Gendern Designer: Formen im Überblick
Geschlechtergerechte Sprache bei der Berufsbezeichnung Designer
Gendern Designer bedeutet, die Berufsbezeichnung Designer so zu formulieren, dass Frauen, Männer und weitere Personen gleichermaßen angesprochen werden. Möglich sind die Doppelnennung Designerin und Designer, verkürzte Schreibweisen wie Designer*innen, Designer:innen oder Designer_innen sowie eine neutrale Umschreibung wie Design-Fachkraft, sofern der Satz das zulässt. Welche Form passend ist, hängt vom Kontext ab: Im Alltag ist die Doppelnennung meist üblich, in wissenschaftlichen Arbeiten gelten häufig eigene Vorgaben der Hochschule. Dieser Ratgeber stellt alle korrekten Varianten übersichtlich und mit Beispielen vor.
Gendern Designer: die kurze Antwort
Wer die männliche Berufsbezeichnung geschlechtergerecht formulieren möchte, kann verschiedene Wege wählen. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung: Designerin und Designer im Singular, Designerinnen und Designer im Plural. Wer es kürzer möchte, um gendern Designer platzsparend umzusetzen, greift zu Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I. Eine geschlechtsneutrale Umschreibung ist ebenfalls möglich, etwa mit einem Sammelbegriff wie Design-Fachkraft, auch wenn dafür kein einzelnes, kurzes Wort existiert. Welche Variante sich eignet, hängt vom Textformat, von Hausregeln des Verlags oder der Hochschule sowie vom persönlichen Stil ab. Die folgenden Abschnitte stellen alle Formen im Detail vor und zeigen, wie sie korrekt und einheitlich gebildet werden.

Alle Genderformen von Designer im Überblick
Für die Berufsbezeichnung Designer stehen mehrere geschlechtergerechte Formen zur Verfügung, von der ausgeschriebenen Doppelnennung bis zu verkürzten Schreibweisen:
- Doppelnennung: Designerin und Designer (Singular), Designerinnen und Designer (Plural)
- Gendersternchen: Designer*innen
- Doppelpunkt: Designer:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Designer_innen
- Binnen-I: DesignerInnen
Alle verkürzten Formen sprechen mit dem Wortbestandteil "innen" neben Frauen auch Personen an, die sich keinem der beiden binären Geschlechter zuordnen. Im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung sind diese Zeichen bislang nicht als Standard verankert, werden in der Praxis aber häufig verwendet, etwa in Stellenanzeigen, Broschüren oder Hochschultexten. Für Fließtexte gilt die Doppelnennung meist als besonders gut lesbar, während Gendersternchen und Doppelpunkt vor allem in kürzeren, formalen Texten Platz sparen.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Designer
Anders als bei manchen anderen Berufsbezeichnungen gibt es für Designer keine etablierte einzelne neutrale Form wie Studierende bei Studenten. Wer eine geschlechtsneutrale Umschreibung sucht, kann auf Sammelbegriffe wie Design-Fachkraft oder Fachperson für Design ausweichen oder eine Umschreibung wie Person, die im Design arbeitet verwenden. Für Gruppen eignen sich auch Design-Team oder Fachkräfte im Design. Diese Varianten sind zwar korrekt, wirken in vielen Sätzen jedoch sperrig oder unpersönlich. In der Praxis ist deshalb häufig die Doppelnennung oder eine verkürzte Form die praktikablere Lösung, wenn eine konkrete Berufsgruppe benannt werden soll und keine treffende neutrale Kurzform existiert.
Beispielsatz im Studien- und Unikontext
Im wissenschaftlichen Schreiben lässt sich die geschlechtergerechte Form unmittelbar in den Satzbau einfügen. Ein Beispiel: Die befragten Designerinnen und Designer bewerteten das neue Studienangebot überwiegend positiv. Wer die verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Designer:innen bewerteten das neue Studienangebot überwiegend positiv. In einer Danksagung könnte es ebenso heißen: Ich danke allen beteiligten Designerinnen und Designern für ihre Mitwirkung an der Studie. Beide Varianten sind inhaltlich gleichwertig und unterscheiden sich nur in der sprachlichen Form. Wichtig ist, innerhalb einer Arbeit konsequent bei einer Schreibweise zu bleiben, damit der Text einheitlich wirkt und nicht zwischen Doppelnennung und Kurzform wechselt.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist die Vermischung verschiedener Formen in einem Text, etwa wenn im selben Absatz sowohl Designer*innen als auch DesignerInnen auftaucht. Ebenso unüblich ist die Großschreibung nach dem Sternchen oder Doppelpunkt, korrekt ist Designer*innen und nicht Designer*Innen. Da Designer ein Fremdwort ist, entsteht die weibliche Form regelmäßig durch Anhängen von "in", ein Umlaut wird dabei nicht gebildet: Designerin, nicht "Desiegnerin". Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in wissenschaftlichen Arbeiten trotzdem. Empfehlenswert ist deshalb, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Betreuers zu prüfen, wie im Ratgeber Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit beschrieben. Fehlt eine klare Regelung, bieten sich die konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung als sichere Wahl an.
Fazit: Gendern Designer richtig umsetzen
Wer die Berufsbezeichnung Designer geschlechtergerecht formulieren möchte, kann also auf mehrere korrekte Arten gendern Designer: als ausgeschriebene Doppelnennung, als verkürzte Form mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie, wo passend, als neutrale Umschreibung. Für den Alltag ist die Doppelnennung meist die verständlichste Lösung, während Kurzformen Platz sparen und zusätzliche Geschlechter sichtbar machen. In wissenschaftlichen Arbeiten zählt vor allem, sich an den Vorgaben der Hochschule zu orientieren und die gewählte Form konsequent beizubehalten. Wer sich für das Thema gendergerechte Sprache allgemein interessiert, findet weiterführende Hinweise dazu in unseren anderen Ratgebern.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Programmierer gendern, Entwickler gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.