Expletivum im Deutschen: Definition und Beispiele
Das Substantiv Expletiv bezeichnet ein für den Satzsinn
Ein Expletiv ist ein Wort, das für den Sinn eines Satzes entbehrlich ist. Hier erfährst du, wie du den Begriff einordnest und in eigenen Sätzen richtig verwendest.
Bedeutung und Einordnung von Expletiv
Ein Expletiv ist ein Wort, das du aus einem Satz streichen kannst, ohne dass sich dessen Sinn ändert. Gemeint ist damit eine Gesprächspartikel. Ein Beispiel ist das Wort wohl in einer Frage danach, ob jemand gerade Zeit hat. Zwei eigene Beispielsätze zeigen das: „Ob der Bus wohl schon weg ist?“ und „Wo steckt der Schlüssel wohl?“ Auch ohne wohl stellen beide Sätze dieselbe Frage.
Zur Wortart: Expletiv ist ein Substantiv im Neutrum, es heißt also das Expletiv. Mehr zum grammatischen Geschlecht findest du beim Thema Artikel der, die und das. Früher nannte man ein solches entbehrliches Wort auch Füllwort, Flickwort oder Würzwort.
Diese Erklärung bezieht sich auf die Form Expletiv. Für die Form Expletivum wird hier keine eigene Bedeutung und keine zusätzliche Fachbedeutung angegeben. Wenn du Wortbedeutungen und Abkürzungen klärst, halte die erklärte Form Expletiv und die gesuchte Form deshalb sauber auseinander.

So verwendest du den Begriff im Satz
Die Bedeutung zeigt sich am deutlichsten in einem konkreten Satz. Im Duden-Eintrag Expletiv dient wohl als Beispiel. Prüf deshalb an einem eigenen Satz, ob das Wort für den Sinn entbehrlich ist, indem du es probeweise weglässt. Bleibt die Aussage gleich, entspricht das Wort der Beschreibung eines für den Sinn entbehrlichen Wortes.
Zwei Beispielsätze mit klar erkennbarem Kontext: Im Gespräch über das Wetter fragt jemand „Ob es morgen wohl regnet?“. Am Abend klingelt das Telefon, und jemand fragt „Wer ruft da wohl so spät noch an?“. In beiden Sätzen kannst du wohl streichen, und die eigentliche Frage bleibt bestehen.
Formuliere anschließend einen eigenen Beispielsatz mit wohl und mach dieselbe Streichprobe. Kontrolliere in deinem Satz außerdem die Zeichensetzung und die Kommasetzung, damit das Beispiel sauber dasteht und die Frage klar erkennbar bleibt.
Auch beim Thema wissenschaftliches Schreiben bleibt die Erklärung dieselbe: Expletiv ist ein Substantiv im Neutrum und bezeichnet ein für den Satzsinn entbehrliches Wort. Beim Thema Groß- und Kleinschreibung hilft dir die Form das Expletiv als Vorlage für deinen eigenen Text.
Typische Verwechslungen und Fehlverwendungen
Eine Fehlverwendung besteht darin, Expletivum als belegte Stichwortform auszugeben. Der Eintrag führt die Form Expletiv. Behaupte deshalb nicht, ein Wörterbuch belege Expletivum, solange dir dafür kein Beleg vorliegt. Zur Pluralbildung macht diese Seite keine Angabe; kläre die Mehrzahl, bevor du sie in einem Text verwendest.
Ein zweiter Fehler betrifft Herkunft und Häufigkeit. Über die Wortgeschichte von Expletiv und darüber, wie oft das Wort vorkommt, trifft diese Erklärung keine Aussage, also solltest du auch keine erfinden. Ob die Schreibung von der Rechtschreibreform berührt wurde, ist hier ebenfalls nicht belegt; stelle daher keinen solchen Zusammenhang her.
Bei ähnlichen Wörtern zählt echte Bedeutungsnähe. Wenn du Synonyme suchst, kommen Füllwort, Flickwort und Würzwort in Betracht, denn so sprach man früher von einem solchen entbehrlichen Wort. Ein Wort, das nur ähnlich klingt, ersetzt Expletiv dagegen nicht.
Bezeichne wohl nicht als Expletiv, wenn beim Streichen etwas vom Sinn deines Satzes verloren geht. Diese Entscheidung triffst du am Satzsinn selbst; Rechtschreibprogramme prüfen dagegen die Schreibung deines Textes.

Checkliste für eine passende Verwendung
- Bedeutung laut Eintrag: ein für den Satzsinn entbehrliches Wort, eine Gesprächspartikel.
- Belegte Wortart: Substantiv im Neutrum, also das Expletiv.
- Beispiel mit wohl: Die Streichprobe lässt die Aussage deines Satzes unverändert.
- Stichwortform Expletiv geprüft und Expletivum nicht als eigenen Eintrag ausgegeben.
- Bedeutung und Satzkontext passen zusammen: Das Wort ist in genau diesem Satz entbehrlich.
- Mehrdeutigkeit benannt: Trägt wohl in deinem Satz eine eigene Aussage, sag das ausdrücklich und nenne es nicht Expletiv.
Diese Punkte betreffen nur die Bedeutung des Begriffs. Für allgemeine Fragen der Rechtschreibung und für die Rechtschreibregeln insgesamt ersetzt die Liste keine eigene Prüfung.
Fragen der Getrennt- und Zusammenschreibung oder das Thema Abkürzungen richtig schreiben gehören nicht zur Bedeutung von Expletiv. Für die Checkliste zählt allein, ob das Wort im jeweiligen Satz für den Sinn entbehrlich ist.
Bevor du den Begriff in unterschiedlichen Textformen einsetzt, geh die Liste einmal vollständig durch und stimme jedes Beispiel auf die belegte Bedeutung ab.
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Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Expletivum: Bedeutung, Wortart und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/expletivum
„Expletivum: Bedeutung, Wortart und Beispiele.“ korrektur.de, 27. Okt. 2026, korrektur.de/expletivum. Zugriff 27. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Expletivum: Bedeutung, Wortart und Beispiele. Verfügbar unter: https://korrektur.de/expletivum (Zugriff: 27. Oktober 2026).
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korrektur.de. Expletivum: Bedeutung, Wortart und Beispiele [online]. 2026 [Zugriff am 27.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/expletivum
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.duden.de (geprüft am 2026-10-27)
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