Wird ‚sodass‘ zusammengeschrieben?
Wird sodass Zusammen geschrieben: richtige Schreibweise
Ja. „Sodass“ ist die zusammengeschriebene Form. Daneben nennt die Wörterbuchangabe auch „so dass“ als alternative Schreibung.
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Getrennt- und Zusammenschreibung: Merkzettel
Die Frage nach der Zusammenschreibung von sodass plus die drei Muster auf einen Blick: Verb plus Verb, Adjektiv plus Verb, Nomen plus Verb. Wann ein Wort, wann zwei, wo beides erlaubt ist, und die Fälle, in denen die Schreibweise die Bedeutung ändert.
Auf einen Blick: die richtige Schreibweise
Ja, „sodass“ wird zusammengeschrieben. Die Konjunktion kann auch getrennt als so dass geschrieben werden. Sie leitet einen Konsekutivsatz ein und bezeichnet eine Folge, die sich aus dem vorher genannten Sachverhalt ergibt.
Beispiel: Der Wind wurde stärker, sodass das Fenster geschlossen wurde. Die Schreibweise so dass ist hierfür ebenfalls möglich. Davon unterscheidet sich so, dass: Hier gehört „so“ zum Hauptsatz, während „dass“ den Nebensatz einleitet. Die Form „so daß“ ist in der geltenden amtlichen Rechtschreibung nicht gültig.
Wer eine konkrete Rechtschreibung prüfen möchte, sollte deshalb zuerst die Wortform betrachten und danach ihre Funktion im Satz bestimmen. Bei den Rechtschreibregeln ist hier entscheidend, dass „sodass“ als Konjunktion mit der genannten Bedeutung erfasst ist.
Die Frage „Wird sodass zusammengeschrieben?“ lässt sich damit unmittelbar beantworten: In der zusammengeschriebenen Form steht das Wort als „sodass“. Die getrennte Form „so dass“ ist nicht einfach eine zufällige Trennung derselben Schreibweise, sondern wird als alternative Form angegeben. „So daß“ gehört nicht zu den gültigen Formen dieser Wörterbuchangabe.
Beim Thema Groß- und Kleinschreibung kann die Wortfrage getrennt betrachtet werden. Für die Getrennt- und Zusammenschreibung sind „sodass“ und die alternative Form „so dass“ maßgeblich.

Welche Regel die Schreibweise trägt
Die belegte Regelangabe ist § 39 E3(2). In der Wörterbuchbeschreibung wird „sodass“ als Konjunktion eingeordnet. Die Konjunktion leitet einen Konsekutivsatz ein. Inhaltlich geht es um eine Folge: Ein erster Sachverhalt führt zu einem anschließenden Ergebnis.
Am Beispiel zeigt sich die Anwendung: „Die Straße war gesperrt, sodass der Bus umgeleitet wurde.“ Der zweite Satzteil beschreibt die Folge der Sperrung. Für den Konsekutivsatz sind „sodass“ und „so dass“ zulässig. Ein weiterer Beispielsatz lautet: „Die Erklärung war klar, sodass keine Nachfrage entstand.“ Auch hier folgt auf „sodass“ ein Satzteil, der als Ergebnis des ersten Sachverhalts verstanden wird.
Die richtige Form und die falsche Form sind zu unterscheiden. Richtig ist „sodass“, wenn die Konjunktion in dieser Funktion verwendet wird. Als alternative Schreibung ist „so dass“ belegt. Nicht gültig ist „so daß“. Aus der Regelangabe folgt keine zusätzliche Aussage über Stil, Textsorte oder Satzlänge.
Die Kommasetzung entscheidet nicht über die Wahl zwischen „sodass“ und „so dass“. Sie kann aber eine andere Konstruktion kennzeichnen: Bei „so, dass“ gehört „so“ zum Hauptsatz; „dass“ leitet den Nebensatz ein. Ausschlaggebend ist daher die Zeichensetzung zusammen mit der Getrennt- und Zusammenschreibung der jeweiligen Konstruktion.
Auch Rechtschreibreform, Rechtschreibprogramme und wissenschaftliches Schreiben sind für diese Erklärung keine zusätzlichen Belege. Maßgeblich bleiben die Wörterbuchangaben zu „sodass“, „so dass“ und „so daß“.
Richtig oder falsch: der Satzvergleich
Bei jedem Paar steht der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regel. Zuerst wird also geprüft, welcher Sachverhalt vorliegt. Danach wird entschieden, wie die Konjunktion geschrieben wird.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Der Raum war dunkel, sodass Mia die Lampe einschaltete. | Der Raum war dunkel, so daß Mia die Lampe einschaltete. |
| Der Hinweis war deutlich, sodass Tom den Weg fand. | Der Hinweis war deutlich, so das Tom den Weg fand. |
| Die Tür blieb offen, sodass kalte Luft hereinkam. | Die Tür blieb offen, sodas kalte Luft hereinkam. |
Im ersten richtigen Satz folgt auf den dunklen Raum ein Ergebnis. Die Konjunktion wird als „sodass“ geschrieben. „So daß“ ist ausdrücklich als ungültige Form bezeichnet. Im zweiten Paar ist „so das“ keine belegte Schreibung. Das zusätzliche „s“ gehört bei der gültigen Zusammenschreibung zu „sodass“.
Eine weitere eigenständige Abweichung zeigt sich im dritten Paar: „sodas“ enthält nur ein s am Ende und entspricht nicht der belegten Wortform. Die korrekte Form ist „sodass“. Als getrennte Alternative gilt „so dass“, also mit zwei getrennten Wörtern. Diese Form darf nicht mit „so das“ verwechselt werden.
Hinweise zum Abkürzungen richtig schreiben oder zu Wortbedeutungen und Abkürzungen entscheiden diese Schreibfrage nicht. Prüfe stattdessen die Satzfunktion: Bei einer Folge sind „sodass“ und „so dass“ möglich; bei „so, dass“ gehört „so“ zum Hauptsatz.
Typische Verwechslungen sicher einordnen
Wer sich lediglich an der Aussprache orientiert, trifft leicht einen Irrtum. Die korrekte Schreibweise lässt sich daraus nämlich nicht verlässlich herleiten. Stattdessen solltest du kontrollieren, ob der zweite Teil des Satzes eine Konsequenz des vorhergehenden Gedankens darstellt. Anschließend vergleichst du „sodass“ mit der dokumentierten Option „so dass“.
Eine zweite Verwechslung betrifft „so daß“. Diese Form klingt nicht wie eine völlig andere Konstruktion, ist in der Wörterbuchangabe aber als ungültige Schreibung ausgewiesen. Sie sollte deshalb nicht als dritte gleichberechtigte Möglichkeit behandelt werden.
Eine dritte Stolperfalle ist die Verwechslung mit „so das“. „Das“ ist hier nicht die getrennte Variante der Konjunktion. Die belegte getrennte Form lautet „so dass“. Wenn der Satz eine Folge ausdrückt, prüfe daher die Buchstabenfolge vollständig und nicht nur den Wortanfang.
Außerdem darf die Schreibregel nicht aus der Alltagssprache abgeleitet werden. Das subjektive Gefühl für Sprache ist kein Nachweis für eine korrekte Orthografie. Ebenso wird hier keine Aussage darüber getroffen, welche Variante besonders häufig gebraucht wird. Ausschlaggebend sind nur die dokumentierte Wortklasse, die Funktion im Satz und die benannten Schreibmöglichkeiten.
Weder der Artikel der, die und das noch die Pluralbildung entscheidet über „sodass“. Wenn der zweite Satzteil eine Folge ausdrückt, sind „sodass“ und „so dass“ möglich; bei „so, dass“ gehört „so“ zum Hauptsatz.
Synonyme und Textformen beantworten die Schreibfrage nicht. Entscheidend ist die Satzfunktion: Bei einer Folge sind „sodass“ und „so dass“ möglich; bei „so, dass“ gehört „so“ zum Hauptsatz.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
- Schreibweise prüfen: Finde die kritische Stelle im Satz und vergleiche sie mit „sodass“. Achte zudem darauf, ob irrtümlich „sodas“, „so das“ oder „so daß“ steht.
- Regel prüfen: Prüfe, ob die Konjunktion einen Konsekutivsatz eröffnet. Der folgende Satzteil muss als Konsequenz des ersten Sachverhalts formuliert sein.
- Beispielsätze prüfen: Denke den Gedanken mit einer klaren Schlussfolgerung weiter. Muster: „Der Weg war vereist, sodass ...“ Danach muss ein Folgesachverhalt anschließen.
- Verwechslung prüfen: Unterscheide „sodass“ von der ebenfalls belegten alternativen Schreibung „so dass“. Schreibe nicht „so das“ und nicht „so daß“.
- Wortfrage eingrenzen: Prüfe auch die Kommasetzung: „sodass“ und „so dass“ sind Schreibvarianten der Konjunktion; bei „so, dass“ gehört „so“ dagegen zum Hauptsatz.
Als Merkregel genügt: Erkenne die Folge im Satz, prüfe „sodass“ oder die gültige Alternative „so dass“ und sortiere ungültige Formen aus. So bleibt die Entscheidung auf die belegte Regel und den konkreten Satz bezogen.
Quellen und Stand
- Zusammen!, Wikipedia: de.wikipedia.org (kein Beleg für die Schreibweise von „sodass“)
- sodass, Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (Wörterbuchangabe zu „sodass“)
- Duden | Schreibung von zusammengesetzten Substantiven: www.duden.de (kein Beleg für die Schreibweise von „sodass“)