Gendern Referent: alle geschlechtergerechten Formen im Überblick
Geschlechtergerechte Schreibweisen für die Personenbezeichnung Referent
Beim gendern Referent stehen mehrere korrekte Varianten zur Wahl: die Doppelnennung Referentin und Referent, verkürzte Formen wie Referent*innen, Referent:innen, Referent_innen oder ReferentInnen sowie geschlechtsneutrale Umschreibungen wie Referierende oder Vortragende. Welche Form passt, hängt vom Kontext ab: In amtlichen und vielen wissenschaftlichen Texten gilt die Beidnennung als sichere Wahl, während Gendersternchen und Doppelpunkt an Hochschulen zunehmend akzeptiert, aber nicht überall vorgeschrieben sind. Dieser Ratgeber erklärt alle gängigen Formen und ihre korrekte Anwendung im wissenschaftlichen Schreiben und im Alltag.
Gendern Referent: die kurze Antwort
Um gendern Referent korrekt umzusetzen, stehen drei gleichwertige Wege zur Verfügung: die Doppelnennung (Referentin und Referent), eine verkürzte Form mit Genderzeichen (zum Beispiel Referent*innen) oder eine geschlechtsneutrale Umschreibung (zum Beispiel Referierende). Alle drei Varianten sind sprachlich korrekt und beziehen alle Geschlechter sichtbar oder neutral mit ein. Welche Form am besten passt, richtet sich nach dem Textkontext, den Vorgaben der Institution und dem persönlichen Schreibstil. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich, vor dem Schreiben die Richtlinien der Hochschule oder des Fachbereichs zu prüfen, da bestimmte Formen dort vorgeschrieben oder ausdrücklich ausgeschlossen sein können. Wer keine feste Vorgabe erhält, wählt am besten eine Form und wendet sie im gesamten Text konsequent an.

Alle Genderformen zu Referent im Überblick
Zur Personenbezeichnung Referent existieren mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen. Die weibliche Form lautet Referentin, der Plural lautet Referentinnen (weiblich) beziehungsweise Referenten (männlich). Im Überblick:
- Doppelnennung: Referentin und Referent, im Plural Referentinnen und Referenten
- Gendersternchen: Referent*in, im Plural Referent*innen
- Doppelpunkt: Referent:in, im Plural Referent:innen
- Unterstrich (Gendergap): Referent_in, im Plural Referent_innen
- Binnen-I: ReferentIn, im Plural ReferentInnen
Alle verkürzten Formen sprechen weibliche, männliche und weitere Geschlechtsidentitäten gemeinsam an. Sie unterscheiden sich in Aussprache, Duden-Empfehlung und Akzeptanz an Hochschulen und Institutionen, sind im Kern jedoch gleichwertige Varianten der geschlechtergerechten Schreibweise. In offiziellen Schreiben von Behörden ist meist die Doppelnennung üblich, während Universitäten, studentische Publikationen und Veranstaltungshinweise häufiger auf Gendersternchen oder Doppelpunkt zurückgreifen.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Referent
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Referent bietet das substantivierte Partizip: Referierende für den Plural beziehungsweise die referierende Person für den Singular, analog zu Studierende oder Lehrende. Gebräuchlich ist zudem Vortragende, wenn eine Person einen Vortrag hält. Diese Formen benennen kein Geschlecht und lassen sich in vielen Sätzen unkompliziert einsetzen, etwa als die Referierenden des Workshops statt die Referenten des Workshops. Ein Nachteil bleibt: Im Singular wirkt die referierende Person mitunter sperrig, und nicht jeder Kontext erlaubt eine Umformulierung, etwa bei festen Titeln oder Funktionsbezeichnungen. Wo eine neutrale Form nicht passt, bleiben Doppelnennung oder verkürzte Schreibweise die verlässlichere Wahl.
Referent im Beispielsatz der Hausarbeit
Im wissenschaftlichen Schreiben zeigt sich der Unterschied besonders deutlich. Ohne geschlechtergerechte Form heißt es etwa: Der Referent stellte seine Ergebnisse im Seminar vor. Geschlechtergerecht formuliert lauten mögliche Varianten: Die Referentin und der Referent stellten ihre Ergebnisse im Seminar vor (Doppelnennung), Die Referent*innen stellten ihre Ergebnisse im Seminar vor (Gendersternchen, Plural) oder Die Referierenden stellten ihre Ergebnisse im Seminar vor (neutrale Form). Welche Variante für Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit passt, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule. Ohne feste Vorgabe empfiehlt sich eine einheitliche Verwendung über den gesamten Text hinweg, damit der Lesefluss nicht gestört wird.

Typische Fehler und Empfehlung für die Arbeit
Häufige Fehler beim Formulieren sind ein Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb eines Textes, eine vergessene Anpassung des Plurals bei der Doppelnennung sowie eine inkonsequente Verwendung neutraler Begriffe, etwa Referierende im ersten Kapitel und Referenten im letzten. Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in eigenen Leitfäden jedoch ausdrücklich. Für die wissenschaftliche Arbeit gilt daher: zuerst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs prüfen, andernfalls konsequent eine Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung wählen und diese Entscheidung durch den gesamten Text hindurch beibehalten. Weiterführende Hinweise liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zu geschlechtergerechten Formen von Referent
Referent lässt sich auf mehreren korrekten Wegen geschlechtergerecht formulieren: durch Doppelnennung, durch verkürzte Formen wie Referent*innen, Referent:innen, Referent_innen oder ReferentInnen sowie durch neutrale Begriffe wie Referierende oder Vortragende. Eine einzige verbindliche Vorschrift existiert dafür nicht, wohl aber klare Empfehlungen einzelner Hochschulen und Institutionen. Wichtiger als die Wahl einer bestimmten Form ist die konsequente und einheitliche Anwendung im gesamten Text. Bei Unsicherheit unterstützt professionelles Korrekturlesen dabei, die gewählte Schreibweise durchgängig korrekt umzusetzen und den wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit zu wahren. Wer unsicher ist, welche Variante angemessen ist, orientiert sich zunächst an den Vorgaben der eigenen Hochschule oder Institution und trifft erst danach eine bewusste Entscheidung für den gesamten Text.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Kandidat gendern, Assistent gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.