Gendern Spender: Alle Formen erklärt
Geschlechtergerechte Formulierungen für die Personenbezeichnung Spender
Beim Gendern Spender empfiehlt sich je nach Kontext entweder die Beidnennung Spenderinnen und Spender oder eine verkürzte Form wie Spender*innen, Spender:innen oder Spender_innen. In wissenschaftlichen Arbeiten ist zusätzlich die neutrale Formulierung Spendende möglich, die auf eine geschlechtsspezifische Endung ganz verzichtet. Welche Variante die richtige ist, hängt von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fachzeitschrift ab, da es hierzu bislang keine einheitliche amtliche Regelung gibt. Wer unsicher ist, sollte die Stilrichtlinien der eigenen Institution vorab prüfen.
Gendern Spender: Die kurze Antwort
Gendern Spender bedeutet, die Personenbezeichnung Spender so zu formulieren, dass neben der männlichen auch die weibliche und gegebenenfalls eine neutrale Form sichtbar wird. Am gebräuchlichsten ist die Beidnennung Spenderinnen und Spender, die beide Formen ausgeschrieben nennt und in den meisten Textsorten problemlos lesbar bleibt. Wer Platz sparen möchte, greift zu einer verkürzten Schreibweise wie Spender*innen, Spender:innen, Spender_innen oder SpenderInnen. Diese Varianten sind im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung derzeit nicht als Standard verankert, werden von vielen Hochschulen, Redaktionen und Institutionen aber akzeptiert oder sogar vorgeschrieben. Wer beim Gendern von Spender konsequent bleiben möchte, prüft am besten zuerst die Vorgaben der jeweiligen Institution und wählt dann durchgängig eine Form für den gesamten Text.

Genderformen von Spender im Überblick
Für Spender stehen unterschiedliche Genderformen zur Verfügung, die sich in Lesbarkeit und Verbreitung unterscheiden:
- Doppelnennung: Spenderinnen und Spender
- Gendersternchen: Spender*innen
- Doppelpunkt: Spender:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Spender_innen
- Binnen-I: SpenderInnen
Die Doppelnennung gilt als am weitesten akzeptierte Form, da sie ohne Sonderzeichen auskommt und in praktisch jedem Kontext verwendet werden kann. Die verkürzten Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder der weiblichen noch der männlichen Form zuordnen. Das Binnen-I berücksichtigt dagegen nur die zwei traditionellen Formen. Welche Schreibweise angemessen ist, richtet sich nach der jeweiligen Textsorte: In amtlichen und juristischen Texten ist die Beidnennung meist üblich, während Hochschulen und Unternehmen häufig eigene Leitfäden mit einer bevorzugten Variante herausgeben.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Spender
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Spender ist die substantivierte Partizipform Spendende. Sie funktioniert wie das bekannte Beispiel Studierende und lässt die Endung offen, sodass sowohl Frauen als auch Männer sowie Personen jenseits dieser Zuordnung eingeschlossen sind. Im Plural steht die Spendenden für eine Gruppe von Personen, die spenden, unabhängig vom Geschlecht. Für den Singular eignet sich die spendende Person oder der beziehungsweise die Spendende, je nach Kontext auch einfach eine spendende Person. Diese Umschreibung ist besonders in wissenschaftlichen und amtlichen Texten beliebt, weil sie ohne Sonderzeichen auskommt und grammatisch unauffällig in Sätze eingebaut werden kann. Ein Nachteil: Das Partizip betont die Handlung des Spendens und kann in manchen Sätzen umständlicher wirken als die kurze Form Spender.
Beispielsatz: Spender*innen im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Beispielsatz mit Beidnennung so aussehen: „An der Studie nahmen 120 Spenderinnen und Spender teil, die zuvor ein Aufklärungsgespräch erhalten hatten.“ Wer die verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: „An der Studie nahmen 120 Spender*innen teil, die zuvor ein Aufklärungsgespräch erhalten hatten.“ Beide Varianten sind inhaltlich identisch und unterscheiden sich nur in der grafischen Umsetzung des Genderzeichens. Wird die neutrale Umschreibung bevorzugt, lautet der Satz: „An der Studie nahmen 120 Spendende teil, die zuvor ein Aufklärungsgespräch erhalten hatten.“ Wichtig ist vor allem, dass innerhalb eines Kapitels oder der gesamten Arbeit einheitlich eine Schreibweise verwendet wird, da ein Wechsel zwischen den Formen im Lektorat regelmäßig als Inkonsistenz markiert wird.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist der unbedachte Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb desselben Textes, etwa wenn ein Kapitel mit Spender*innen arbeitet und ein anderes mit Spenderinnen und Spender. Ebenso problematisch ist die falsche Bildung der weiblichen Form oder eine fehlerhafte Pluralbildung. Zu bedenken ist außerdem: Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt bislang nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in Abschlussarbeiten dennoch. Für die wissenschaftliche Arbeit empfiehlt sich daher, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Fachbereichs zu prüfen. Liegt keine Vorgabe vor, ist eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung wie Spendende die sicherste Wahl. Mehr Hintergrund liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit: Spender gendern
Gendern Spender lässt sich auf mehrere gleichwertige Arten umsetzen: über die ausgeschriebene Beidnennung Spenderinnen und Spender, über verkürzte Formen wie Spender*innen, Spender:innen, Spender_innen oder SpenderInnen oder über die neutrale Umschreibung Spendende. Welche Variante passt, hängt vom Textkontext, der Zielgruppe und häufig von verbindlichen Vorgaben der Institution ab, für die geschrieben wird. Entscheidend ist weniger die einzelne Form als die konsequente und einheitliche Anwendung über den gesamten Text hinweg. Wer unsicher ist, ob eine Arbeit die gewählte Schreibweise durchgehend korrekt umsetzt, sollte den Text vor der Abgabe noch einmal gezielt prüfen lassen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Sponsor gendern, Förderer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.