Volksbezeichnung einfach erklärt: Bedeutung und Verwendung
Volksbezeichnung steht im DWDS als bedeutungsverwandt mit Völkername
Volksbezeichnung steht für den Namen eines Volkes oder einer Volksgruppe. Hier erfährst du, zu welchen Ausdrücken das Wort gehört, wie du es im Satz einsetzt und welche Verwechslungen du vermeiden solltest.
Was Volksbezeichnung bedeutet
Eine Volksbezeichnung ist der Name eines Volkes oder einer Volksgruppe. Einfach erklärt: Das Wort steht nicht für die Menschen selbst, sondern für die Benennung, mit der man sie bezeichnet. Zwei Beispielsätze zeigen die Bedeutung: „Im Reiseführer werden die Volksbezeichnungen der Region kurz vorgestellt.“ „Sie fragte nach, welche Volksbezeichnung in dem Text gemeint war.“
Im DWDS-Eintrag zum Substantiv Ethnikon erscheint Volksbezeichnung als bedeutungsverwandter Ausdruck. Daneben stehen Völkername, Demonym und Ethnonym. Zusammen mit Ethnikon bilden diese Wörter eine Gruppe, deren Glieder alle den Namen eines Volkes oder einer Volksgruppe meinen.
Volksbezeichnung ist wie Ethnikon ein Substantiv. Bei der Groß- und Kleinschreibung bedeutet das, dass du das Wort mit großem Anfangsbuchstaben schreibst. Beim Artikel der, die und das lautet die Form hier: die Volksbezeichnung.
Die hier erklärte Bedeutung ist der Name eines Volkes oder einer Volksgruppe. Weitere Lesarten oder Fachkontexte behandelt dieser Beitrag nicht.

Volksbezeichnung im Satz richtig verwenden
Die Synonymgruppe rund um Ethnikon zeigt dir, wohin das Wort gehört: in Sätze, in denen es um den Namen eines Volkes geht. Ein eigenes Beispiel mit einem Völkernamen lautet: „Die Schülerin schrieb die Volksbezeichnung ‚Friesen‘ an die Tafel und unterstrich sie.“ Hier ist klar erkennbar, dass ein Name gemeint ist.
Der passende Sprachkontext wird durch neutrale Sätze sichtbar. In einem Bericht könnte stehen: „In der Einleitung nennt die Autorin die Volksbezeichnung, die sie im ganzen Bericht verwendet.“ In einem Gespräch klingt es so: „Weißt du, wie die Volksbezeichnung in dieser Sprache lautet?“ Beide Sätze stammen aus unterschiedlichen Textformen und zeigen dieselbe belegte Bedeutung.
Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung gilt für dieses Wort: Du schreibst Volksbezeichnung zusammen. Im Plural heißt es Volksbezeichnungen, etwa so: „Die Karte verzeichnet mehrere Volksbezeichnungen nebeneinander.“ Weitere Fragen dieser Art behandelt der Beitrag zur Pluralbildung.
Ein weiterer Beispielsatz zeigt das Wort in einem erklärenden Text: „Im Glossar steht die Volksbezeichnung in Anführungszeichen.“ Einzelheiten zu solchen Zeichen findest du beim Thema Zeichensetzung, Hinweise zum Stil beim Thema wissenschaftliches Schreiben.
Verwechslungen und Fehlverwendungen
- Gleichsetzung mit Volksbegriff: Volksbegriff gehört nicht zur Gruppe der bedeutungsverwandten Ausdrücke. Bei Volksbezeichnung ist ein Name gemeint, setz das Wort also nicht anstelle von Volksbegriff ein.
- Erfundene Herkunft oder Wertung: Behaupte keine Herkunft, Häufigkeit oder Wertung des Wortes, die du nicht nachprüfen kannst. Schreib daher nicht ohne Nachweis, das Wort sei veraltet, abwertend oder besonders verbreitet.
- Ähnliche Wörter ohne echte Nähe: Bedeutungsverwandt mit Volksbezeichnung sind Völkername, Ethnikon, Demonym und Ethnonym. Wenn du weitere Synonyme einsetzen willst, prüf zuerst, ob sie ebenfalls den Namen eines Volkes oder einer Volksgruppe meinen. Das Wort Volk allein bezeichnet keinen Namen, sondern die Gruppe selbst.
- Eigenmächtige Abkürzung: Erfinde keine eigene Abkürzung für Volksbezeichnung, sondern schreib das Wort im Fließtext vollständig aus. Allgemeine Hinweise bietet der Beitrag Abkürzungen richtig schreiben.
- Name und Gruppe vertauscht: Ein Satz wie „Die Volksbezeichnung wohnt an der Küste“ passt nicht, denn ein Name wohnt nirgends. Richtig ist etwa: „Die Volksbezeichnung ‚Friesen‘ steht auf der Karte.“ Rechtschreibprogramme zeigen Schreibfragen an; ob der Satz wirklich einen Namen meint, prüfst du selbst, indem du das Wort testweise durch „der Name“ ersetzt.

Checkliste für die passende Verwendung
- Meinst du den Namen eines Volkes oder einer Volksgruppe?
- Steht das Wort als Substantiv mit großem Anfangsbuchstaben und dem Artikel die?
- Passt dein Ausdruck zur Gruppe aus Völkername, Ethnikon, Demonym und Ethnonym, die das DWDS als bedeutungsverwandt führt?
- Hast du ein eigenes Beispiel mit einem Völkernamen gebildet?
- Hast du Volksbezeichnung klar von Volksbegriff getrennt?
- Sind Bedeutung und Satzkontext aufeinander abgestimmt?
- Könnte ein Leser eine andere Lesart vermuten? Dann benenne ausdrücklich, dass du das Wort im Sinn von Name eines Volkes verwendest.
Ein sauberer Beispielsatz braucht auch eine korrekte Form. Prüf in deinem Satz die Kommasetzung und gleich ihn mit den Rechtschreibregeln ab. Für die Schreibung des ganzen Absatzes hilft der Beitrag zur Rechtschreibung; Fragen zu alten und neuen Schreibweisen behandelt der Beitrag zur Rechtschreibreform.
Die Bedeutung von Volksbezeichnung steht damit fest: Sie benennt ein Volk oder eine Volksgruppe. Weitere Begriffe erklärt die Übersicht Wortbedeutungen und Abkürzungen.
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Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Volksbezeichnung: Bedeutung und Verwendung. korrektur.de. https://korrektur.de/volksbezeichnung
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korrektur.de. Volksbezeichnung: Bedeutung und Verwendung [online]. 2026 [Zugriff am 27.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/volksbezeichnung
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-27)