und Sonderzeichen, weshalb die endgültige Wahl von den Vorgaben der jeweiligen Prüfungsordnung abhängen sollte.

Häufige Fehler und Empfehlung für die Arbeit
Ein häufiger Fehler ist das Mischen mehrerer Genderformen innerhalb eines Textes, etwa wenn im ersten Kapitel die Doppelnennung und im zweiten Kapitel das Gendersternchen verwendet wird. Ebenso problematisch ist es, ausschließlich die männliche Form zu nutzen, obwohl Frauen und andere Personen ausdrücklich gemeint sind. Da das amtliche Regelwerk Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Doppelpunkt (Stand jetzt) nicht als verbindlichen Standard führt, sollten Studierende vor der Abgabe die Vorgaben ihrer Hochschule prüfen. Gibt es keine klare Vorgabe, empfiehlt sich eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung wie gastgebende Person. Weiterführende Hinweise zu Zitierregeln und Fachbereichsvorgaben liefert der Beitrag zum Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Gastgeber
Für Gastgeber gibt es also mehrere fachlich korrekte Wege zu geschlechtergerechter Sprache: die klassische Doppelnennung, verkürzte Formen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie die neutrale Umschreibung als gastgebende Person. Keine dieser Formen ist grundsätzlich falsch, sie unterscheiden sich jedoch in Lesbarkeit, Verbreitung und Akzeptanz durch Institutionen. Für private Texte, Einladungen oder journalistische Beiträge bietet die Doppelnennung eine unkomplizierte Lösung. Für wissenschaftliche Arbeiten, Firmenkommunikation oder Behördentexte lohnt sich vorab ein Blick in den jeweiligen Stilleitfaden, da sich die Vorgaben von Hochschule zu Hochschule und von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden können. So bleibt der Text konsistent, respektvoll und formal korrekt.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Ansprechpartner gendern, Fachmann gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.