Definitionen und passende Synonyme verstehen
Definitionen Synonym: Bedeutung und Verwendung
Eine Definition bestimmt einen Begriff durch wesentliche Merkmale. Ob ein anderer Ausdruck als Synonym passt, richtet sich danach, ob beide für denselben Begriff stehen.
Was bedeutet Definitionen Synonym?
Für „Definition“ sind als belegte Umschreibungen vor allem „Bestimmung eines Begriffs“, „genaue Bestimmung eines Begriffs“ und „Angabe wesentlicher Merkmale eines Begriffs“ greifbar. Sie bezeichnen die Erklärung eines Begriffs nicht als bloße ähnliche Wortform, sondern über die Merkmale, die ihn bestimmen. Für die Frage nach Definitionen ist daher entscheidend, ob der gewählte Ausdruck denselben Begriff im Satz meint.
- Bestimmung eines Begriffs passt als Umschreibung, wenn ein Begriff festgelegt oder erläutert wird.
- genaue Bestimmung eines Begriffs benennt dieselbe Aufgabe mit der Hervorhebung der Genauigkeit.
- Angabe wesentlicher Merkmale eines Begriffs passt, wenn gerade diese Merkmale im Mittelpunkt stehen.
Diese Formulierungen sind keine Aufforderung, ähnlich klingende Wörter beliebig auszutauschen. Von Synonymen ist nur dann die Rede, wenn Wörter für denselben Begriff stehen. Bedeutung kann dabei den Begriffsinhalt, die Menge der bezeichneten Gegenstände oder beides meinen. Zwei Ausdrücke können deshalb in einem Punkt übereinstimmen und in einem anderen voneinander abweichen. Vollständige Übereinstimmung von Inhalt und Umfang ist selten.
Für den eigenen Satz kann der Begriff zuerst benannt und anschließend die Umschreibung eingesetzt werden. Danach lässt sich prüfen, ob derselbe Inhalt und derselbe Bezug erhalten bleiben oder ob sich die Aussage verschiebt. Beim Thema Rechtschreibung geht es um die Form eines gewählten Wortes; die Suche nach einem Ersatz betrifft dagegen den gemeinten Begriff. Bleibt der Bezug unklar, kann der vorhandene Ausdruck stehen bleiben.

Bedeutung und Kontext unterscheiden
Die Quelle unterscheidet zwischen zwei Betrachtungsweisen der Bedeutung. Diese Punkte sind Alternativen der Einordnung und keine gemeinsamen Pflichtmerkmale jedes Synonympaares.
- Inhaltliche Gleichheit oder Ähnlichkeit: Zwei Ausdrücke können dieselbe Idee oder denselben Begriffsinhalt nahelegen. Der Vergleich richtet sich dann auf das, was mit dem Begriff gemeint ist.
- Umfangsgleichheit oder Umfangsähnlichkeit: Zwei Ausdrücke können auf dieselbe Menge von Gegenständen oder denselben bezeichneten Gegenstand verweisen. Der Vergleich richtet sich dann darauf, worauf die Wörter angewendet werden können.
Aus inhaltlicher Gleichheit folgt nach der Quelle auch Gleichheit des Umfangs. Umgekehrt folgt aus gleichem Umfang jedoch nicht zwingend gleicher Begriffsinhalt. Deshalb können zwei Ausdrücke auf dasselbe verweisen und trotzdem unterschiedliche Vorstellungen oder Zugänge zu diesem Gegenstand vermitteln.
Ein neutrales Beispiel macht den Zusammenhang sichtbar: In einem Satz über ein Nachschlagewerk kann „Definition“ die genaue Bestimmung eines Begriffes bezeichnen. In einem Satz über zwei Ausdrücke muss dagegen geprüft werden, ob beide für denselben Begriff stehen. Der erste Satz zielt auf die Merkmalsangabe, der zweite auf das Verhältnis der Ausdrücke.
Die Aussageabsicht verbindet Bedeutung und Kontext. Wer einen Begriff präzise festlegen will, braucht die wesentlichen Merkmale. Wer einen Ausdruck ersetzen will, muss die beabsichtigte Referenz und den gemeinten Inhalt vergleichen. Für sprachliche Entscheidungen können zusätzlich die Rechtschreibregeln, die Groß- und Kleinschreibung sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung geprüft werden. Diese Prüfungen betreffen die Form des Textes, nicht automatisch die begriffliche Gleichheit.
Drei Beispiele für die Verwendung
Die folgenden Sätze sind eigenständige Beispiele für verschiedene Kontexte.
- Nachschlagekontext: „Die Definition des Fachbegriffs nennt die Merkmale, die für den gemeinten Begriff wichtig sind.“ Der Satz richtet den Blick auf die begriffliche Bestimmung.
- Schreibkontext: „Für den Absatz prüft die Autorin, ob ‚Begriffsbestimmung‘ im Satz dieselbe Bedeutung wie ‚Definition‘ trägt.“ Hier wird ein möglicher Ersatz im konkreten Satz verglichen.
- Erklärungskontext: „Die Erläuterung ergänzt den Abschnitt, ersetzt die Definition aber nicht ohne weiteren Bedeutungsvergleich.“ Das Beispiel trennt eine Erklärung von einer begrifflichen Bestimmung.
- Vergleichskontext: „Die beiden Ausdrücke können denselben Gegenstand meinen und dennoch unterschiedliche Merkmale hervorheben.“ Der Satz lässt offen, ob Inhalt und Umfang wirklich übereinstimmen.
Für ein eigenes Beispiel kann zunächst der gemeinte Begriff benannt werden. Danach lässt sich ein Kandidat einsetzen und mit dem Ausgangswort vergleichen. Die Frage lautet nicht nur, ob beide Wörter ähnlich erscheinen, sondern ob sie im Satz dieselbe Bedeutung tragen. Falls sich der Inhalt oder der bezeichnete Umfang verändert, bleibt das Ersatzwort im Beispiel ungeeignet.
Die Themenwörter Kommasetzung und Zeichensetzung stehen hier getrennt neben dem Bedeutungsvergleich. Ebenso erscheinen Rechtschreibreform und Rechtschreibprogramme in diesem Abschnitt nur als Begriffe, nicht als Begründung für die Gleichheit zweier Ausdrücke. Für die Beispiele entscheidend ist allein die Frage, ob die gewählten Wörter im jeweiligen Satz für denselben Begriff stehen.
Grenzen der Synonymie
Ähnliche Wörter dürfen nicht pauschal gleichgesetzt werden. Die Quelle beschreibt Synonymie als Bedeutungsgleichheit oder Bedeutungsähnlichkeit. Diese Beziehung kann sich auf den Begriffsinhalt, den Umfang oder beide beziehen. Daraus folgt eine notwendige Abgrenzung: Gleicher Bezug allein beweist nicht, dass zwei Wörter denselben Begriffsinhalt haben.
Die Quelle nennt als besondere Kombination den Fall, dass zwei Ausdrücke denselben Gegenstand bezeichnen, ihn aber über unterschiedliche Begriffsmerkmale erfassen. Ein eigenes neutrales Beispiel ist ein Stadtname und eine Beschreibung dieses Ortes: Beide können auf dasselbe Ziel verweisen, ohne dieselbe inhaltliche Perspektive zu haben. Dieses Beispiel soll nur die Unterscheidung verdeutlichen und keine zusätzliche Fachbedeutung festlegen.
Auch vollständige Identität ist von bloßer Bedeutungsähnlichkeit zu unterscheiden. Die Quelle bezeichnet den Fall intensionaler und extensionaler Identität als selten. Eine Prüfung darf deshalb nicht aus der bloßen Austauschbarkeit in einem einzelnen Satz auf vollständige Gleichheit schließen.
Beim Thema wissenschaftliches Schreiben sollte die gewählte Formulierung deshalb an der Aussageabsicht des eigenen Satzes geprüft werden. Für Abkürzungen richtig schreiben gelten Fragen der Schreibweise; sie beantworten nicht automatisch die Frage nach Synonymie. Ebenso behandelt Wortbedeutungen und Abkürzungen unterschiedliche Nachschlagefragen, die nicht ohne Prüfung gleichgesetzt werden dürfen.
Weitere sprachliche Fragen bleiben davon getrennt: Der Artikel der, die und das betrifft die Form des Nomens, die Pluralbildung betrifft seine Mehrzahlform, und Synonyme bezeichnet die gesuchte Beziehung zwischen Ausdrücken. Keine dieser Bezeichnungen sollte ohne konkreten Vergleich als Beleg für vollständige Bedeutungsgleichheit verwendet werden.

Kurzer Check für den eigenen Satz
Prüfe die passende Verwendung in einer festen Reihenfolge:
- Bestimme die Kernbedeutung: Geht es um die genaue Bestimmung eines Begriffes durch wesentliche Merkmale?
- Bestimme den Kontext und die Aussageabsicht: Soll ein Begriff festgelegt, ein Ausdruck ersetzt oder der Bezug zweier Wörter verglichen werden?
- Vergleiche Inhalt und Umfang getrennt. Prüfe, ob beide Ausdrücke für denselben Begriff stehen oder nur auf denselben Gegenstand verweisen.
- Suche nach einer möglichen Verwechslung. Ähnlichkeit, Referenzgleichheit und vollständige Bedeutungsgleichheit sind nicht automatisch dasselbe.
- Prüfe die Quelle und den konkreten Satzkontext. Verwende eine Definition nicht als Beleg für eine Synonymbeziehung, wenn der Satz lediglich Merkmale eines Begriffes angibt.
Für die abschließende Textkontrolle können Textformen unterschieden werden: Eine Definition bestimmt einen Begriff, ein Vergleich stellt Ausdrücke gegenüber. Die passende Synonyme Prüfung fragt danach, ob dieselbe begriffliche Referenz vorliegt. Erst danach folgen Formfragen wie Schreibweise, Artikel, Plural und Zeichensetzung.
Wenn die Quellenlage für eine konkrete Gleichsetzung nicht ausreicht, prüfe den Ausdruck in einem geeigneten Wörterbuch und im vollständigen Satz. Behaupte keine Gleichheit, solange Inhalt und Umfang nicht nachvollziehbar übereinstimmen.
Quellen und Stand
- Definition, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Synonym, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)