Danach Synonym: Zeitfolge oder Bezug auf etwas
Ein Wort, das auch „laut diesem“ heißen kann
Das Pronominaladverb danach setzt sich aus da und nach zusammen und kennt zwei Lesarten. In zeitlichem Sinn bedeutet es später: „Erst wurde erhoben, danach ausgewertet.“ Im referenziellen Sinne drückt es laut diesem aus: „Es gilt Paragraf 5. Danach ist der Antrag schriftlich zu stellen.“ Da die zeitliche Variante weitaus geläufiger ist, geht die zweite Bedeutung beim Lesen oft verloren. Genau hieraus entstehen jedoch Missverständnisse in juristischen und fachsprachlichen Dokumenten.
Zeitfolge
Zeitlich lassen sich anschließend, dann, später, hinterher sowie im Anschluss verwenden. Dabei ist dann die kürzeste Option, während hinterher eher umgangssprachlich klingt und manchmal den Unterton verspäteter Erkenntnis transportiert („hinterher ist man klüger“).
Auf der Seite zu anschließend erläutere ich die Nuancen dieser Gruppe genauer, besonders die Abgrenzung zwischen bloßer Reihenfolge und Kausalzusammenhang. Zusammengefasst: danach drückt keinen Bezug aus, während daraufhin bereits einen andeutet.

Bezugnahme
In der bezugnehmenden Bedeutung heißt danach so viel wie laut diesem oder gemäß diesem und verweist auf eine unmittelbar zuvor genannte Regel, Quelle oder Aussage. Alternativen sind demnach, dementsprechend, hiernach und laut diesem.
Diese Verwendung ist in Gesetzestexten, Urteilen und Gutachten verbreitet und dort eindeutig, weil der Bezug im Satz davor steht. In Fließtexten ohne klaren Bezugspunkt entsteht dagegen Verwirrung: Der Leser sucht nach einem Zeitpunkt und findet eine Regel.
Danach oder demnach
Die beiden werden regelmäßig vertauscht und meinen Verschiedenes. Danach ist zeitlich oder bezugnehmend, demnach ist folgernd: Es leitet einen Schluss ein. „Die Frist ist abgelaufen, demnach ist der Antrag unzulässig“ zieht eine Folgerung; mit danach wäre der Satz falsch.
Eine einfache Probe: Funktioniert der Austausch gegen also, ist demnach richtig. Gelingt er gegen später, ist danach richtig. Passen beide nicht, liegt meist die bezugnehmende Bedeutung vor, und dann ist hiernach die eindeutigere Wahl.

Stellung und Komma
Als Adverb belegt danach am Anfang eines Satzes das erste Feld: „Danach wurde ausgewertet.“ Ein Komma dahinter ist falsch, wie bei allen Adverbien an dieser Stelle.
Im Mittelfeld steht es hinter dem Verb: „Es wurde danach ausgewertet.“ Diese Stellung ist unauffälliger, macht die zeitliche Bedeutung aber weniger sichtbar. Wer eine Abfolge betonen will, stellt danach nach vorn.
Feste Wendungen
Bestimmte Kombinationen lassen sich nicht verändern: kurz danach, gleich danach, lange danach. Auch der Ausdruck „mir ist nicht danach“ bleibt unverändert, denn er verneint eine Neigung und hat mit der zeitlichen Bedeutung nichts zu tun.
Zu unterscheiden ist außerdem „danach fragen“, wo danach ein Präpositionalobjekt bildet und sich auf eine Sache bezieht, nicht auf einen Zeitpunkt: „Sie fragte danach, ob die Frist verlängert wurde.“ Hier lässt sich danach nicht durch später ersetzen.
In Protokollen und Methodenteilen
In Protokollen ist danach das übliche Bindeglied und bleibt unauffällig. Wie bei anschließend gilt jedoch: Wenn jeder Satz so beginnt, entsteht eine Kette ohne Gliederung. Uhrzeiten oder eine Nummerierung sind dann die bessere Wahl.
Bei methodischen Darstellungen empfiehlt sich Zurückhaltung bei Zeitangaben. „Danach, nach zwei Wochen, wurde nachgemessen“ nennt die Abfolge doppelt. Die Zeitangabe allein genügt und ist informativer. Alle behandelten Wörter stehen in der Tabelle Synonyme.
Als Pronominaladverb bildet danach die Reihe mit dabei, dadurch, dafür und darauf. Alle entstehen aus da plus Präposition und ersetzen eine Präpositionalgruppe mit Pronomen: Statt „nach dem“ steht danach. Für Personen gilt diese Ersetzung nicht: Man sagt „nach ihm“, nicht „danach“, wenn eine Person gemeint ist. Diese Einschränkung ist eine der häufigsten Fehlerquellen für Deutschlernende.
In Fragen verschiebt sich die Bedeutung noch einmal. „Was kommt danach?“ ist zeitlich; „Wonach richtet sich das?“ benutzt die Fragevariante wonach und meint den Bezug. Die Paare danach/wonach, dabei/wobei, dadurch/wodurch folgen alle demselben Muster: da steht in der Aussage, wo in der Frage.
Zu vermeiden ist die umgangssprachliche Trennung „da... nach“, die in einigen Regionen verbreitet ist: „Da weiß ich nichts nach von.“ Im geschriebenen Standarddeutsch bleibt das Pronominaladverb zusammen. Eine vergleichbare Regel gilt für davon, damit und dafür.
In Ablaufbeschreibungen ist danach außerdem schwächer als eine konkrete Zeitangabe. „Danach wurde nachgemessen“ sagt nicht, ob Minuten oder Wochen vergangen sind. Wo die Dauer erheblich ist, etwa in Versuchsprotokollen, gehört sie in den Satz.
Was ist der Unterschied zwischen danach und demnach?
Danach steht zeitlich oder bezugnehmend, demnach folgernd. Passt also als Ersatz, ist demnach richtig; funktioniert stattdessen später, ist danach die richtige Wahl.
Steht nach danach ein Komma?
Nein. Als Adverb nimmt danach die Anfangsstellung im Satz ein, worauf unmittelbar das konjugierte Verb kommt: „Danach wurde ausgewertet.“
Kann danach auch laut diesem heißen?
Ja. In Rechts- und Fachtexten verweist danach häufig auf eine zuvor genannte Regel: „Es gilt Paragraf 5. Danach ist der Antrag schriftlich zu stellen.“ Eindeutiger ist in diesem Fall hiernach.
Worum geht es bei „Danach Synonym: Zeitfolge oder Bezug auf etwas“?
„Danach Synonym: Zeitfolge oder Bezug auf etwas“ fasst den vollständigen Zusammenhang zum Thema zusammen.