Gendern Sekretär: Alle Varianten im Überblick
Doppelnennung, Genderzeichen und neutrale Alternativen erklärt
Beim gendern Sekretär gibt es mehrere korrekte Wege: die Doppelnennung Sekretärin und Sekretär, verkürzte Schreibweisen wie Sekretär*innen, Sekretär:innen, Sekretär_innen oder SekretärInnen sowie geschlechtsneutrale Umschreibungen wie Sekretariatskraft. Welche Form passend ist, hängt vom Kontext ab: In amtlichen Texten gilt meist die Doppelnennung als Standard, während Hochschulen und Verlage zunehmend Sternchen oder Doppelpunkt zulassen oder verlangen. Für wissenschaftliche Arbeiten lohnt sich vorab ein Blick in die Vorgaben der jeweiligen Hochschule, um Punktabzug wegen uneinheitlicher Schreibweise zu vermeiden.
Gendern Sekretär: schnelle Antwort
Die maskuline Form Sekretär lässt sich auf mehrere Arten geschlechtergerecht formulieren. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung Sekretärin und Sekretär, im Plural Sekretärinnen und Sekretäre. Wer eine kürzere Schreibweise bevorzugt, greift zu Sekretär*innen, Sekretär:innen oder Sekretär_innen. Beim gendern Sekretär empfiehlt es sich, innerhalb eines Textes durchgehend eine einzige Variante zu verwenden, da uneinheitliche Schreibweisen in wissenschaftlichen Arbeiten häufig als Fehler markiert werden. Welche Form im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Textgenre, von der Zielgruppe und gegebenenfalls von den Vorgaben der Hochschule oder des Verlags ab. Alle genannten Varianten gelten aktuell als korrekt, sofern sie im jeweiligen Kontext einheitlich angewendet werden.

Alle Genderformen im Überblick
Für die Personenbezeichnung Sekretär existieren mehrere anerkannte Schreibweisen, die je nach Textsorte und Vorgabe zum Einsatz kommen:
- Doppelnennung: Sekretärin und Sekretär (Plural: Sekretärinnen und Sekretäre)
- Gendersternchen: Sekretär*innen
- Gender-Doppelpunkt: Sekretär:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Sekretär_innen
- Binnen-I: SekretärInnen
Die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen zusätzlich zu Frauen und Männern auch nicht binäre Personen einschließen. Das Binnen-I bezieht sich dagegen ausschließlich auf die weibliche und männliche Form. Welche Schreibweise zulässig ist, regeln einzelne Hochschulen, Redaktionen und Behörden in eigenen Leitfäden unterschiedlich. In Bewerbungsschreiben und offiziellen Dokumenten wird meist die ausgeschriebene Doppelnennung empfohlen, da sie in allen Rechtschreibwörterbüchern anerkannt ist.
Geschlechtsneutrale Alternativen
Anders als bei Wörtern wie Studierende oder Lehrkraft gibt es für Sekretär kein einfaches Partizip, das automatisch geschlechtsneutral wäre. Eine praktikable Umschreibung ist der Sammelbegriff Sekretariatskraft, der Frauen, Männer und nicht binäre Personen gleichermaßen einschließt. Auch die Formulierung Person im Sekretariat oder, wenn die Institution und nicht die einzelne Person gemeint ist, das kollektive Sekretariat selbst können den Bezug auf ein bestimmtes Geschlecht vermeiden. Für Funktionsbezeichnungen in Vereinen oder Gremien bietet sich zudem der neutrale Begriff Schriftführung an. Wer eine wirklich neutrale Formulierung sucht und keine dieser Umschreibungen passt, sollte ehrlicherweise auf die Doppelnennung oder eine Genderform zurückgreifen, da eine perfekte geschlechtsneutrale Entsprechung für Sekretär anders als bei vielen anderen Berufsbezeichnungen nicht existiert (mehr dazu unter gendergerechte Sprache).
Beispielsatz im Studien- und Unikontext
In einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit lässt sich die Doppelnennung beispielsweise so einsetzen: Die Sekretärin und der Sekretär des Prüfungsausschusses bestätigen den Eingang der Unterlagen. Wird die verkürzte Schreibweise mit Gendersternchen verwendet, lautet der Satz: Die Sekretär*innen des Prüfungsausschusses bestätigen den Eingang der Unterlagen. Bevorzugt die betreuende Hochschule eine neutrale Formulierung, kann alternativ formuliert werden: Die Sekretariatskraft des Prüfungsausschusses bestätigt den Eingang der Unterlagen. Wichtig ist in allen drei Varianten, dass Verb und Artikel grammatisch korrekt an die gewählte Form angepasst werden, denn bei Sekretär*innen und Sekretär:innen steht das Verb im Plural, auch wenn nur eine einzelne Person gemeint sein kann.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler beim gendern Sekretär ist der Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb desselben Dokuments, etwa wenn im ersten Kapitel Sekretär*innen und im zweiten Sekretär:innen steht. Ebenso problematisch ist die fehlende Anpassung von Artikeln und Pronomen an die gewählte Form. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt bislang nicht als verbindlichen Standard, dennoch lassen viele Hochschulen diese Formen ausdrücklich zu oder schreiben sie sogar vor. Vor Beginn der Arbeit lohnt sich daher ein Blick in den Leitfaden der Fakultät oder des Betreuers. Liegt keine Vorgabe vor, empfiehlt sich die konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung, durchgehend angewendet über die gesamte Arbeit hinweg. Ausführliche Hinweise dazu bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit auf einen Blick
Beim gendern Sekretär gibt es also keine einzige richtige Lösung, sondern mehrere gleichwertige Optionen: die klassische Doppelnennung Sekretärin und Sekretär, verkürzte Formen wie Sekretär*innen, Sekretär:innen, Sekretär_innen oder SekretärInnen sowie neutrale Umschreibungen wie Sekretariatskraft oder Sekretariat. Entscheidend ist weniger die einzelne Form als die konsequente und einheitliche Anwendung im gesamten Text. Wer unsicher ist, welche Variante für die eigene Arbeit passend ist, klärt dies am besten frühzeitig mit der betreuenden Person oder Institution und achtet danach auf eine durchgängige, fehlerfreie Umsetzung im gesamten Dokument. So bleibt die Personenbezeichnung Sekretär in jeder gewählten Form korrekt, verständlich und respektvoll formuliert.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Sachbearbeiter gendern, Beamter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.