Definition von Mehrdeutigkeit mit Beispielen
Mehrdeutigkeit ist laut DWDS ein Substantiv
Mehrdeutigkeit steht für das Mehrdeutigsein: Etwas lässt mehr als eine Deutung zu. Hier erfährst du, wie du das Wort einordnest, passend verwendest und welche Fehlverwendungen du vermeidest.
Definition und Einordnung von Mehrdeutigkeit
Mehrdeutigkeit bezeichnet das Mehrdeutigsein. Gemeint ist also etwas, das sich auf mehr als eine Weise deuten lässt, etwa eine Formulierung mit mehreren möglichen Lesarten. Zwei Beispiele zeigen diese Definition im Satz: „Die Mehrdeutigkeit der Überschrift sorgte im Team für Rückfragen.“ „Wegen der Mehrdeutigkeit ihrer Antwort fragte er noch einmal nach.“
Laut DWDS gehört das Wort zur Wortart Substantiv, genauer handelt es sich um ein Femininum. Es heißt also die Mehrdeutigkeit, zum Beispiel in dem Satz „Die Mehrdeutigkeit lag im letzten Wort.“ Wenn du allgemein klären willst, welches Genus ein Nomen hat, hilft dir die Seite zu Artikel der, die und das weiter.
Als bedeutungsgleiches Wort ist Vieldeutigkeit belegt. Gängige Verbindungen sind sprachliche Mehrdeutigkeit und eine Mehrdeutigkeit auflösen. Eine engere Fachbedeutung, etwa in der Sprachwissenschaft, ist hier nicht belegt, und weitere Synonyme stützt diese Seite ebenfalls nicht.

So verwendest du Mehrdeutigkeit passend
Für eine passende Verwendung hältst du dich an die belegte Bedeutung: Mehrdeutigkeit meint, dass etwas mehrere Deutungen zulässt. Prüf an einem eigenen Satz, ob genau das gemeint ist. Ersetze das Wort probeweise durch Vieldeutigkeit und prüf, ob der Satz seinen Sinn behält.
Die folgenden Beispiele zeigen das Wort in unterschiedlichen Zusammenhängen:
- Im Gespräch: „Seine Nachricht enthielt eine Mehrdeutigkeit, die zu einem Missverständnis führte.“
- In einer Hausarbeit: „Die Autorin spielt mit der sprachlichen Mehrdeutigkeit des Titels.“
- Bei der Überarbeitung: „Mit einer kleinen Umstellung ließ sich die Mehrdeutigkeit auflösen.“
Die Verbindung eine Mehrdeutigkeit auflösen beschreibt, dass eine Formulierung eindeutig gemacht wird. Prüf dafür am konkreten Satz, ob eine andere Wortwahl, die Kommasetzung oder die Zeichensetzung die gemeinte Lesart klarer macht.
Die belegte Bedeutung bleibt dieselbe, egal in welchem Zusammenhang du schreibst. Ob du dich gerade mit Fragen rund um wissenschaftliches Schreiben beschäftigst oder verschiedene Textformen vergleichst: Dein Satz sollte erkennen lassen, worin die mehreren Deutungen bestehen.
Verwechslungen und Fehlverwendungen
Die folgenden Fehlverwendungen entfernen sich von der belegten Bedeutung des Wortes:
- Gleichsetzung mit Fachbegriffen: Mehrdeutigkeit ist hier nur allgemein als Mehrdeutigsein belegt. Wer das Wort mit einem Fachbegriff wie Homonymie gleichsetzt, behauptet eine Zuordnung, die diese Bedeutung nicht trägt.
- Erfundene Zusatzbedeutung: Wer Mehrdeutigkeit im Sinne von Unentschlossenheit oder Unehrlichkeit verwendet, schreibt dem Wort einen Sinn zu, der über das Zulassen mehrerer Deutungen hinausgeht.
- Ähnliche Wörter ohne echte Nähe: Vieldeutigkeit passt als Synonym. Wörter wie Unklarheit oder Ungenauigkeit sind dagegen nicht als gleichbedeutend belegt; prüf sie vor dem Einsatz eigenständig.
- Unbelegte Zusatzangaben: Wer in einem Referat erklärt, woher das Wort stammt oder wie oft es vorkommt, braucht dafür einen eigenen Beleg. Die Bedeutung allein liefert ihn nicht.
Diese Fehler betreffen den Inhalt des Wortes und nicht die Rechtschreibung. Eine Kontrolle nach den Rechtschreibregeln ersetzt den Abgleich mit der belegten Bedeutung deshalb nicht.
Der Abgleich von Bedeutung und Satz bleibt deine eigene Aufgabe. Das gilt auch dann, wenn du beim Überarbeiten Hilfe durch Rechtschreibprogramme nutzt.

Checkliste für eine passende Verwendung
- Bedeutung: Steht Mehrdeutigkeit laut DWDS für das Mehrdeutigsein, also für etwas mit mehreren möglichen Deutungen, und meint dein Satz genau das?
- Wortart: Verwendest du das Wort als Substantiv mit dem Artikel die?
- Synonym: Behält dein Satz seinen Sinn, wenn du probeweise Vieldeutigkeit einsetzt?
- Eigenes Beispiel: Lässt dein Satz erkennen, welche Deutungen nebeneinanderstehen?
- Satzkontext: Sind Bedeutung und Satzkontext aufeinander abgestimmt?
- Benennung: Wenn du eine Mehrdeutigkeit kritisierst oder auflösen willst, nennst du sie beim Namen und zeigst die konkurrierenden Lesarten?
Diese Liste betrifft allein die Bedeutung. Formfragen wie die Groß- und Kleinschreibung oder die Getrennt- und Zusammenschreibung prüfst du getrennt davon.
Für die Mehrzahl belegt diese Seite keine Form. Kläre die Pluralbildung gesondert, bevor du das Wort im Plural verwendest. Schreibfragen, etwa zur Rechtschreibreform, gehören ebenfalls in eine eigene Prüfung.
Mehrdeutigkeit ist hier nur als ausgeschriebenes Wort belegt. Willst du Abkürzungen richtig schreiben oder weitere Wortbedeutungen und Abkürzungen klären, plane dafür einen eigenen Prüfschritt ein.
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Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Mehrdeutigkeit: Bedeutung, Wortart und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/mehrdeutigkeit
„Mehrdeutigkeit: Bedeutung, Wortart und Beispiele.“ korrektur.de, 27. Okt. 2026, korrektur.de/mehrdeutigkeit. Zugriff 27. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Mehrdeutigkeit: Bedeutung, Wortart und Beispiele. Verfügbar unter: https://korrektur.de/mehrdeutigkeit (Zugriff: 27. Oktober 2026).
korrektur.de. „Mehrdeutigkeit: Bedeutung, Wortart und Beispiele.“ Zuletzt geändert 27. Oktober 2026. https://korrektur.de/mehrdeutigkeit.
korrektur.de. Mehrdeutigkeit: Bedeutung, Wortart und Beispiele [online]. 2026 [Zugriff am 27.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/mehrdeutigkeit
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-27)
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