Gendern Produzent: geschlechtergerechte Formen
Doppelnennung, Sonderzeichen und neutrale Alternativen im Überblick
Beim Gendern Produzent lässt sich die männliche Berufsbezeichnung auf mehreren anerkannten Wegen geschlechtergerecht formulieren: durch die Doppelnennung von Produzentin und Produzent, durch verkürzte Schreibweisen wie Produzent*innen, Produzent:innen oder Produzent_innen sowie durch die neutrale Form Produzierende. Diese Seite erklärt die korrekten weiblichen und männlichen Formen, alle gängigen Kurzvarianten mit Sonderzeichen und zeigt außerdem, welche Variante sich besonders für wissenschaftliche Arbeiten eignet, in denen häufig einheitliche Vorgaben der jeweiligen Hochschule zu beachten sind.
Gendern Produzent: kurze Antwort
Die maskuline Form Produzent lässt sich auf mehrere Weisen geschlechtergerecht formulieren. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung Produzentin und Produzent beziehungsweise im Plural Produzentinnen und Produzenten. Wer Platz sparen möchte, greift zu verkürzten Schreibweisen mit Sonderzeichen, etwa Produzent*innen oder Produzent:innen. Beim gendern Produzent empfiehlt es sich, innerhalb eines Textes durchgehend dieselbe Form zu verwenden, damit der Text einheitlich und gut lesbar bleibt. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab: In amtlichen oder journalistischen Texten ist häufig die Doppelnennung üblich, in wissenschaftlichen Arbeiten geben oft die jeweiligen Hochschulen konkrete Vorgaben vor.

Alle Genderformen im Überblick
Für die Personenbezeichnung Produzent existieren mehrere anerkannte Genderformen, die sich in Lesbarkeit und Verbreitung unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Varianten für Singular und Plural:
- Doppelnennung: Produzentin und Produzent, Plural Produzentinnen und Produzenten
- Gendersternchen: Produzent*in, Plural Produzent*innen
- Doppelpunkt: Produzent:in, Plural Produzent:innen
- Unterstrich (Gendergap): Produzent_in, Plural Produzent_innen
- Binnen-I: ProduzentIn, Plural ProduzentInnen
Genderstern, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I gelten als verkürzte Schreibweisen, weil sie weibliche und männliche Form in einem Wort zusammenfassen. Sie sind im allgemeinen Sprachgebrauch verbreitet, gehören aber nicht zum amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung. Für Fließtexte in Studienarbeiten empfiehlt es sich deshalb, vorab zu prüfen, welche dieser Formen von der jeweiligen Hochschule akzeptiert oder ausdrücklich gefordert wird.
Geschlechtsneutrale Alternative
Für Produzent gibt es, anders als bei manchen anderen Berufsbezeichnungen, eine brauchbare geschlechtsneutrale Form: das substantivierte Partizip Produzierende (Singular: die produzierende Person). Es funktioniert nach demselben Muster wie Studierende oder Lehrende und benennt die Tätigkeit, ohne das Geschlecht festzulegen, etwa in die Produzierenden des Films. In der Filmbranche und im Alltag ist Produzent beziehungsweise Produzentin allerdings weiterhin der übliche Begriff, sodass sich Produzierende vor allem für allgemeine, zusammenfassende Aussagen eignet, etwa in Studien oder offiziellen Texten. Wo eine konkrete Einzelperson benannt werden soll, ist meist die Doppelnennung oder die Kurzform mit Genderzeichen die klarere Wahl.
Beispielsatz im Unikontext
In einer Abschlussarbeit zum Thema Filmwirtschaft könnte ein Satz mit Doppelnennung lauten: Die befragten Produzentinnen und Produzenten gaben an, dass Finanzierungsfragen den größten Einfluss auf die Projektauswahl haben. Mit Gendersternchen ließe sich derselbe Sachverhalt so formulieren: Die befragten Produzent*innen gaben an, dass Finanzierungsfragen den größten Einfluss auf die Projektauswahl haben. Wer die neutrale Variante bevorzugt, kann schreiben: Die befragten Produzierenden gaben an, dass Finanzierungsfragen den größten Einfluss auf die Projektauswahl haben. Wichtig ist, die einmal gewählte Form über die gesamte Arbeit hinweg konsequent beizubehalten, damit die Bezeichnung im gesamten Dokument einheitlich bleibt und nicht zwischen den Varianten gewechselt wird.

Häufige Fehler und Empfehlung
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb eines Dokuments, etwa Produzent*innen im Fließtext und Produzenten und Produzentinnen in der Zusammenfassung. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form ganz zu vergessen und ausschließlich die maskuline Form Produzent für gemischte Gruppen zu verwenden. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen solche Formen aber ausdrücklich in Abschlussarbeiten. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich daher zunächst ein Blick in die Vorgaben der eigenen Hochschule, ersatzweise eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung. Mehr dazu im Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit
Für die Personenbezeichnung Produzent stehen mehrere korrekte Wege offen: die klassische Doppelnennung Produzentin und Produzent, verkürzte Schreibweisen wie Produzent*innen, Produzent:innen, Produzent_innen oder ProduzentInnen sowie die neutrale Form Produzierende. Welche Variante die richtige ist, hängt vom Textkontext und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule ab. Wer beim gendern Produzent auf Nummer sicher gehen möchte, wählt eine dieser Formen aus und wendet sie über den gesamten Text hinweg konsequent an, ohne zwischen den Varianten zu wechseln. Bei Unsicherheit bezüglich der passenden Schreibweise oder der einheitlichen Anwendung im gesamten Dokument unterstützt ein professionelles Korrekturlesen dabei, die Genderform durchgängig korrekt umzusetzen.
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