Gendern Schwimmer: Formen im Überblick
Schwimmerin, Schwimmer*innen und neutrale Alternativen
Beim gendern Schwimmer gibt es mehrere korrekte Wege, männliche und weibliche Personen gleichermaßen zu benennen: die Doppelnennung Schwimmerinnen und Schwimmer, verkürzte Formen wie Schwimmer*innen, Schwimmer:innen oder Schwimmer_innen sowie die geschlechtsneutrale Bezeichnung Schwimmende. Welche Variante sich eignet, hängt vom Kontext ab: In wissenschaftlichen Arbeiten gelten oft eigene Vorgaben der Hochschule, im Alltag und in Vereinsmitteilungen ist die Wahl freier. Dieser Ratgeber erklärt die einzelnen Formen, nennt Beispielsätze und zeigt, welche Fehler beim Gendern von Schwimmer häufig vorkommen.
Gendern Schwimmer: kurze Antwort
Um gendern Schwimmer korrekt umzusetzen, stehen mehrere sprachlich anerkannte Wege zur Verfügung. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung, bei der die weibliche und die männliche Form ausgeschrieben werden: Schwimmerinnen und Schwimmer. Wer Platz sparen möchte, greift zu verkürzten Schreibweisen wie dem Gendersternchen (Schwimmer*innen), dem Genderdoppelpunkt (Schwimmer:innen), dem Unterstrich (Schwimmer_innen) oder dem Binnen-I (SchwimmerInnen). Eine weitere Möglichkeit ist die geschlechtsneutrale Umschreibung mit dem substantivierten Partizip Schwimmende, die weder eine männliche noch eine weibliche Endung enthält. Welche Form im Einzelfall passend ist, hängt vom Textkontext, vom Anspruch an Lesbarkeit und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule ab.

Alle Genderformen von Schwimmer im Überblick
Für das Wort Schwimmer existieren folgende gendergerechte Schreibweisen, die je nach Textsorte unterschiedlich gut geeignet sind:
- Doppelnennung: Schwimmerinnen und Schwimmer (bzw. Schwimmer und Schwimmerinnen)
- Gendersternchen: Schwimmer*innen
- Genderdoppelpunkt: Schwimmer:innen
- Gender-Unterstrich: Schwimmer_innen
- Binnen-I: SchwimmerInnen
- Neutrale Form: Schwimmende
Die Doppelnennung gilt als am eindeutigsten lesbar und wird von den meisten Stilrichtlinien akzeptiert. Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sind im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung derzeit nicht als Standard verankert, werden von zahlreichen Hochschulen, Redaktionen und Institutionen jedoch anerkannt oder sogar empfohlen. Das Binnen-I ist die älteste verkürzte Variante und heute seltener in Gebrauch. Für die konkrete Wahl empfiehlt sich ein Blick in den jeweiligen Styleguide oder in die Prüfungsordnung der Hochschule.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Schwimmer
Eine geschlechtsneutrale Formulierung für Schwimmer ist mit dem substantivierten Partizip Präsens möglich: Schwimmende. Diese Form funktioniert nach demselben Muster wie Studierende von studieren oder Radfahrende von radfahren und bezeichnet Personen, die schwimmen, ohne eine geschlechtsspezifische Endung zu verwenden. Schwimmende lässt sich in Singular und Plural verwenden (die Schwimmende, der Schwimmende, die Schwimmenden) und eignet sich besonders für Texte, in denen eine flüssige, genderneutrale Formulierung gewünscht ist, etwa in Vereinssatzungen, Wettkampfausschreibungen oder wissenschaftlichen Arbeiten. Nicht jede Situation erlaubt jedoch eine elegante neutrale Lösung: In manchen Sätzen wirkt Schwimmende ungewohnt oder mehrdeutig, etwa wenn zwischen aktiv Trainierenden und gelegentlich Badenden unterschieden werden soll. In solchen Fällen ist die Doppelnennung oder eine Kurzform oft die klarere Wahl.
Beispielsatz im Studien- und Unikontext
In wissenschaftlichen Arbeiten und Univeranstaltungen lässt sich Schwimmer in mehreren gleichwertigen Varianten korrekt einsetzen. Mit Doppelnennung: Alle Schwimmerinnen und Schwimmer der Trainingsgruppe nahmen an der Studie zur Ausdauerleistung teil. Mit Gendersternchen: Die Schwimmer*innen füllten vor dem Wettkampf einen standardisierten Fragebogen aus. Mit der geschlechtsneutralen Form: Die Schwimmenden absolvierten im Rahmen der empirischen Untersuchung drei Testläufe. Alle drei Varianten sind sprachlich korrekt und lesbar, unterscheiden sich aber im Stil: Die Doppelnennung ist am ausführlichsten, das Gendersternchen am kompaktesten, und die neutrale Form vermeidet jede Endung, die auf ein Geschlecht verweist. Für eine Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit sollte innerhalb des gesamten Textes durchgängig dieselbe Variante verwendet werden, damit der Sprachgebrauch konsistent bleibt.

Häufige Fehler und Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Genderformen innerhalb desselben Textes, etwa wenn im ersten Kapitel Schwimmer*innen und im zweiten Schwimmer:innen oder Schwimmerinnen und Schwimmer steht. Ebenso problematisch ist es, das generische Maskulinum (nur Schwimmer) zu verwenden und gleichzeitig zu behaupten, es seien alle Geschlechter gemeint, ohne dies zu kennzeichnen. Ein amtliches Regelwerk zu Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich gibt es derzeit nicht, viele Hochschulen legen deshalb eigene Vorgaben fest. Für eine wissenschaftliche Arbeit empfiehlt sich daher zunächst ein Blick in die Prüfungsordnung oder den Leitfaden der Fakultät. Fehlt eine Vorgabe, ist eine konsequente Doppelnennung oder eine durchgängige neutrale Formulierung mit Schwimmende die sicherste Lösung. Ausführliche Hinweise zum konsistenten Umgang mit Genderformen in Abschlussarbeiten bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit: gendern Schwimmer richtig anwenden
Zusammengefasst gibt es für die Personenbezeichnung Schwimmer keine einzelne richtige Lösung, sondern mehrere gültige Varianten: die klassische Doppelnennung Schwimmerinnen und Schwimmer, die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie die geschlechtsneutrale Bezeichnung Schwimmende. Entscheidend ist, innerhalb eines Textes konsequent bei einer Variante zu bleiben und, insbesondere bei Abschlussarbeiten, die Vorgaben der Hochschule zu beachten. Wer sich unsicher ist, ob eine gewählte Form durchgängig und korrekt umgesetzt wurde, kann den Text vor der Abgabe prüfen lassen: Ein Korrekturlesen deckt uneinheitliche Genderschreibweisen ebenso auf wie andere sprachliche Unstimmigkeiten und sorgt für einen einheitlichen, gut lesbaren Sprachstil.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Turner gendern, Boxer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.