Gendern Profi: Geschlechtergerechte Formulierung
So formulieren Sie geschlechtergerecht
Die Personenbezeichnung Profi ist bereits geschlechtsneutral und benötigt beim gendern Profi grundsätzlich keine spezielle Anpassung, da die Form für alle Geschlechter gleich bleibt. Sowohl männliche als auch weibliche Fachpersonen werden mit dem gleichen Wort bezeichnet: der Profi, die Profi. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, wenn Sie in wissenschaftlichen oder formalen Texten explizit geschlechtergerechte Schreibweisen nutzen und sichtbar machen möchten, dass alle Geschlechter gemeint sind: Doppelnennung, Gendersternchen, Genderdoppelpunkt oder Alternativen wie Fachperson. Dieser Ratgeber erklärt sachlich und praxisorientiert die gängigsten Formulierungen.
Kurze Antwort: Ist gendern Profi nötig?
Das Wort Profi ist bereits eine vollständig geschlechtsneutrale Bezeichnung, die unabhängig vom biologischen Geschlecht der Person sowohl für männliche als auch für weibliche und diverse Fachpersonen verwendet wird und akzeptiert ist. Dies bedeutet, dass beim gendern Profi oft keine spezielle oder zusätzliche Anpassung erforderlich ist, da die Wortform in allen Fällen und Kontexten gleich bleibt: der Profi, die Profi. Dennoch gibt es verschiedene Konventionen und stilistische Formulierungsalternativen, die in wissenschaftlichen Arbeiten, Hochschultexten oder formal gehobenen Dokumenten sinnvoll und empfohlen sein können, um eine inklusivere und bewusst geschlechtergerechte Sprache zu nutzen und zu vermitteln.

Genderformen im Überblick
- Gendersternchen: Profi*
- Genderdoppelpunkt: Profi:
- Genderunterstrich: Profi_
- Binnen-I: ProfI
- Geschlechtsneutral: der/die Profi
- Alternative: die Fachperson, die Professionelle
Geschlechtsneutrale Alternativen
Wenn Sie eine ausdrücklich geschlechtsneutrale Formulierung wünschen und bevorzugen, bieten sich mehrere sprachliche Alternativen und Varianten an: Fachperson, Professionelle oder auch Expert*in. Diese Begriffe und Personenbezeichnungen betonen die fachliche Kompetenz und berufliche Expertise, ohne eine geschlechtliche Zuordnung oder explizite Differenzierung vorzunehmen. In wissenschaftlichen Arbeiten, Abschlussarbeiten und Hochschultexten wird die Variante Fachperson häufig bevorzugt und von Lektoren empfohlen, da sie durchgehend inklusiv und neutral wirkt, alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten erfasst und dabei keine typographischen Symbole oder Sonderzeichen benötigt. Dies macht sie zu einer praktischen und gut verständlichen Wahl für formale und offizielle Texte.
Beispiel im akademischen Kontext
Ein anschauliches und praktisches Beispiel aus dem akademischen Kontext verdeutlicht die unterschiedlichen Möglichkeiten: Originaltext: Ein Profi in der Softwareentwicklung vermittelt den Studierenden und Teilnehmern wichtige Tipps und Tricks für die tägliche Arbeit. Geschlechtergerecht mit Fachperson: Eine Fachperson in der Softwareentwicklung vermittelt den Studierenden und Teilnehmern wichtige Tipps und Tricks für die Praxis. Alternative mit Gendersternchen: Ein Profi* in der Softwareentwicklung vermittelt den Studierenden und Teilnehmern wichtige Tipps und Tricks. Alle Varianten sind sachlich und verständlich. Beide Ansätze erfüllen die Anforderung der Geschlechtergerechtigkeitsprinzipien im akademischen und beruflichen Schreiben. Für weitere Informationen und detaillierte Richtlinien zur praktischen Umsetzung lesen Sie unseren Ratgeber zu Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.

Häufige Fehler und Empfehlungen
Ein verbreiteter Fehler beim wissenschaftlichen Schreiben ist die unnötige Dopplung oder Variation in Formulierungen: "Proffin" (falsch) oder ständig wechselnde Schreibweisen innerhalb eines Textes. Beim gendern Profi ist es entscheidend, konsistent zu bleiben und die gewählte Schreibweise auf alle Stellen und Vorkommen anzuwenden. Dies ist besonders wichtig für die Lesbarkeit, Verständlichkeit und Professionalität Ihres gesamten Textes. Für wissenschaftliche Arbeiten und Abschlussarbeiten empfehlen wir dringend, sich an die Stilrichtlinien und offiziellen Leitfäden der eigenen Universität oder des gewählten Verlags zu halten. Ein professionelles und erfahrenes Lektorat überprüft nicht nur Ihre orthographische Konsistenz, sondern auch die korrekte Anwendung von geschlechtergerechten Formulierungen und Schreibkonventionen.
Fazit: Profi geschlechtergerecht nutzen
Das Wort Profi benötigt beim geschlechtergerechten Schreiben oft keine explizite oder zusätzliche Anpassung, da es bereits vollständig geschlechtsneutral und inklusiv ist. Wenn Sie trotzdem bewusst und sichtbar machen möchten, dass alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten gemeint sind, setzen Sie auf semantische Alternativen wie Fachperson oder Professionelle, oder nutzen Sie grafische Symbole wie das Gendersternchen und den Genderdoppelpunkt. Die richtige Wahl hängt letztendlich vom spezifischen Kontext, dem Texttyp, der Zielgruppe und den verbindlichen Vorgaben Ihres Projektes, Ihrer Universität oder Ihrer Institution ab. Entscheidend ist eine konsistente und sachliche Anwendung der gewählten Schreibweise.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Neuling gendern, Einsteiger gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.