Gendern Fotograf: Alle Formen im Überblick
Geschlechtergerechte Sprache für die Berufsbezeichnung Fotograf
Beim gendern Fotograf empfiehlt sich vor allem die Doppelnennung Fotografinnen und Fotografen, ergänzt durch verkürzte Varianten wie Fotograf*innen, Fotograf:innen oder Fotograf_innen sowie durch geschlechtsneutrale Umschreibungen. Die weibliche Form lautet Fotografin, im Plural Fotografinnen. Welche Schreibweise passend ist, hängt vom Kontext ab: In wissenschaftlichen Arbeiten gelten oft eigene Vorgaben der Hochschule, während in allgemeinen Texten die klassische Beidnennung meist unproblematisch ist. Dieser Ratgeber stellt alle gängigen Formen übersichtlich vor und zeigt, wie sich Fotograf korrekt und konsistent gendern lässt.
Wie lässt sich gendern Fotograf umsetzen?
Der Begriff Fotograf ist die maskuline Form einer Berufsbezeichnung, die traditionell auch für gemischtgeschlechtliche Gruppen verwendet wurde. Beim gendern Fotograf geht es darum, Frauen, Männer und weitere Geschlechter in Texten gleichermaßen sichtbar zu machen. Möglich sind dafür mehrere Wege: die vollständige Doppelnennung Fotografinnen und Fotografen, verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen wie Fotograf*innen oder Fotograf:innen sowie geschlechtsneutrale Umschreibungen. Welche Variante geeignet ist, hängt vom Textformat ab. In Fließtexten wirkt die Doppelnennung oft am natürlichsten, während verkürzte Formen vor allem in Tabellen, Stellenanzeigen oder Kurztexten Platz sparen. Für wissenschaftliche Arbeiten lohnt sich vorab ein Blick in die Vorgaben der jeweiligen Hochschule, da die Anforderungen an geschlechtergerechte Sprache von Institution zu Institution variieren können.

Alle Genderformen von Fotograf im Überblick
Für die Berufsbezeichnung Fotograf existieren mehrere anerkannte Genderformen, die je nach Textsorte und Vorgabe eingesetzt werden können:
- Doppelnennung: Fotografinnen und Fotografen
- Gendersternchen: Fotograf*innen
- Doppelpunkt: Fotograf:innen
- Unterstrich (Gendergap): Fotograf_innen
- Binnen-I: FotografInnen
- Weibliche Einzelform: die Fotografin, Plural die Fotografinnen
Die verkürzten Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollen zusätzlich zu Frauen und Männern auch Personen einschließen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen. Das Binnen-I gilt inzwischen als ältere Variante und wird seltener verwendet. Welche Schreibweise im Einzelfall zulässig ist, regeln oft interne Styleguides von Redaktionen, Behörden oder Hochschulen, weshalb ein Blick in die jeweiligen Vorgaben vor dem Schreiben sinnvoll ist.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Fotograf
Als geschlechtsneutrale Alternative zu Fotograf bietet sich das substantivierte Partizip Fotografierende an, gebildet analog zu Begriffen wie Studierende oder Reisende. Es lässt sich sowohl im Singular (die fotografierende Person) als auch im Plural (Fotografierende) verwenden und benennt die Tätigkeit statt des Geschlechts. Allerdings klingt die Form in manchen Kontexten ungewohnt oder wirkt sperrig, etwa wenn sie einen festen Berufsstatus statt einer momentanen Handlung ausdrücken soll. Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Eine kurze, allgemein etablierte neutrale Berufsbezeichnung wie bei Lehrkraft oder Fachkraft existiert für Fotograf nicht. Wer eine neutrale Formulierung bevorzugt, kann daher zwischen Fotografierende, der Umschreibung Person, die fotografiert, oder tätigkeitsbezogenen Varianten wie im Bereich Fotografie tätige Person wählen und je nach Satzbau die passendste Lösung auswählen.
Beispielsatz im Studien- und Unikontext
In wissenschaftlichen Arbeiten, etwa in einer Bachelorarbeit zum Thema Bildjournalismus, lässt sich geschlechtergerechte Sprache unmittelbar am Beispielsatz zeigen: Die befragten Fotografinnen und Fotografen gaben an, dass digitale Bildbearbeitung ihren Arbeitsalltag verändert hat. Wer eine verkürzte Schreibweise bevorzugt und die Hochschule dies zulässt, kann alternativ formulieren: Die befragten Fotograf*innen gaben an, dass digitale Bildbearbeitung ihren Arbeitsalltag verändert hat. Auch die neutrale Variante ist möglich: Die befragten Fotografierenden gaben an, dass digitale Bildbearbeitung ihren Arbeitsalltag verändert hat. Wichtig ist, dass innerhalb einer Arbeit durchgehend dieselbe Form verwendet wird, damit der Text konsistent bleibt und nicht zwischen verschiedenen Schreibweisen wechselt. Ein einheitliches Vorgehen erleichtert zudem das spätere Lektorat, weil Prüferinnen und Prüfer die gewählte Form leichter nachvollziehen können.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler beim Gendern von Fotograf ist der unbewusste Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb desselben Textes, etwa wenn Fotograf*innen und wenige Absätze später FotografInnen nebeneinander stehen. Ebenso problematisch ist es, die Doppelnennung nur beim ersten Auftreten zu verwenden und danach stillschweigend zur rein maskulinen Form zurückzukehren. Auch grammatische Fehler bei der weiblichen Form kommen vor, etwa eine falsche Pluralbildung. Für die wissenschaftliche Arbeit empfiehlt sich daher zunächst ein Blick in die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs, da manche Institutionen bestimmte Genderzeichen vorschreiben oder ausschließen. Liegt keine feste Vorgabe vor, sind eine konsequente Beidnennung oder eine durchgängig neutrale Formulierung die sicherste Wahl. Ausführliche Hinweise dazu liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, der die Anforderungen an Abschlussarbeiten genauer beschreibt.
Fazit zum gendern Fotograf
Für das gendern Fotograf gibt es kein einzelnes richtiges Vorgehen, sondern mehrere fachlich anerkannte Varianten, die je nach Textart und Zielgruppe unterschiedlich gut passen. Die Doppelnennung Fotografinnen und Fotografen eignet sich für die meisten Fließtexte, verkürzte Formen wie Fotograf*innen oder Fotograf:innen sparen Platz und schließen weitere Geschlechter ausdrücklich ein, und die neutrale Form Fotografierende umgeht die Geschlechterfrage vollständig, klingt jedoch nicht in jedem Satz passend. Entscheidend ist eine konsistente Verwendung innerhalb des gesamten Textes sowie, gerade bei Abschlussarbeiten, ein vorheriger Blick in die Vorgaben der Hochschule. Wer sich grundsätzlich mit dem Thema gendergerechte Sprache beschäftigen möchte, findet dort weiterführende Erklärungen zu Regeln und Hintergründen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Designer gendern, Programmierer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.