Papst oder Pabst: Welche Schreibweise stimmt?
Papst Pabst: richtige Schreibweise
Die richtige Schreibweise des Wortes ist Papst mit zwei p. Pabst gehört als mögliche Schreibweise zu einem Familiennamen.
Kurzantwort: Papst ist die richtige Schreibweise
Wenn das Wort für den Bischof von Rom und das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gemeint ist, lautet die richtige Schreibweise Papst. Das Wort enthält zwei p: eines am Anfang und eines in der Wortmitte. Die Form Pabst ist für dieses Wort nicht die richtige Schreibweise.
Ein eigener Zusammenhang gilt bei Familiennamen. Die Namen Papst und Pabst kommen als Nachnamen vor. Ermittle bei einem Familiennamen daher die konkrete Namensschreibung. Sprichst du über die Amtsbezeichnung, schreibst du Papst.
Die schnelle Entscheidung lautet daher: Prüfe zuerst die Bedeutung des Wortes. Bezeichnet es den Bischof von Rom, verwendest du Papst. Bezeichnet es einen Nachnamen, prüfst du dessen konkrete Schreibweise. Für die allgemeine Schreibfrage Papst oder Pabst ist die Antwort damit eindeutig: Papst ist die korrekte Wortform.
Ein kurzer Beispielsatz zeigt die Entscheidung: Der Papst sprach zu den Gläubigen. In diesem Satz steht die Bezeichnung für das kirchliche Oberhaupt. Die Schreibweise mit b wäre hier nicht die gesuchte Form. Bei einem Nachnamen ist die konkrete Namensschreibung zu prüfen, weil beide Schreibungen als Familiennamen belegt sind.

Regelbezug: Zwei p in Papst
Die belegte Erklärung knüpft die Schreibweise an die Herkunft des Wortes. Papst geht auf das lateinische papa mit der Bedeutung „Vater“ zurück. Daraus wird das p in der Wortmitte erklärt. Die Schreibentscheidung betrifft daher nicht nur den Wortanfang: Auch in der Wortmitte steht ein p.
Die richtige Form ist Papst, die falsche Form für das Wort lautet Pabst. Kontrolliere beide Stellen: Steht am Anfang ein p und vor dem s ebenfalls ein p, lautet die Form Papst. Ein b an dieser Stelle ergibt Pabst.
Die Regel zeigt sich in kurzen Sätzen. In Der Papst besuchte die Stadt steht die Bezeichnung mit zwei p. Auch in Die Ansprache des Papstes begann steht vor dem s ein p.
Die Herkunftserklärung trägt die Verbindung von Papst zu lateinisch papa und das dadurch erklärte p in der Wortmitte. Bei einem Familiennamen prüfst du dagegen die konkrete Namensschreibung.
Richtig oder falsch: Papst im Satz prüfen
Die Satzstellung wird getrennt von der Schreibregel geprüft: Entscheidend ist die Form des Wortes, nicht seine Stelle im Satz.
- Richtig: Der Papst sprach.
Falsch: Der Pabst sprach.
Regel: Die Bezeichnung wird mit p am Anfang und p in der Wortmitte geschrieben. - Richtig: Wir lasen einen Text über den Papst.
Falsch: Wir lasen einen Text über den Pabst.
Regel: Prüfe die Wortmitte auch innerhalb des Satzes: Dort steht p. - Richtig: Sie sprach mit dem Papst.
Falsch: Sie sprach mit dem Pabst.
Regel: Auch hier steht in der Wortmitte p.
Die drei Paare zeigen die Form in unterschiedlichen Satzumgebungen. Prüfe jeweils die Buchstabenfolge Papst mit zwei p.
Bei einem Familiennamen übernimmst du die konkrete Namensschreibung. Prüfe deshalb zuerst, ob der Satz die Bezeichnung oder einen Namen meint.
Stolperfallen bei Papst und Pabst
Eine naheliegende Stolperfalle ist die Orientierung an der Aussprache. Aus dem Klang allein lässt sich nicht ableiten, ob in der Wortmitte ein p oder ein b steht. Für die allgemeine Bezeichnung ist Papst mit zwei p belegt. Prüfe deshalb die Buchstabenfolge im geschriebenen Wort.
Auch Umgangssprache ist keine Grundlage für die Schreibentscheidung. Kontrolliere bei der Bezeichnung beide p.
Eine weitere Verwechslung betrifft Familiennamen. Papst und Pabst sind als Nachnamen belegt. Die Form mit b kann in einem Namen richtig sein, ohne die allgemeine Schreibweise des Wortes zu sein. In Frau Pabst kam später steht Pabst als Familienname. In Der Papst kam später steht die Bezeichnung.
Für die Entscheidung ist keine Häufigkeitsannahme nötig. Prüfe den Sinn des Satzes: Geht es um die genannte kirchliche Bezeichnung, schreibe Papst. Geht es um einen Familiennamen, prüfe die konkrete Namensschreibung.
Prüfe nicht nur den ersten Buchstaben. Der Unterschied liegt in der Wortmitte: Bei der Bezeichnung steht dort ebenfalls p.

Merkcheck für die richtige Schreibweise
Nutze für die schnelle Prüfung vier Schritte. Erstens: Lies den ganzen Satz und kläre, ob Papst als Bezeichnung oder als Familienname verwendet wird. Zweitens: Wenn die Bezeichnung für den Bischof von Rom gemeint ist, schreibe Papst. Drittens: Kontrolliere die Buchstabenfolge an beiden Stellen, also p am Anfang und p in der Wortmitte. Viertens: Lies einen Beispielsatz mit der gewählten Form noch einmal vollständig.
- Schreibweise: Steht dort Papst mit zwei p?
- Regel: Wurde das p in der Wortmitte geprüft?
- Beispielsatz: Passt die Form zur gemeinten Bezeichnung?
- Verwechslung: Ist Pabst vielleicht ein Familienname?
Der Prüfweg lässt sich an einem kurzen Text anwenden: Im Bericht wurde der Pabst erwähnt. Zuerst prüfst du die Bedeutung. Wenn der Satz das kirchliche Oberhaupt meint, ersetzt du Pabst durch Papst. Danach kontrollierst du die beiden p und liest den Satz erneut: Im Bericht wurde der Papst erwähnt.
Enthält der Text dagegen einen Namen, darfst du nicht automatisch korrigieren. Bei Herr Pabst unterzeichnete den Brief prüfst du, ob Pabst der geführte Familienname ist. Die korrekte Entscheidung ergibt sich dann aus dem konkreten Namen, während die allgemeine Wortregel weiterhin Papst mit zwei p festhält.
Als knappste Merkhilfe genügt: Die Amtsbezeichnung heißt Papst, der Familienname kann Papst oder Pabst heißen. Prüfe also Schreibweise, Regel, Beispielsatz und mögliche Namensverwechslung in dieser Reihenfolge.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.vogt-text.ch (geprüft am 2026-08-15)