Gendern Schauspieler: Die wichtigsten Formen
Doppelnennung, Gendersternchen und neutrale Alternativen für Schauspieler
Wer gendern Schauspieler sucht, erhält hier die Antwort direkt: Die gebräuchlichste Form ist die Doppelnennung Schauspielerinnen und Schauspieler, daneben existieren verkürzte Varianten wie Schauspieler*innen, Schauspieler:innen, Schauspieler_innen oder SchauspielerInnen. Wo es passt, bietet sich zusätzlich eine geschlechtsneutrale Umschreibung an. Dieser Ratgeber stellt alle gängigen Schreibweisen vor, nennt die korrekte weibliche Form Schauspielerin mit der Pluralform Schauspielerinnen und erläutert, welche Variante sich für Abschlussarbeiten und wissenschaftliche Texte eignet und wie die amtliche Rechtschreibregelung mit Sonderzeichen wie dem Gendersternchen umgeht.
Gendern Schauspieler: die Antwort in Kürze
Die Personenbezeichnung Schauspieler lässt sich auf mehrere anerkannte Arten geschlechtergerecht formulieren. Am weitesten verbreitet und in praktisch jedem Kontext akzeptiert ist die Doppelnennung: Schauspielerinnen und Schauspieler. Sie benennt beide Formen ausgeschrieben und gilt als stilistisch sauberste Lösung, auch wenn sie bei häufiger Wiederholung etwas Platz beansprucht. Wer eine kürzere Schreibweise bevorzugt, kann auf Varianten mit Sonderzeichen zurückgreifen, etwa Schauspieler*innen, Schauspieler:innen oder Schauspieler_innen. Diese Formen sollen alle Geschlechter einschließen, sind aber, Stand jetzt, nicht Teil des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung. Wer gendern Schauspieler in einer wissenschaftlichen Arbeit umsetzen möchte, sollte deshalb zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule oder Fakultät prüfen, bevor eine bestimmte Schreibweise festgelegt wird.

Alle Genderformen von Schauspieler im Überblick
Für das Wort Schauspieler existieren verschiedene Varianten, um alle Geschlechter sprachlich sichtbar zu machen. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Formen:
- Doppelnennung (Beidnennung): Schauspielerinnen und Schauspieler
- Gendersternchen: Schauspieler*innen
- Doppelpunkt: Schauspieler:innen
- Unterstrich (Gendergap): Schauspieler_innen
- Binnen-I: SchauspielerInnen
Die weibliche Form lautet korrekt Schauspielerin, der zugehörige Plural Schauspielerinnen. Doppelpunkt, Unterstrich und Sternchen sollen zusätzlich zu Frauen und Männern auch Personen einschließen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen. Das Binnen-I hingegen bezieht sich ausschließlich auf die weibliche und männliche Form. Welche Variante gewählt wird, hängt vom Kontext ab: In amtlichen Texten, Prüfungsordnungen oder Publikationen können unterschiedliche Vorgaben gelten, weshalb ein Blick in den jeweiligen Stilleitfaden oder die Hochschulrichtlinie sinnvoll ist.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Schauspieler
Eine geschlechtsneutrale Umschreibung für Schauspieler ist möglich, aber weniger etabliert als bei Wörtern wie Studierende oder Lehrkraft. Als Partizipform wird gelegentlich Schauspielende verwendet, abgeleitet vom Verb schauspielen. Diese Form ist grammatikalisch korrekt gebildet, hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch bislang jedoch kaum durchgesetzt und wirkt in vielen Texten noch ungewohnt. Alternativ lässt sich der Beruf auch über eine Umschreibung wie darstellende Person oder Person, die schauspielert, ausdrücken, was allerdings sprachlich schwerfälliger ist. In der Praxis empfiehlt es sich daher meist, entweder bei der Doppelnennung Schauspielerinnen und Schauspieler zu bleiben oder eine verkürzte Form mit Sonderzeichen zu wählen, statt auf eine wenig gebräuchliche neutrale Alternative auszuweichen. Ehrlich betrachtet gibt es für dieses Wort also keine wirklich elegante neutrale Lösung.
Beispielsatz im wissenschaftlichen Kontext
Im wissenschaftlichen Schreiben zeigt sich der Unterschied zwischen den Formen besonders deutlich. Mit Doppelnennung könnte ein Satz lauten: Die befragten Schauspielerinnen und Schauspieler gaben an, dass sich ihre Arbeitsbedingungen seit der Pandemie verändert haben. Mit Gendersternchen liest sich derselbe Satz so: Die befragten Schauspieler*innen gaben an, dass sich ihre Arbeitsbedingungen seit der Pandemie verändert haben. Beide Varianten sind inhaltlich identisch und unterscheiden sich nur in der sprachlichen Umsetzung. Für eine Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation ist es wichtig, sich innerhalb eines Textes für eine einzige Schreibweise zu entscheiden und diese konsequent durchzuhalten, statt zwischen Doppelnennung und Sonderzeichen zu wechseln. Uneinheitliche Schreibweisen fallen Prüfenden meist negativ auf und wirken unsauber.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Genderformen innerhalb derselben Arbeit, etwa wenn im ersten Kapitel Schauspieler*innen und im zweiten Schauspieler:innen steht. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form falsch zu bilden, etwa als Schauspielern statt Schauspielerin, oder den Plural fehlerhaft anzuhängen. Da das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung Gendersternchen und Doppelpunkt, Stand jetzt, nicht als Standard führt, verlangen manche Prüfungsordnungen ausdrücklich den Verzicht auf Sonderzeichen im Wortinneren. Für eine wissenschaftliche Arbeit empfiehlt sich daher zunächst ein Blick in den Leitfaden der Hochschule oder Fakultät. Liegt keine Vorgabe vor, ist die konsequente Doppelnennung Schauspielerinnen und Schauspieler die sicherste Wahl, da sie in fast allen Kontexten akzeptiert wird und keine Sonderzeichen benötigt.
Fazit zum Gendern von Schauspieler
Für Schauspieler stehen mehrere gleichwertige Wege offen, um geschlechtergerecht zu formulieren: die ausgeschriebene Doppelnennung, verkürzte Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie in Ausnahmefällen eine neutrale Umschreibung. Entscheidend ist weniger die Wahl der einzelnen Form als die konsequente und einheitliche Anwendung innerhalb eines Textes. Wer unsicher ist, welche Schreibweise für die eigene Abschlussarbeit passt, sollte sich an den Vorgaben der Hochschule orientieren oder im Zweifel die unauffällige Doppelnennung wählen. Ein professionelles Lektorat prüft zusätzlich, ob die gewählte Form im gesamten Dokument konsistent umgesetzt wurde, und gibt Hinweise zu weiteren Personenbezeichnungen. Wer sich vertiefend mit dem Thema befassen möchte, findet im Beitrag zum Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit weiterführende Erläuterungen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Tänzer gendern, Maler gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.