Gendern Polizist: Alle Schreibweisen und Alternativen im Überblick
Weibliche Form, Pluralformen und geschlechtsneutrale Alternativen
Der Begriff Gendern Polizist beschreibt die sprachliche Angleichung der Berufsbezeichnung, um Frauen und Männer gleichermaßen sichtbar zu machen, etwa durch die Doppelnennung Polizistinnen und Polizisten oder verkürzte Formen wie Polizist*innen, Polizist:innen und Polizist_innen. Für wissenschaftliche Arbeiten kommen außerdem geschlechtsneutrale Alternativen wie Polizeikräfte infrage, sofern die Hochschule keine feste Vorgabe macht. Ausgeschriebene Paarformen wie Polizeibeamtin und Polizeibeamter bleiben ebenfalls möglich. Dieser Ratgeber erklärt die korrekten weiblichen und männlichen Formen samt Endungen, stellt die gängigen Genderzeichen für dieses Wort vor und verdeutlicht typische Fehler, die in Hausarbeiten, Abschlussarbeiten und Berichten beim Gendern von Polizist vermieden werden sollten.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Ob „Polizist“ im generischen Maskulinum, mit Doppelpunkt oder in neutraler Form steht: ab Seite 2 stehen vier fertige Hinweise zum Einsetzen, dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Passt für Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit.
Kurz erklärt: Gendern Polizist
Gendern Polizist bedeutet, die Berufsbezeichnung so anzupassen, dass die weibliche und die männliche Form sichtbar werden oder eine neutrale Wendung gewählt wird. Die richtige weibliche Form lautet Polizistin; im Plural stehen Polizistinnen für Frauen und Polizisten für Männer. Wer beide Geschlechter gemeinsam anspricht, kann die vollständige Doppelnennung Polizistinnen und Polizisten nutzen oder auf kürzere Schreibweisen wie Polizist*innen, Polizist:innen oder Polizist_innen ausweichen. In behördlichen Texten und im Alltag ist die Doppelnennung meist üblich, während Sonderzeichen vor allem an Hochschulen, in Verwaltungen und in bestimmten Medien auftreten. Die passende Wahl richtet sich nach dem Textumfeld, den institutionellen Vorgaben und dem eigenen Stil.

Alle Genderformen von Polizist im Überblick
Für die Berufsbezeichnung Polizist gibt es mehrere anerkannte Schreibweisen, die sich vor allem darin unterscheiden, wie sichtbar beide Formen im Wort erscheinen:
- Doppelnennung (Beidnennung): Polizistinnen und Polizisten
- Gendersternchen: Polizist*innen
- Doppelpunkt: Polizist:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Polizist_innen
- Binnen-I: PolizistInnen
Die Doppelnennung gilt als besonders klar lesbar. Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder der weiblichen noch der männlichen Form zuordnen, werden aber vom aktuellen amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung nicht als Standard geführt. Das Binnen-I ist eine ältere verkürzte Variante und wird heute nach gängiger Darstellung seltener verwendet als Sternchen oder Doppelpunkt. Wie das Binnen-I überhaupt in den deutschen Sprachgebrauch kam, zeigt ein Beitrag zum Ursprung des Genderns in Deutschland.
Geschlechtsneutrale Alternative für Polizist
Polizeikraft ist eine geschlechtsneutrale Personenbezeichnung im Singular; im Plural lautet sie Polizeikräfte. Sie kann verwendet werden, wenn das Geschlecht einer Person nicht genannt werden soll. Auch Umschreibungen wie Person im Polizeidienst oder der Verweis auf die Institution, etwa in einem Satz wie „Die Polizei teilte mit …“, können Wiederholungen vermeiden. Kein Sonderzeichen ist dafür erforderlich. Die Formen Polizistin und Polizist sowie verkürzte Schreibweisen bleiben weitere Möglichkeiten, sind für eine konkrete Einzelperson jedoch meist nicht zwingend nötig.
Beispielsatz: Polizist im Studienkontext
Im wissenschaftlichen Schreiben wird deutlich, wie die verschiedenen Varianten in einem konkreten Satz wirken. Bei der Doppelnennung: Die befragten Polizistinnen und Polizisten gaben an, dass Fortbildungen selten stattfinden. Mit Gendersternchen: Die befragten Polizist*innen gaben an, dass Fortbildungen selten stattfinden. Mit geschlechtsneutraler Umschreibung: Die befragten Polizeikräfte gaben an, dass Fortbildungen selten stattfinden. Alle drei Sätze vermitteln dieselbe Kernaussage über selten stattfindende Fortbildungen, unterscheiden sich jedoch im angesprochenen Personenkreis: Die Doppelnennung nennt die weibliche und die männliche Form, das Gendersternchen soll zusätzlich weitere Geschlechtsidentitäten einbeziehen, und die neutrale Umschreibung nennt kein Geschlecht. Für eine Abschlussarbeit empfiehlt es sich, eine Variante nur für selbst formulierte Textteile festzulegen und sie dort im gesamten Dokument konsequent beizubehalten, auch in Tabellen und Abbildungsbeschriftungen. Zitierte Titel und Namen im Literaturverzeichnis werden unverändert übernommen.

Häufige Fehler beim Gendern von Polizist
Ein häufiger Fehler ist das Mischen mehrerer Genderzeichen innerhalb eines Textes, etwa wenn an einer Stelle Polizist*innen und wenige Absätze später Polizist:innen oder die reine männliche Form steht. Ebenso unsauber ist es, die weibliche Form falsch zu bilden, etwa „Polizisti“ ohne das notwendige n am Wortende oder durch eine falsche Pluralbildung. Auch das Weglassen der weiblichen Form ganz, obwohl im untersuchten Sample Frauen und Männer vertreten sind, wirkt ungenau. Da das amtliche Regelwerk Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard führt, sollten Studierende vor dem Schreiben die Vorgaben ihrer Prüfungsordnung, ihres Fachbereichs oder ihrer betreuenden Person prüfen. Gibt es keine festen Regeln, empfiehlt sich eine konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Umschreibung für alle selbst formulierten Textteile von der Einleitung bis zu Tabellen und Abbildungsbeschriftungen; zitierte Titel und Namen im Literaturverzeichnis bleiben unverändert.
Fazit: Gendern von Polizist
Beim Gendern von Polizist gibt es keine einzige richtige Lösung, sondern mehrere anerkannte Möglichkeiten: die ausgeschriebene Doppelnennung Polizistinnen und Polizisten, verkürzte Formen wie Polizist*innen, Polizist:innen, Polizist_innen oder PolizistInnen sowie neutrale Umschreibungen wie Polizeikraft oder Polizeikräfte. Entscheidend ist weniger die einzelne Schreibweise als ihre konsequente Anwendung im gesamten Text und die Orientierung an den Vorgaben der jeweiligen Hochschule, Redaktion oder Institution. Wer unsicher ist, welche Variante geeignet ist, sollte vor der Abgabe prüfen, ob die weibliche und die männliche Form korrekt gebildet sind (Polizistin, nicht Polizistian oder ähnliche Fehlformen) und ob die gewählte Schreibweise durchgehend beibehalten wurde. So entsteht ein einheitlicher, professioneller Gesamteindruck der Arbeit.
Ergänzende Einträge im Gender-Wörterbuch finden sich unter Kommissar gendern, Soldat gendern sowie im umfassenden Gender-Wörterbuch A bis Z.