Zeichensetzung: Fehlerzahlen in offenen Abschlussarbeiten

Benjamin LohrerFachlich geprüft von Benjamin Lohrer, Lektor bei korrektur.de · Stand: 5. November 2026
mind. 0,47Kommafehler je 1.000 Wörter
mind. 0,042übrige Zeichen­setzung je 1.000 Wörter
70,8 %Trefferquote bei Komma­meldungen

Bereinigte Untergrenze je 1.000 Wörter

Komma
0,47
übrige Zeichen­setzung
0,042

Bereinigte Untergrenze je 1.000 Wörter

Tabelle: Fehlerart, mindestens je 1.000 Wörter, Bereich, Trefferquote (Bereich)
Fehlerartmindestens je 1.000 WörterBereichTrefferquote (Bereich)
Komma­setzung0,470,41 bis 0,5270,8 % (62,2 bis 78,2)
übrige Zeichen­setzung0,0420,037 bis 0,04675,0 % (66,6 bis 81,9)

Häufigste Regelgruppen bei den Meldungen, nur Reihenfolge

Tabelle: Rang, Komma­setzung, übrige Zeichen­setzung
RangKomma­setzungübrige Zeichen­setzung
1Komma zwischen Haupt- und NebensatzZahl plus „jährig“ ohne Bindestrich (etwa 45jährig)
2Komma bei Infinitiv­gruppenApostroph beim Plural
3überflüssiges KommaZeichen­setzung bei direkter Rede
4Komma vor dem RelativsatzAbkürzung ohne Punkte

Zeichensetzungsfehler: Komma und übrige Zeichensetzung

Lesezeit ca. 5 Min. · zuletzt aktualisiert: 5. November 2026 · Alle Seiten zu Lektorat und Korrekturlesen

In offenen Abschlussarbeiten treten nach der eigenen Auswertung von korrektur.de (Stand 5. November 2026) auf Basis von 950 Arbeiten je 1.000 Wörter bereinigt mindestens 0,47 Fehler (Bereich 0,41 bis 0,52) bei der Kommasetzung sowie mindestens 0,042 Fehler (Bereich 0,037 bis 0,046) bei der übrigen Zeichensetzung auf. Das untersuchte Textkorpus umfasst insgesamt 4.712.082 Wörter aus acht verschiedenen Hochschulquellen und stammt aus den Entstehungsjahren 2003 bis 2026. Kundentexte sind in dieser Datengrundlage nicht enthalten. Auf den gesamten Textbestand bezogen entspricht das bereinigt mindestens etwa 2.225 Kommastellen (Bereich 1.952 bis 2.457) und mindestens etwa 199 Stellen der übrigen Zeichensetzung (Bereich 176 bis 217). Beide Kennzahlen bezeichnen eine methodische Untergrenze, weil der eingesetzte Filter nach den Meldungen von LanguageTool auf Genauigkeit statt auf Vollständigkeit ausgerichtet ist.

Kurzantwort zur Zeichensetzungsfehler-Statistik

Laut der eigenen Auswertung von korrektur.de (Stand 5. November 2026) an einem Korpus aus 950 offenen Abschlussarbeiten mit insgesamt 4.712.082 Wörtern treten je 1.000 Wörter bereinigt mindestens 0,47 Fehler (Bereich 0,41 bis 0,52) bei der Kommasetzung und mindestens 0,042 Fehler (Bereich 0,037 bis 0,046) bei der übrigen Zeichensetzung auf. Im gesamten untersuchten Textbestand aus acht verschiedenen Hochschulquellen der Entstehungsjahre 2003 bis 2026 entspricht dies mindestens etwa 2.225 bereinigten Kommastellen (Bereich 1.952 bis 2.457) sowie mindestens etwa 199 bereinigten Stellen der übrigen Zeichensetzung (Bereich 176 bis 217). Beide Kennzahlen bilden ausschließlich eine methodische Untergrenze für die untersuchten offenen Arbeiten ohne Kundentexte ab, weil der eingesetzte Filter gezielt auf Genauigkeit statt auf Vollständigkeit ausgerichtet ist und die Rohmeldungen vor der Bereinigung keinen Anteil fehlerhafter Arbeiten ausdrücken.

Vor dem Bereinigungsschritt trat in 78,7 Prozent der 950 untersuchten Abschlussarbeiten mindestens eine Kommameldung und in 15,5 Prozent mindestens eine Meldung zur sonstigen Zeichensetzung auf. Für die Kommasetzung ergab die Auswertung von 120 Einzelurteilen eine Trefferquote von 70,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2), während die übrige Zeichensetzung bei ebenfalls 120 geprüften Urteilen eine Trefferquote von 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9) erreichte. Im mehrstufigen Verfahren meldet zunächst die Prüfsoftware LanguageTool auffällige Textstellen, bevor ein nachgeschalteter Filter bekannte Fehlalarme zuverlässig entfernt. Ein nach festen Vorgaben arbeitendes KI-Modell stufte die gezogenen Zufallsstichproben anschließend Stelle für Stelle als echten Fehler oder als keinen Fehler ein, woraufhin diese Einstufungen stichprobenartig gegengeprüft wurden. Menschliche Lektorinnen oder Lektoren wirkten an dieser Beurteilung nicht mit. Rechnerisch ergibt sich die bereinigte Mindestzahl aus den gefilterten Meldungen multipliziert mit der jeweiligen Trefferquote samt statistischem Wilson-Bereich bei 95 Prozent Sicherheit; vom Verfahren unentdeckte Verstöße bleiben in der Zählung unberücksichtigt.

Zeichensetzungsfehler: Kennzahlen im Überblick

Bereinigte Zahlen und Trefferquote im Korpus

Die Zeichensetzungsfehler-Statistik unterscheidet innerhalb des untersuchten Gesamtkorpus aus 950 offenen Abschlussarbeiten zwischen der Kommasetzung und der übrigen Zeichensetzung. Das ausgewertete Textkorpus umfasst insgesamt 4.712.082 Wörter aus acht verschiedenen Hochschulquellen, deckt die Entstehungsjahre 2003 bis 2026 ab und schließt ausdrücklich keine Kundentexte ein. Bei der Kommasetzung ergibt die Auswertung je 1.000 Wörter einen bereinigten Wert von mindestens 0,47 Fehlern (Bereich 0,41 bis 0,52). Auf den gesamten Wortbestand des untersuchten Korpus bezogen entspricht dieser Befund mindestens etwa 2.225 bestätigten Stellen (Bereich 1.952 bis 2.457), ermittelt über eine bestätigte Trefferquote von 70,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2) auf Grundlage von 120 Einzelurteilen. Für die übrige Zeichensetzung außerhalb des Kommas liegt der bereinigte Wert je 1.000 Wörter bei mindestens 0,042 Fehlern (Bereich 0,037 bis 0,046). Im gesamten Textbestand der untersuchten Abschlussarbeiten sind das mindestens etwa 199 bestätigte Stellen (Bereich 176 bis 217), was auf einer ermittelten Trefferquote von 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9) bei ebenfalls 120 geprüften Urteilen beruht. Beide übergeordneten Fehlerarten überschreiten damit den festgelegten methodischen Grenzwert von mindestens 70 Prozent Trefferquote bei mindestens 100 vorliegenden Urteilen, ab dem in der Untersuchung eine bereinigte Zahl statt einer bloßen Rangfolge ausgewiesen wird.

Tabelle: Fehlerart, Mindestens je 1.000 Wörter, Bereich, Trefferquote
FehlerartMindestens je 1.000 WörterBereichTrefferquote
Komma­setzungmindestens 0,470,41 bis 0,5270,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2)
Übrige Zeichen­setzungmindestens 0,0420,037 bis 0,04675,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9)

Beide bereinigten Kennzahlen zur Zeichensetzung stellen ausdrücklich eine methodische Untergrenze dar, weil der im Prüfverfahren eingesetzte Filter nach den Meldungen der Prüfsoftware LanguageTool gezielt auf hohe Genauigkeit statt auf Vollständigkeit ausgerichtet ist und vom Verfahren nicht gemeldete Verstöße in der Zählung fehlen. Die bereinigte Anzahl errechnet sich jeweils aus den gefilterten Meldungen multipliziert mit der in der Zufallsstichprobe bestimmten Trefferquote, für die ein statistischer Wilson-Bereich mit 95 Prozent Sicherheit angegeben wird. Die Einzelurteile der gezogenen Stichprobe stammen von einem KI-Modell, das nach festen Vorgaben arbeitete, und wurden anschließend stichprobenartig gegengeprüft, wobei keine menschlichen Lektorinnen oder Lektoren zum Einsatz kamen. Vor diesem Bereinigungsschritt registrierte das Verfahren bei 78,7 Prozent der 950 untersuchten Arbeiten mindestens eine gemeldete Kommastelle sowie bei 15,5 Prozent der Arbeiten mindestens eine gemeldete Stelle zur übrigen Zeichensetzung. Diese beiden Prozentwerte bilden ausschließlich die Häufigkeit einer Meldung vor der Bereinigung ab und dürfen keinesfalls als Anteil fehlerhafter Abschlussarbeiten gedeutet werden, da sich ein Teil der Meldungen in der Stichprobenprüfung als kein echter Fehler erwies. Bei der sonstigen Zeichensetzung zählt zudem eine Zahl plus „jährig“ ohne Bindestrich nach Paragraf 40 des amtlichen Regelwerks als Fehler, ohne dessen Berücksichtigung die Trefferquote bei 65 statt 75 Prozent läge. Ergänzend zu dieser Auswertung stehen als weitere Übersichten auch eine Statistik zu Rechtschreibfehlern sowie eine Statistik zu Grammatikfehlern bereit.

Rangfolge der Regelgruppen bei den gefilterten Meldungen

Innerhalb beider untersuchten Kategorien zeigt die Auswertung für das aus 950 offenen Abschlussarbeiten bestehende Korpus, welche Regelgruppen bei den gefilterten Meldungen am stärksten vertreten sind. Diese Reihenfolge beschreibt ausschließlich die nach dem Einsatz von LanguageTool und dem Fehlalarm-Filter verbleibenden Meldungen und stellt ausdrücklich keine bestätigte Fehlerzahl dar. Im Status einer bloßen Rangfolge werden weder eine konkrete Fehlerzahl noch eine Meldungszahl oder ein aus Trefferquote und Meldungen berechneter Wert ausgewiesen. Gemäß dem methodischen Grenzwert nennt die Untersuchung eine Zahl nur dann, wenn mindestens 100 Urteile vorliegen und die Trefferquote mindestens 70 Prozent erreicht. Da die Zufallsstichprobe von jeweils 120 Urteilen sowie die Trefferquote von 70,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2) für das Komma beziehungsweise 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9) für die sonstige Zeichensetzung nur für die beiden übergeordneten Fehlerarten insgesamt bestimmt wurden, erfolgt für einzelne Regelgruppen keine numerische Ausweisung. Bei der sonstigen Zeichensetzung gilt eine Verbindung aus Zahl und „jährig“ ohne Bindestrich laut Paragraf 40 des amtlichen Regelwerks als Fehler; würde diese Schreibweise anders gewertet, fiele die entsprechende Trefferquote von 75 auf 65 Prozent und läge somit unterhalb der erforderlichen Grenze von 70 Prozent.

Tabelle: Rang, Komma­setzung (gefilterte Meldungen), Übrige Zeichen­setzung (gefilterte Meldungen)
RangKomma­setzung (gefilterte Meldungen)Übrige Zeichen­setzung (gefilterte Meldungen)
Rang 1Komma zwischen Haupt- und NebensatzZahl plus „jährig“ ohne Bindestrich (etwa 45jährig)
Rang 2Komma bei Infinitiv­gruppenApostroph beim Plural
Rang 3überflüssiges KommaZeichen­setzung bei direkter Rede
Rang 4Komma vor dem RelativsatzAbkürzung ohne Punkte

Zur Veranschaulichung dienen frei erfundene Muster ohne Bezug auf Texte des Korpus, beispielsweise für ein fehlendes Komma bei einer Infinitivgruppe die fehlerhafte Schreibweise „Er versuchte die Messung zu wiederholen“ gegenüber der korrekten Fassung „Er versuchte, die Messung zu wiederholen“ oder bei der sonstigen Zeichensetzung die Schreibweise „45jährig“ ohne Bindestrich. Wenn du für deine eigene Arbeit die Komma-Regeln nachlesen oder gezielt deine Zeichensetzung prüfen möchtest, findest du dazu weiterführende Übersichten.

Wertung von Verbindungen mit „jährig“ nach Paragraf 40

Ein methodischer Hinweis betrifft die Einordnung von Verbindungen aus einer Zahl plus „jährig“ ohne Bindestrich (etwa 45jährig als Muster). Nach Paragraf 40 der amtlichen Regelung zählt eine solche Verbindung aus Ziffer und „jährig“ ohne Bindestrich als Fehler. In der Auswertung des Korpus bildet genau diese Kategorie auf Rang 1 die häufigste Regelgruppe innerhalb der übrigen Zeichensetzung.

Diese Wertung entscheidet unmittelbar darüber, ob für die übrige Zeichensetzung überhaupt eine bereinigte Fehlerzahl ausgewiesen wird. Ohne die Einstufung von Schreibungen wie 45jährig als Fehler läge die Trefferquote in der Stichprobe der übrigen Zeichensetzung bei 65 Prozent statt bei 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9). Damit bliebe die Quote unter dem methodischen Grenzwert von 70 Prozent, unterhalb dessen anstelle einer Fehlerzahl lediglich eine Rangfolge berichtet wird.

Einordnung der Ergebnisse und Grenzen der Aussage

Aus den Daten des Korpus lassen sich zwei Sachaussagen begründet ableiten. Erstens kommen bestätigte Kommafehler mit bereinigt mindestens 0,47 Fehlern je 1.000 Wörter (Bereich 0,41 bis 0,52) in den untersuchten Arbeiten deutlich zahlreicher vor als bestätigte Fehler der übrigen Zeichensetzung mit mindestens 0,042 Fehlern je 1.000 Wörter (Bereich 0,037 bis 0,046). Zweitens belegt die Trefferquote von 70,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2) beim Komma und 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9) bei der übrigen Zeichensetzung, dass selbst gefilterte Meldungen einer automatischen Prüfung noch Fehlalarme enthalten.

Zwei weitergehende Annahmen lassen sich dagegen nicht aus der Auswertung ableiten. Erstens sind keine Rückschlüsse auf alle Studierenden oder auf Kundentexte zulässig, weil das Korpus ausschließlich 950 offene Abschlussarbeiten aus acht Hochschulquellen umfasst. Zweitens gilt die Aussage ausschließlich für die vom Verfahren gemeldeten und in der Stichprobe beurteilten Stellen, nicht für unentdeckte Zeichensetzungsfehler im Text. Ergänzende Informationen bieten der frühere Fehlerreport zu Abschlussarbeiten einer kleineren Auswahl sowie der Überblick zu Lektorat und Korrekturlesen.

Methodik der Auswertung und Grenzen des Verfahrens

Grundlage der Untersuchung ist ein Korpus aus 950 offenen Abschlussarbeiten mit insgesamt 4.712.082 Wörtern aus den Entstehungsjahren 2003 bis 2026, zusammengestellt aus acht Hochschulquellen; es sind ausdrücklich keine Kundentexte enthalten. Im Prüfverfahren meldet zunächst die Rechtschreib- und Grammatikprüfung LanguageTool verdächtige Textstellen, bevor ein Filter bekannte Fehlalarme entfernt. Anschließend wurde je Fehlerart eine Zufallsstichprobe von 120 gemeldeten Stellen gezogen und Stelle für Stelle im Einzelurteil als echter Fehler oder als kein Fehler beurteilt. Diese Urteile stammen von einem KI-Modell, das unter festen Regeln arbeitete, und wurden stichprobenartig gegengeprüft; menschliche Lektorinnen oder Lektoren wirkten daran nicht mit.

Aus den Einzelurteilen ergibt sich die Trefferquote als Anteil echter Fehler an den gefilterten Meldungen samt einem Wilson-Bereich für 95 Prozent Sicherheit (Stand November 2026). Eine bereinigte Zahl aus Meldungen mal Trefferquote wird nur genannt, wenn mindestens 100 Urteile vorliegen und die Trefferquote mindestens 70 Prozent erreicht; sonst wird lediglich eine Rangfolge veröffentlicht. Bei der übrigen Zeichensetzung sichert erst die Wertung einer Zahl plus „jährig“ ohne Bindestrich (etwa 45jährig) nach Paragraf 40 der amtlichen Regelung als Fehler das Überschreiten des Grenzwerts, da die Trefferquote ohne diese Wertung bei 65 statt 75 Prozent und folglich unter dem Grenzwert von 70 Prozent läge. Da der Filter auf Genauigkeit statt auf Vollständigkeit zielt und nicht gemeldete Verstöße fehlen, bilden die bereinigten Fehlerzahlen methodisch Untergrenzen.

Zeichensetzungsfehler: Lesehilfe in vier Punkten

Quellenangabe und Zitiertext für die Auswertung

Die Zahlen dieser Auswertung dürfen mit Quellenangabe frei zitiert werden; bei der Übernahme sind korrektur.de als Quelle sowie der Stand vom 5. November 2026 stets zusammen mit den Werten mitzunennen. Nutze für Quellenverzeichnisse und Belege den folgenden fertigen Zitiertext:

korrektur.de (2026): Zeichensetzungsfehler in Abschlussarbeiten: Statistik. Eigene Auswertung von 950 offenen Abschlussarbeiten, Stand 5. November 2026. https://korrektur.de/zeichensetzungsfehler-statistik

So zitierst du diese Seite

Stand: 5. November 2026

korrektur.de. (2026, 5. November). Zeichensetzungsfehler in Abschlussarbeiten: Statistik. korrektur.de. https://korrektur.de/zeichensetzungsfehler-statistik

Quellen und Stand

  • Eigene Auswertung korrektur.de (geprüft am 2026-11-05)

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Häufige Fragen zu dieser Statistik

Wie viele Kommafehler kommen in offenen Abschlussarbeiten je 1.000 Wörter vor?

Nach der eigenen Auswertung von korrektur.de (Stand 5. November 2026) auf Basis von 950 offenen Abschlussarbeiten mit 4.712.082 Wörtern aus acht Hochschulquellen treten bei der Kommasetzung bereinigt mindestens 0,47 Fehler je 1.000 Wörter (Bereich 0,41 bis 0,52) auf. Im gesamten Korpus entspricht das mindestens etwa 2.225 bestätigten Stellen (Bereich 1.952 bis 2.457) bei einer Trefferquote von 70,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2) aus 120 Einzelurteilen. Der Wert ist eine Untergrenze, weil der eingesetzte Filter auf Genauigkeit statt auf Vollständigkeit zielt.

Wie hoch ist die Fehlerzahl bei der übrigen Zeichensetzung außerhalb des Kommas?

Bei der übrigen Zeichensetzung außerhalb des Kommas liegt der bereinigte Wert im untersuchten Korpus aus 950 offenen Abschlussarbeiten (Entstehungsjahre 2003 bis 2026, keine Kundentexte) bei mindestens 0,042 Fehlern je 1.000 Wörter (Bereich 0,037 bis 0,046). Auf das Korpus mit 4.712.082 Wörtern bezogen sind das mindestens etwa 199 bestätigte Stellen (Bereich 176 bis 217) auf Basis einer Trefferquote von 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9) bei 120 Urteilen.

Bedeuten 78,7 Prozent Arbeiten mit Kommameldung, dass 78,7 Prozent der Abschlussarbeiten Kommafehler enthalten?

Nein. Der Wert von 78,7 Prozent bei der Kommasetzung sowie von 15,5 Prozent bei der übrigen Zeichensetzung beschreibt innerhalb der 950 offenen Abschlussarbeiten ausschließlich den Anteil der Dokumente mit mindestens einer gefilterten Meldung vor der Bereinigung. Da die Trefferquote in der Stichprobe bei 70,8 Prozent (Bereich 62,2 bis 78,2) für Kommas und bei 75,0 Prozent (Bereich 66,6 bis 81,9) für die übrige Zeichensetzung liegt, ist ein Teil der gemeldeten Stellen kein echter Fehler. Ein Rückschluss auf den Anteil fehlerhafter Arbeiten ist daraus nicht zulässig.

Welche Regelgruppen der Kommasetzung und der übrigen Zeichensetzung werden am häufigsten gemeldet?

Unter den gefilterten Meldungen zur Kommasetzung liegt im Korpus auf Rang 1 das Komma zwischen Haupt- und Nebensatz, gefolgt auf Rang 2 vom Komma bei Infinitivgruppen, auf Rang 3 vom überflüssigen Komma und auf Rang 4 vom Komma vor dem Relativsatz. Bei der übrigen Zeichensetzung steht auf Rang 1 eine Zahl plus „jährig“ ohne Bindestrich (etwa 45jährig), auf Rang 2 der Apostroph beim Plural, auf Rang 3 die Zeichensetzung bei direkter Rede und auf Rang 4 die Abkürzung ohne Punkte. Diese Rangfolge bildet die gefilterten Meldungen ab und nennt keine bestätigten Fehlerzahlen.

Warum zählt eine Schreibweise wie 45jährig ohne Bindestrich in der Statistik als Fehler?

Nach Paragraf 40 der amtlichen Regelung zählt eine Verbindung aus einer Zahl plus „jährig“ ohne Bindestrich (etwa 45jährig als Muster) als Fehler. In der Auswertung der 950 offenen Abschlussarbeiten ist dies auf Rang 1 die häufigste Regelgruppe der übrigen Zeichensetzung. Ohne diese Wertung nach Paragraf 40 läge die Trefferquote bei der übrigen Zeichensetzung in der Stichprobe bei 65 statt 75 Prozent und damit unter dem methodischen Grenzwert von 70 Prozent, ab dem eine bereinigte Fehlerzahl ausgewiesen wird.

Aus welchen Texten besteht das untersuchte Korpus und wie wurden die Meldungen geprüft?

Das Korpus umfasst 950 offene Abschlussarbeiten mit 4.712.082 Wörtern aus den Entstehungsjahren 2003 bis 2026 aus acht Hochschulquellen; Kundentexte gehören ausdrücklich nicht dazu. Die Rechtschreib- und Grammatikprüfung LanguageTool meldete im Verfahren auffällige Stellen, aus denen ein Filter bekannte Fehlalarme entfernte. Anschließend beurteilte ein KI-Modell nach festen Regeln eine Zufallsstichprobe von jeweils 120 Stellen je Fehlerart im Einzelurteil als echter Fehler oder kein Fehler; diese Urteile wurden stichprobenartig gegengeprüft, ohne Einsatz menschlicher Lektorinnen oder Lektoren.

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