Künstler gendern: die weibliche Form und Künstler*innen
Diese Seite erklärt das Gendern von Künstlern anhand konkreter Beispiele. Dabei kommen Formen wie Künstlerinnen, Künstler und Künstler*innen zum Tragen.
Alle geschlechtergerechten Formen im Überblick
Zum Gendern von Künstlern bieten sich unterschiedliche Varianten an: die Doppelnennung 'Künstlerinnen und Künstler', die weibliche Form Künstlerin mit dem Plural Künstlerinnen sowie Schreibweisen wie Künstler*innen, Künstler:innen, Künstler_innen oder KünstlerInnen. Der Sammelbegriff Kunstschaffende kann als geschlechtsneutrale Alternative dienen. Ob eine bestimmte Form geeignet ist, richtet sich nach dem Kontext und, bei wissenschaftlichen Schriften, nach den Anforderungen der zuständigen Hochschule oder Fachzeitschrift.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Künstler“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Künstler gendern: die kurze Antwort
Für das Gendern von Künstlern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Doppelnennung 'Künstlerinnen und Künstler' nennt Frauen und Männer ausdrücklich. Schreibweisen mit Sonderzeichen wie Künstler*innen, Künstler:innen oder Künstler_innen werden verwendet, um Geschlechter in einem Wort zusammenzufassen. Wer Sonderzeichen vermeiden möchte, kann den Sammelbegriff Kunstschaffende verwenden, wenn er inhaltlich passt. Welche Variante gewählt wird, hängt vom Textkontext, vom Zielpublikum und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Verlags ab. Eine allgemein verbindliche Regel gibt es nicht.

Genderformen von Künstler im Überblick
Das Wort Künstler kennt mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen, die je nach Art des Textes und der angesprochenen Gruppe geeignet sein können. Die nachfolgende Liste stellt eine Auswahl dieser Begriffe in ihrer richtigen Schreibweise dar.
- Doppelbezeichnung: Künstlerinnen und Künstler
- Weibliche Form: die Künstlerin, Plural die Künstlerinnen
- Gendersternchen: Künstler*innen
- Gender-Doppelpunkt: Künstler:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Künstler_innen
- Binnen-I: KünstlerInnen
Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I sind unterschiedliche Schreibweisen mit Wortbinnenzeichen. Diese Markierungen signalisieren eine geschlechterübergreifende Bedeutung, gehören aber nicht zum festen Bestand der amtlichen Rechtschreibung. In behördlichen Dokumenten oder Ordnungen für Lehre und Prüfung gilt jeweils, was die lokalen Vorschriften vorsehen.
Geschlechtsneutrale Alternative: Kunstschaffende
Kunstschaffende bezeichnet Personen unabhängig vom Geschlecht, die künstlerisch tätig sind. Der Begriff kann als Alternative zu Künstler und Künstlerin verwendet werden, wenn er die betreffende Tätigkeit zutreffend beschreibt, und kommt ohne Sonderzeichen aus. Je nach Situation eignen sich auch Umformulierungen wie 'Person, die künstlerisch arbeitet' oder 'künstlerisch tätige Person'. Ob Kunstschaffende in einem bestimmten Text stilistisch passt, hängt vom jeweiligen Kontext ab.
Beispielsatz mit Künstler im Studienkontext
Im akademischen Schreiben verdeutlicht ein Beispiel, wie das Gendern von Künstlern aussieht. Anstelle von 'Die Künstler stellten ihre Werke im Rahmen der Ausstellung vor' lässt sich geschlechterbewusst formulieren: 'Die Künstlerinnen und Künstler stellten ihre Werke im Rahmen der Ausstellung vor' oder kompakter 'Die Künstler*innen stellten ihre Werke im Rahmen der Ausstellung vor'. Möchte man Symbole meiden, kann man auch schreiben: 'Die Kunstschaffenden stellten ihre Werke im Rahmen der Ausstellung vor'. Die Unterschiede betreffen Stil und Lesbarkeit; die formale Erlaubnis kann von den Regularien der Hochschule oder des Verlags abhängen. Wesentlich ist, die gewählte Variante über die ganze Arbeit hinweg gleichmäßig einzusetzen.

Häufige Fehler beim Gendern von Künstlern
Ein häufiger Fehler beim Gendern von Künstlern ist der wahllose Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb eines Textes, etwa Künstler*innen in einem Absatz und Künstler:innen im nächsten. Ebenso problematisch ist es, die männliche Form stillschweigend als vermeintlich neutral zu verwenden, obwohl explizit über gemischte Gruppen gesprochen wird. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich daher zunächst ein Blick in die Formatvorgaben der eigenen Hochschule oder Fakultät, da Gendersternchen und Doppelpunkt dort nicht immer zugelassen sind. Fehlt eine klare Vorgabe, ist eine konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung wie Kunstschaffende meist die sicherste Lösung. Weiterführende Hinweise zum konsequenten Einsatz gendergerechter Sprache in Hausarbeiten, Bachelorarbeit Tipps und Dissertationen bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern von Künstlern
Ob Doppelnennung, Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich, Binnen-I oder der neutrale Begriff Kunstschaffende: Für Künstler gibt es mehrere fachlich korrekte Wege zur geschlechtergerechten Formulierung, und keiner davon ist grundsätzlich falsch. Entscheidend ist, dass die gewählte Variante zum Textkontext passt und innerhalb einer Arbeit einheitlich verwendet wird. Für Abschlussarbeiten und Publikationen lohnt sich zusätzlich ein Blick in die jeweiligen Hochschul- oder Verlagsrichtlinien, da diese oft konkrete Vorgaben zur genderneutralen Sprache und zur Groß- und Kleinschreibung von Sonderzeichen enthalten. Wer unsicher ist, ob die gewählte Schreibweise im eigenen Text konsequent und korrekt umgesetzt wurde, kann die Arbeit vor der Abgabe fachkundig prüfen lassen, etwa durch ein Lektorat.
Damit ist rund um „gendern Künstler“ beides gezeigt: Künstlerinnen und Künstler, dazu Künstler*innen.
Zusätzliche Beiträge im Gender-Wörterbuch: Musiker gendern, Sänger gendern sowie das komplette Gender-Wörterbuch A bis Z.