Gendern Läufer: Formen im Überblick
Doppelnennung, Sonderzeichen und neutrale Alternativen im Vergleich
Die Personenbezeichnung Läufer lässt sich auf mehrere korrekte Arten gendern: durch Doppelnennung, durch Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt oder durch eine neutrale Umschreibung. Wer nach gendern Läufer sucht, möchte meist wissen, wie sich Studien, Vereinsberichte oder wissenschaftliche Arbeiten so formulieren lassen, dass Läuferinnen und Läufer gleichermaßen angesprochen werden, ohne dass eine Form benachteiligt wird. Dieser Ratgeber stellt die gängigen Schreibweisen vor, zeigt eine neutrale Alternative und gibt eine Empfehlung für den wissenschaftlichen Kontext.
Gendern Läufer: die korrekte Form
Die maskuline Form Läufer bezeichnet ursprünglich nur männliche Personen, wird im Alltag jedoch häufig auch für gemischte Gruppen verwendet (generisches Maskulinum). Wer gendern Läufer möchte, kann zwischen mehreren korrekten Varianten wählen: der ausgeschriebenen Doppelnennung Läuferinnen und Läufer, verkürzten Schreibweisen mit Sonderzeichen wie Läufer*innen oder Läufer:innen, oder einer geschlechtsneutralen Umschreibung wie Laufende. Welche Form passend ist, hängt vom Kontext ab: In Fließtexten von Studien, Vereinsordnungen oder wissenschaftlichen Arbeiten eignet sich meist die Doppelnennung, in Tabellen, Formularen oder knappen Überschriften eher eine verkürzte Schreibweise. Entscheidend ist, dass die gewählte Form innerhalb eines Dokuments einheitlich verwendet wird und nicht zwischen mehreren Varianten gewechselt wird.

Alle Genderformen im Überblick
Für die Personenbezeichnung Läufer gibt es mehrere anerkannte Schreibweisen, die je nach Textsorte und Vorgabe der Hochschule oder Redaktion zum Einsatz kommen:
- Doppelnennung: Läuferinnen und Läufer
- Gendersternchen: Läufer*innen
- Doppelpunkt: Läufer:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Läufer_innen
- Binnen-I: LäuferInnen
Alle verkürzten Varianten integrieren die weibliche Form direkt in die maskuline Form und sollen zugleich signalisieren, dass weitere Geschlechtsidentitäten jenseits von männlich und weiblich mitgemeint sein können. Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich werden dabei am häufigsten verwendet, während das Binnen-I heute seltener vorkommt. Beim Sprechen wird an der Stelle des Sonderzeichens meist eine kurze Pause, der sogenannte Glottisschlag, eingefügt.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Läufer
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Läufer ist die substantivierte Partizipform Laufende (analog zu Studierende oder Mitarbeitende), zum Beispiel: „Alle Laufenden erhalten am Ziel eine Medaille.” Diese Form ist im Plural gut nutzbar, bezeichnet grammatisch aber genau genommen eine Person, die gerade läuft, und nicht zwingend jemanden, der regelmäßig oder sportlich läuft, wie es Läufer oft meint. Im Kontext von Wettkämpfen oder Veranstaltungen wird deshalb häufig auch der Sammelbegriff Teilnehmende verwendet, wenn die Aktivität aus dem Zusammenhang klar hervorgeht. Eine wirklich deckungsgleiche, neutrale Einzelbezeichnung für „sportlich laufende Person” existiert im Deutschen nicht; wer ganz genau bleiben möchte, formuliert um, etwa als „Person, die läuft” oder „läuferisch aktive Person”.
Beispiel aus der wissenschaftlichen Arbeit
In einer empirischen Arbeit könnte ein Satz mit Doppelnennung so aussehen: „An der Studie nahmen 42 Läuferinnen und Läufer im Alter zwischen 20 und 45 Jahren teil.” Wählt die Fachrichtung stattdessen eine verkürzte Schreibweise, liest sich der gleiche Satz zum Beispiel als: „An der Studie nahmen 42 Läufer*innen teil.” Wer eine neutrale Formulierung bevorzugt, kann schreiben: „An der Studie nahmen 42 Laufende im Alter zwischen 20 und 45 Jahren teil.” Alle drei Varianten sind sprachlich korrekt; entscheidend für eine wissenschaftliche Arbeit ist, dass die gewählte Form im gesamten Dokument, von der Einleitung bis zum Anhang, konsequent beibehalten wird.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb desselben Textes, etwa wenn ein Kapitel Läufer*innen und ein anderes Läufer:innen oder die reine maskuline Form verwendet. Ebenso unsauber ist es, die weibliche Form nur im Fließtext, in Tabellen oder Abbildungen jedoch ausschließlich maskulin zu benennen. Amtlich verbindlich festgelegt sind Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich derzeit nicht; viele Hochschulen lassen sie aber ausdrücklich zu oder verlangen sie sogar in Abschlussarbeiten. Vor dem Schreiben lohnt sich daher ein Blick in den Leitfaden der eigenen Fakultät. Liegt keine Vorgabe vor, empfiehlt sich entweder die konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung. Ausführliche Regeln dazu liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Thema gendern Läufer
Für die Personenbezeichnung Läufer gibt es keine einzelne „richtige” Lösung, sondern mehrere fachlich korrekte Wege: die klassische Doppelnennung Läuferinnen und Läufer, verkürzte Schreibweisen wie Läufer*innen, Läufer:innen oder Läufer_innen, sowie die neutrale Alternative Laufende. Wer nach gendern Läufer sucht, findet damit einen vollständigen Überblick über alle gängigen Formen. Welche Variante die passende ist, hängt vom Textzweck, von der Zielgruppe und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der Hochschule ab. Wichtiger als die einzelne Form ist die konsequente Anwendung innerhalb eines Dokuments. Wer sich bei der Umsetzung unsicher ist oder eine fertige Arbeit vor der Abgabe noch einmal prüfen lassen möchte, findet Unterstützung beim professionellen Lektorat von korrektur.de.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Schwimmer gendern, Turner gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.