Gendern Elektriker: Formen und Beispiele
Geschlechtergerechte Sprache für den Beruf Elektriker
Beim gendern Elektriker stehen mehrere anerkannte Varianten zur Verfügung: die Doppelnennung Elektrikerinnen und Elektriker, verkürzte Formen wie Elektriker*innen, Elektriker:innen, Elektriker_innen oder ElektrikerInnen sowie neutrale Umschreibungen wie Elektrofachkraft. Welche Form passt, hängt vom Kontext ab: In Fließtexten wirkt die Doppelnennung am klarsten, in tabellarischen oder platzsparenden Texten werden Sternchen oder Doppelpunkt häufiger verwendet. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich, die Vorgaben der Hochschule zu prüfen und die gewählte Form konsequent durchzuhalten. Wichtig ist vor allem, die gewählte Schreibweise im gesamten Text beizubehalten und nicht zu wechseln.
Gendern Elektriker: die Antwort in Kürze
Beim gendern Elektriker gibt es keine einzelne richtige Lösung, sondern mehrere etablierte Möglichkeiten, die je nach Textsorte unterschiedlich gut passen. In Fließtexten wird meist die Doppelnennung Elektrikerinnen und Elektriker gewählt, weil sie ohne Sonderzeichen auskommt und leicht verständlich ist. Wo Platz begrenzt ist oder Geschlechter jenseits von männlich und weiblich mit gemeint werden sollen, kommen verkürzte Schreibweisen wie Elektriker*innen oder Elektriker:innen zum Einsatz. Daneben existiert mit Elektrofachkraft eine geschlechtsneutrale Bezeichnung, die im Berufskontext bereits gebräuchlich ist. Welche Variante am Ende gewählt wird, hängt von den Vorgaben der Institution, des Verlags oder der Hochschule sowie vom persönlichen Stil ab.

Alle Genderformen im Überblick
Für das Wort Elektriker existieren mehrere korrekte Schreibweisen, die alle Geschlechter sichtbar machen oder zumindest mitmeinen. Die weibliche Form lautet Elektrikerin, der Plural Elektrikerinnen. Folgende Varianten werden in der Praxis verwendet:
- Doppelnennung: Elektrikerinnen und Elektriker
- Gendersternchen: Elektriker*innen
- Genderdoppelpunkt: Elektriker:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Elektriker_innen
- Binnen-I: ElektrikerInnen
Die verkürzten Formen (Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich) sollen andeuten, dass neben Frauen und Männern auch weitere Geschlechtsidentitäten mitgemeint sind, während das Binnen-I ursprünglich nur weibliche und männliche Formen zusammenzieht. Für die Aussprache wird bei Sternchen und Doppelpunkt häufig eine kurze Pause (Glottisschlag) empfohlen. In Prüfungsordnungen wird die zu verwendende Form oft konkret vorgegeben.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Elektriker
Da dem Wort Elektriker kein Verb wie studieren zugrunde liegt, gibt es keine einfache Partizipform wie Studierende. Als geschlechtsneutrale Alternative hat sich im Berufsalltag der Begriff Elektrofachkraft etabliert, der auch in technischen Regelwerken zur Elektrosicherheit verwendet wird. Alternativ lässt sich die Tätigkeit umschreiben, etwa mit Fachkraft für Elektrotechnik oder Person mit elektrotechnischer Ausbildung. Diese Umschreibungen sind nicht in jedem Kontext hundertprozentig deckungsgleich mit Elektriker, weil sie teils andere Qualifikationsstufen oder Zuständigkeiten bezeichnen. Wer eine exakt bedeutungsgleiche neutrale Form sucht, wird also nicht immer fündig und sollte im Zweifel auf Doppelnennung oder Gendersternchen zurückgreifen. Grundlegende Prinzipien dazu erklärt der Beitrag gendergerechte Sprache.
Beispielsatz für die wissenschaftliche Arbeit
In einer Bachelorarbeit zum Thema Fachkräftemangel könnte ein Satz beispielsweise lauten: Die befragten Elektrikerinnen und Elektriker gaben mehrheitlich an, dass ihnen Weiterbildungsangebote fehlen. Wird die verkürzte Schreibweise bevorzugt, ist auch folgende Formulierung möglich: 78 Prozent der befragten Elektriker*innen wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten. Wer eine neutrale Umschreibung nutzen möchte, kann schreiben: Die Stichprobe umfasst 40 Elektrofachkräfte aus norddeutschen Betrieben. Wichtig ist in jedem Fall, die einmal gewählte Form durchgängig im gesamten Text zu verwenden und nicht innerhalb einer Arbeit zwischen Doppelnennung, Sternchen und neutraler Formulierung zu wechseln, da dies uneinheitlich wirkt und von Prüfenden oft bemängelt wird.

Häufige Fehler beim gendern Elektriker
Ein häufiger Fehler beim gendern Elektriker ist der Wechsel zwischen mehreren Schreibweisen innerhalb desselben Textes, etwa wenn zunächst Elektriker*innen und wenige Absätze später Elektriker:innen oder nur die männliche Form verwendet wird. Ebenfalls problematisch ist es, ausschließlich die weibliche Form Elektrikerin zu benutzen, wenn eigentlich alle Geschlechter gemeint sind, oder das Sonderzeichen an der falschen Stelle zu setzen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung führt Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Bestandteil der amtlichen Rechtschreibregeln, viele Hochschulen erlauben oder verlangen solche Formen in wissenschaftlichen Arbeiten aber ausdrücklich. Vor dem Schreiben sollten Studierende deshalb die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Instituts prüfen. Gibt es keine Vorgabe, empfiehlt sich eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung wie Elektrofachkraft.
Fazit zum geschlechtergerechten Elektriker
Für das Wort Elektriker stehen mit der Doppelnennung, den verkürzten Formen Elektriker*innen, Elektriker:innen, Elektriker_innen und ElektrikerInnen sowie der neutralen Bezeichnung Elektrofachkraft mehrere korrekte Wege offen, geschlechtergerecht zu formulieren. Keine dieser Varianten ist grundsätzlich falsch, entscheidend ist die konsequente und einheitliche Anwendung im gesamten Text. Wer unsicher ist, welche Form für die eigene Abschlussarbeit passend ist, findet ausführliche Hinweise im Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Dort werden auch Sonderfälle wie gemischte Personengruppen oder generische Bezeichnungen behandelt, die über die einzelne Berufsbezeichnung Elektriker hinausgehen. Auch außerhalb wissenschaftlicher Texte lässt sich das gleiche Prinzip auf andere Berufsbezeichnungen übertragen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Mechaniker gendern, Installateur gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.