Gendern Makler: alle Formen im Überblick
Geschlechtergerecht formulieren leicht gemacht
Gendern Makler heißt, die Personenbezeichnung Makler so zu formulieren, dass Frauen und Männer gleichermaßen benannt werden, etwa durch die Doppelnennung Maklerinnen und Makler, durch verkürzte Formen wie Makler*innen oder Makler:innen oder durch eine neutrale Umschreibung. Die weibliche Form lautet Maklerin, der Plural Maklerinnen. Für diesen Beruf gibt es keine kurze, etablierte neutrale Einwortform wie Studierende, weshalb sich in Haus, Bachelor und Masterarbeiten meist die konsequente Beidnennung empfiehlt, sofern die Hochschule keine eigene Vorgabe zu Gendersternchen oder Doppelpunkt macht.
Makler gendern: die kurze Antwort
Beim gendern Makler geht es darum, die Berufsbezeichnung so zu formulieren, dass sie nicht nur die männliche, sondern auch die weibliche Form abbildet. Die klassische Lösung ist die Doppelnennung: Maklerinnen und Makler. Daneben haben sich verkürzte Schreibweisen etabliert, etwa mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I. Wer eine neutrale Formulierung bevorzugt, kann auf eine Umschreibung ausweichen, auch wenn es für diesen Beruf keine ebenso kurze und etablierte neutrale Einwortform gibt wie bei Studierende oder Lehrkraft. Welche Variante die richtige ist, hängt vom Kontext ab: In einer wissenschaftlichen Arbeit gelten häufig andere Vorgaben als in einer Zeitungsmeldung oder einem internen Text.

Alle Genderformen von Makler im Überblick
Für das Wort Makler existieren mehrere anerkannte Genderformen, die je nach Textsorte unterschiedlich passend sind und sich in Schreibweise sowie Wirkung unterscheiden:
- Doppelnennung: Maklerinnen und Makler (auch: Makler und Maklerinnen)
- Gendersternchen: Makler*innen
- Doppelpunkt: Makler:innen
- Unterstrich (Gendergap): Makler_innen
- Binnen-I: MaklerInnen
- Weibliche Form: Maklerin (Singular), Maklerinnen (Plural)
Die verkürzten Formen mit Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder als männlich noch als weiblich verstehen. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung führt diese Zeichen derzeit nicht als Standard, weshalb ihre Verwendung von Verlag, Redaktion oder Hochschule abhängt. In Fließtexten wird meist eine einzige Schreibweise für das gesamte Dokument festgelegt, damit Leserinnen und Leser nicht zwischen unterschiedlichen Formen springen müssen und der Text durchgängig verständlich bleibt.
Die neutrale Alternative
Eine wirklich neutrale Einwortform, die ebenso gebräuchlich ist wie Studierende oder Lehrkraft, gibt es für den Beruf Makler kaum. Möglich sind Umschreibungen wie Person, die Immobilien vermittelt, oder der Sammelbegriff Immobilienvermittlung für die Tätigkeit selbst. Solche Konstruktionen sind zwar präzise, wirken im Fließtext aber oft sperrig und eignen sich eher für einzelne Sätze als für einen durchgängigen Sprachgebrauch. In der Praxis wird deshalb häufiger auf die Doppelnennung oder eine verkürzte Genderform zurückgegriffen, wenn Frauen und Männer gleichermaßen benannt werden sollen. Einen Überblick über weitere Ansätze bietet der Beitrag zur gendergerechte Sprache. Wer dennoch neutral bleiben will, sollte abwägen, ob die Umschreibung an der jeweiligen Stelle verständlich und lesbar bleibt.
Beispielsatz im Studien- und Uniformkontext
In einer Abschlussarbeit könnte ein Beispielsatz so aussehen: Die befragten Maklerinnen und Makler gaben an, dass digitale Besichtigungen den Vermittlungsprozess deutlich beschleunigen. Wer die verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Makler*innen gaben an, dass digitale Besichtigungen den Vermittlungsprozess deutlich beschleunigen. Beide Varianten sind inhaltlich identisch, unterscheiden sich aber in der Lesbarkeit und darin, ob das Gendersternchen an der jeweiligen Hochschule akzeptiert wird. Wichtig ist, die gewählte Form im gesamten Dokument konsequent beizubehalten, damit der Text einheitlich wirkt und nicht zwischen Doppelnennung und Kurzform wechselt. Am besten wird die gewählte Schreibweise bereits vor dem ersten Kapitel festgelegt und in einer kurzen Anmerkung begründet, damit Betreuende und Gutachtende die Entscheidung nachvollziehen können.

Häufige Fehler und Empfehlung für die Abschlussarbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Genderformen innerhalb derselben Arbeit, etwa Makler*innen in der Einleitung und Maklerinnen und Makler im Fazit. Ebenso problematisch ist es, die weibliche Form falsch zu bilden oder wegzulassen, obwohl weibliche Befragte oder Akteurinnen gemeint sind. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: zuerst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs zum Gendern von Berufsbezeichnungen prüfen. Ausführliche Regeln und weitere Beispiele liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Gibt es keine feste Vorgabe, empfiehlt sich die konsequente Beidnennung oder eine neutrale Umschreibung, kombiniert mit einem kurzen Hinweis auf die gewählte Form.
Fazit
Wer die Personenbezeichnung Makler geschlechtergerecht formulieren möchte, hat mehrere korrekte Möglichkeiten: die Doppelnennung Maklerinnen und Makler, verkürzte Formen wie Makler*innen, Makler:innen, Makler_innen oder MaklerInnen sowie, wo passend, eine neutrale Umschreibung. Eine einzelne perfekte Lösung gibt es nicht, entscheidend ist die konsequente und nachvollziehbare Anwendung im gesamten Text. Für Haus, Bachelor und Masterarbeiten lohnt sich zuerst der Blick in den Leitfaden der eigenen Hochschule, denn viele Fachbereiche legen die gewünschte Form verbindlich fest. Fehlt eine solche Vorgabe, ist die Kombination aus Beidnennung und einer kurzen Erläuterung der eigenen Wahl die sicherste Variante für einen professionellen, gendergerechten Text.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Vermieter gendern, Mieter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.