d.h. Bedeutung: Definition und richtige Schreibweise
Schreibweise, Komma und Verwendung der Abkürzung das heißt
Die d.h. Bedeutung ist schnell genannt: d. h. steht für das heißt und leitet eine Erklärung ein. Interessant ist nicht die Bedeutung, sondern die Form. Zwischen den beiden Buchstaben gehört ein schmales Leerzeichen, davor steht in aller Regel ein Komma, und in wissenschaftlichen Arbeiten ist die Abkürzung im Fließtext oft gar nicht erwünscht. Drei Regeln, die in Korrekturen regelmäßig angestrichen werden.
d.h. Bedeutung: Kurze Definition
d. h. ist die Abkürzung für das heißt. Sie kündigt eine Erläuterung an: Was folgt, sagt dasselbe noch einmal genauer oder verständlicher.
Damit ist sie eine Umschreibung und keine Aufzählung. Was nach d. h. steht, muss den vorangehenden Ausdruck erklären und darf ihn nicht bloß ergänzen.
Herkunft und Wortgeschichte im Detail
Die Abkürzung ist eine rein deutsche Bildung aus den Anfangsbuchstaben von das und heißt. Sie ist seit dem 18. Jahrhundert in Drucken belegt und gehört zu den ältesten Abkürzungen im deutschen Sachtext.
Das lateinische Gegenstück ist id est, abgekürzt i. e. Es wird im Englischen häufig verwendet, im Deutschen dagegen selten und wirkt dort gespreizt.
Verwandt sind e. g. für exempli gratia, also zum Beispiel, und das deutsche z. B. Die Verwechslung von i. e. und e. g. gehört zu den häufigsten Fehlern in englischsprachigen Arbeiten.

Beispielsätze und Verwendung von d.h.
Mit Komma: Die Frist läuft am Monatsende ab, d. h. am 31. März. Der Nachsatz erklärt, was mit Monatsende gemeint ist.
Vor einem Nebensatz: Die Prüfung ist bestanden, d. h., alle Teilleistungen liegen vor. Hier steht ein zweites Komma nach der Abkürzung, weil ein vollständiger Satz folgt.
Ausgeschrieben: Die Frist läuft am Monatsende ab, das heißt am 31. März. In Fließtexten wissenschaftlicher Arbeiten ist diese Form die geläufigere.
Synonyme und passende Alternativen
Für die Erläuterung stehen das heißt, also und mit anderen Worten bereit. Also ist am kürzesten, mit anderen Worten am deutlichsten.
Für die Präzisierung passen genauer gesagt und und zwar. Sie kündigen an, dass etwas Vorheriges enger gefasst wird.
Für die Alternative eignet sich beziehungsweise. Achtung: bzw. ist kein Ersatz für d. h., weil es zwei Möglichkeiten nebeneinanderstellt statt eine zu erklären.
Richtige Verwendung und häufige Verwechslungen
Die erste Regel betrifft die Schreibweise. Nach dem Duden steht zwischen den Bestandteilen ein Leerzeichen: d. h. Im Satz wird dafür ein geschütztes schmales Leerzeichen empfohlen, damit die Abkürzung nicht über den Zeilenumbruch zerrissen wird. Die Form dh ohne Punkte ist falsch.
Die zweite Regel betrifft das Komma davor. Vor d. h. steht ein Komma, weil es einen Zusatz einleitet. Folgt ein vollständiger Satz, steht zusätzlich ein Komma dahinter, weil dann ein Nebensatz beginnt.
Die dritte Regel betrifft den Satzanfang. Am Beginn eines Satzes wird die Abkürzung großgeschrieben: D. h. Besser ist es, den Satz umzustellen oder auszuschreiben, weil die Großschreibung ungewohnt wirkt.
Eine häufige Verwechslung betrifft d. h. und z. B. Das heißt erklärt den ganzen vorherigen Ausdruck, zum Beispiel nennt nur einen Fall von mehreren. Wer d. h. schreibt und dann ein Beispiel bringt, engt die Aussage unbeabsichtigt ein.
In wissenschaftlichen Arbeiten gilt außerdem eine Faustregel: Abkürzungen gehören in Klammern, Tabellen und Fußnoten, nicht in den laufenden Text. Viele Leitfäden verlangen dort die ausgeschriebene Form, und die Prüfungsordnung des Fachbereichs geht jeder allgemeinen Empfehlung vor.

Abkürzungen in Abschlussarbeiten
Für den Umgang mit Abkürzungen gibt es drei feste Punkte. Erstens: Allgemein bekannte Abkürzungen wie usw. oder z. B. müssen nicht eingeführt werden. Zweitens: Fachabkürzungen werden bei der ersten Nennung ausgeschrieben, gefolgt von der Kurzform in Klammern. Drittens: Ein Abkürzungsverzeichnis ersetzt diese Einführung nicht, sondern ergänzt sie.
Nicht in ein Abkürzungsverzeichnis gehören die allgemein üblichen Kürzel. Wer dort d. h., usw. und ca. aufführt, bläht das Verzeichnis auf und zeigt, dass die Regel nicht bekannt ist.
Für die Einheitlichkeit lohnt eine Suchfunktion am Ende: Kommt eine Abkürzung mal mit und mal ohne Leerzeichen vor, fällt das jedem Korrektorat sofort auf und kostet unnötig Punkte in der formalen Bewertung.
Fazit: d.h. Bedeutung auf den Punkt gebracht
d. h. steht für das heißt und leitet eine Erklärung ein. Geschrieben wird es mit Punkten und einem schmalen Leerzeichen, davor steht ein Komma, und bei einem folgenden vollständigen Satz auch dahinter.
Zwei Dinge sind wichtig: d. h. erklärt, z. B. gibt ein Beispiel, und in Fließtexten wissenschaftlicher Arbeiten ist die ausgeschriebene Form die sichere Wahl.
Die Einordnung „d.h. Bedeutung: Definition und richtige Schreibweise“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.