So nutzen Sie Personalpronomen richtig im Nominativ, Akkusativ und Dativ

Pronomen im Nominativ, Akkusativ und Dativ: Formen und Funktion der Personalpronomen

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 13. September 2026 · Pronomen im Überblick

Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Formen der deutschen Personalpronomen. Sie erfahren, worauf es bei der Unterscheidung von Person, Numerus und Kasus ankommt, welche spezifischen Merkmale die einzelnen grammatikalischen Kategorien besitzen und wie Sie die passenden Wörter sicher in Ihren Sätzen platzieren können.

Grundlegendes Verständnis der Personalpronomen

Personalpronomen verweisen auf Sprecher, Angesprochene oder Besprochene. Nach grammis zählen Personalpronomina zu den Pronomina und beziehen sich auf die sprechende, angesprochene oder besprochene Person. Damit kann ein Satz auf diese Personen verweisen, ohne ihren Namen erneut zu nennen. Die Bezeichnung beschreibt somit eine Untergruppe innerhalb der Wortart.

Für die Form sind drei Kategorien wichtig: Person, Numerus und Kasus. Die Person unterscheidet erste, zweite und dritte Person. Der Numerus trennt Singular und Plural. Der Kasus bezeichnet die grammatischen Fälle. Diese Kategorien können zusammen betrachtet werden, wenn eine Form nachgeschlagen wird. Die Quellen nennen für Personalpronomina außerdem die Distanzform Sie für die höfliche Anrede.

In der dritten Person Singular stehen drei Formen nebeneinander: er, sie und es. Hier wird das grammatische Genus unterschieden. Im Plural ist sie genusneutral. Die erste und zweite Person beziehen sich laut grammis in der Regel direkt auf Sprecher oder Angesprochene. Die dritte Person kann auf etwas verweisen, das vorher oder nachher genannt wird.

Beim Lesen einer Pronomentabelle lohnt es sich daher, zuerst die Person und den Numerus zu beachten. Danach lässt sich der Kasus der gesuchten Form zuordnen. Die Deklination zeigt dabei, dass sich Wortformen nach diesen Kategorien verändern können. Für eine weiterführende Einordnung können auch Pronomenarten betrachtet werden. Das Wort Pronomen bezeichnet dabei die übergeordnete Wortart, während Personalpronomina eine ihrer Untergruppen sind.

Pronomen im Nominativ, Akkusativ und Dativ: der Ablauf in drei Schritten

Die Nominativformen im Überblick

Im Nominativ nennt der Duden Formen für die erste, zweite und dritte Person. Die Übersicht unten trennt die Formen nach Person und Zahl. Dadurch steht jede verlangte Form in einer eigenen Tabellenzeile. In der ersten Person lautet die Singularform ich; im Plural steht wir. Für die zweite Person sind du und ihr aufgeführt. In der dritten Person stehen im Singular er, sie und es. Die Pluralform dieser Person ist sie.

Tabelle: Person, Zahl, Form im Nominativ
PersonZahlForm im Nominativ
1. PersonSingularich
2. PersonSingulardu
3. PersonSingularer, sie, es
1. PersonPluralwir
2. PersonPluralihr
3. PersonPluralsie

Die drei Singularformen der dritten Person unterscheiden sich nach dem grammatischen Genus. Grammis führt dafür er, sie und es als verschiedene Wortstämme an. Im Plural ist sie genusneutral. Die Tabelle zeigt deshalb drei Formen in der dritten Person Singular, aber nur eine Form in der dritten Person Plural. Sie ordnet die Formen nach den Kategorien Person und Numerus.

Die Form sie im Plural kann zugleich für die höfliche Anrede stehen. In dieser Verwendung wird sie großgeschrieben: Sie. Die Großschreibung kennzeichnet damit die Anredeform; die Pluralform bleibt sie. Der Duden nennt die dritte Person Plural als Grundlage dieser höflichen Anrede. Beim Lesen einer Form helfen daher die Angaben zur Person, zur Zahl und zur Groß- oder Kleinschreibung.

Hier stehen ausschließlich Formen im Nominativ. Für andere Kasus enthält dieser Abschnitt keine Übersicht. Die gezeigten Pronomen lassen sich mit Übungen wiederholen. Eine Pronomenliste kann beim Nachschlagen ergänzen, wenn sie die gesuchte Form ausdrücklich aufführt. Für die Einordnung zeigt die Tabelle Singular und Plural getrennt und stellt die drei Formen der dritten Person Singular nebeneinander dar.

Akkusativ und Dativ der ersten Person

Im Akkusativ und im Dativ ändern sich die Formen von ich und wir deutlich. Die Flexionstabelle bei Wiktionary weist im Singular für ich im Akkusativ mich und im Dativ mir aus. Im Plural gehört zu wir in beiden Fällen uns. Dadurch sind Dativ und Akkusativ bei der ersten Person Singular verschieden, bei der ersten Person Plural dagegen gleich.

Die dortige Übersicht nennt außerdem den Genitiv. Für die Singularform ich steht meiner, für die Pluralform wir unser. Damit umfasst die Tabelle vier Kasus und stellt die Formen von ich und wir einander gegenüber. Die folgende Tabelle gibt diese belegten Angaben wieder.

Tabelle: Kasus, Singular, Plural
KasusSingularPlural
Genitivmeinerunser
Dativmiruns
Akkusativmichuns

Ein Vergleich der letzten beiden Zeilen macht den Unterschied sichtbar. Bei ich stehen mit mir und mich zwei verschiedene Formen. Bei wir erscheint jeweils uns. Die Gleichheit im Plural betrifft in dieser Tabelle nur Dativ und Akkusativ der Form wir. Die Genitivform ist davon getrennt aufgeführt.

Diese Quelle belegt die Tabelle ausschließlich für ich und wir. Sie enthält keine entsprechenden Formen für du, er, sie, es, ihr oder Sie. Aus ihr lässt sich daher keine vollständige Übersicht für diese anderen Personalpronomina ableiten. Wer eine Form dieser Personen sucht, braucht einen Eintrag, der gerade das betreffende Personalpronomen behandelt. Beim Thema Pronomen zeigt die Übersicht somit einen begrenzten Vergleich: Sie stellt die vier Kasusformen der ersten Person im Singular und Plural dar, ohne Angaben zu anderen Personen zu ergänzen.

Funktionen und Referenztypen erklärt

Der Duden beschreibt die drei grammatischen Personen über ihren Bezug. Die erste Person steht für den Sprecher oder die Sprecherin. Die zweite Person bezieht sich auf die angesprochene Person. Mit der dritten Person können andere Personen oder Sachen gemeint sein. Diese Einteilung ordnet Personalpronomen nach der Rolle, auf die sie verweisen.

Grammis unterscheidet zusätzlich die Art dieses Verweises. Formen der ersten und zweiten Person haben dort in der Regel eine deiktische Funktion. Deiktisch heißt in diesem Zusammenhang, dass sie unmittelbar auf Sprecher oder Angesprochene zeigen. Die erste Person verweist damit auf die sprechende Person, die zweite auf die angesprochene Person. Diese Erklärung betrifft die Funktion der Personalpronomina, nicht ihre einzelnen Kasusformen.

Für die dritte Person nennt grammis einen anaphorischen oder kataphorischen Bezug. Anaphorisch bedeutet, dass der Verweis zu etwas zuvor Genanntem zurückführt. Kataphorisch verweist die Form auf etwas, das erst später genannt wird. Beide Begriffe benennen damit unterschiedliche Richtungen eines Verweises auf bereits oder anschließend Genanntes.

Auch beim Genus weist der Duden auf eine Besonderheit hin. Nur in der dritten Person Singular werden die Formen nach grammatischem Geschlecht unterschieden. Dort stehen er, sie und es nebeneinander. Bei den übrigen hier genannten Personen nennt die Quelle keine entsprechende Reihe von Genusformen. Im Plural steht nach grammis sie als genusneutrale Form.

Für die Einordnung einer Form können daher mehrere Angaben nebeneinander stehen: Person, Numerus und Kasus sowie bei der dritten Person Singular das Genus. Die Beschreibungen der Personen und der Verweisarten erklären unterschiedliche Seiten derselben Personalpronomina. Während die Person den Bezug auf Sprecher, Angesprochene oder andere Personen und Sachen beschreibt, erläutern deiktisch, anaphorisch und kataphorisch die Art des Verweises.

Häufige Stolperfallen und Lösungen

Bei der höflichen Anrede kann die Schreibweise von Sie geprüft werden. Der Duden nennt die dritte Person Plural zugleich als höfliche Anredeform und gibt an, dass sie dann großgeschrieben wird. Eine Gegenmaßnahme ist deshalb, in einem Satz mit höflicher Anrede gezielt zu kontrollieren, ob Sie groß steht.

Bei ich können mich und mir verwechselt werden. Die belegte Tabelle unterscheidet mich als Akkusativform und mir als Dativform. Zum Prüfen kann zuerst der Kasus im Satz bestimmt und anschließend die entsprechende Zeile der Tabelle für ich gewählt werden. Für wir ist diese Unterscheidung anders sichtbar: Dativ und Akkusativ lauten beide uns.

Ein weiterer möglicher Fehler ist, die Tabelle zu ich und wir auf du, er, sie, es, ihr oder Sie zu übertragen. Die verwendete Wiktionary-Seite belegt diese anderen Formen nicht. Als Gegenmaßnahme sollte für eine andere Person ein Eintrag benutzt werden, der genau diese Form behandelt, statt die Tabelle zu ich und wir zu erweitern.

Auch die Verweisfunktion kann übergangen werden. Laut grammis sind erste und zweite Person in der Regel deiktisch; sie zeigen direkt auf Sprecher oder Angesprochene. Die dritte Person kann anaphorisch oder kataphorisch auf vorher oder nachher Genanntes verweisen. Beim Lesen eines Satzes kann daher geprüft werden, ob ein direkter Bezug oder ein Verweis auf bereits beziehungsweise später Genanntes vorliegt.

Pronomen im Nominativ, Akkusativ und Dativ: Prüfliste mit vier Punkten

In drei Schritten zur richtigen Wahl

Die Form lässt sich in drei Schritten nachschlagen. Im ersten Schritt werden Person und Numerus festgelegt. Dabei wird bestimmt, ob die erste, zweite oder dritte Person gemeint ist und ob Singular oder Plural vorliegt. Diese Angaben grenzen die Formen ein, die in einer Übersicht betrachtet werden.

Im zweiten Schritt wird der Kasus aus dem Satz bestimmt. Für die hier behandelten Formen kommen Nominativ, Akkusativ oder Dativ in Betracht. Die Kasusbestimmung sollte nicht allein aus Bezeichnungen wie Handelnder, Empfangender oder Begünstigter abgeleitet werden. Wenn der Fall nicht klar ist, können Lehrkraft, betreuende Person oder Regelwerk bei der Einordnung helfen.

Im dritten Schritt wird die passende Form aus der Tabelle eingesetzt. Für den Nominativ stehen die Formen ich, wir, du, ihr, er, sie, es und sie zur Verfügung. Für Akkusativ und Dativ zeigt die hier verwendete Tabelle nur ich und wir: mich und mir im Singular sowie uns im Plural. Für andere Formen ist ein passender Eintrag nötig.

Bei der höflichen Anrede wird Sie stets großgeschrieben. Nach dem Einsetzen kann die Schreibweise daher noch einmal geprüft werden. Die drei Schritte bleiben dabei getrennt: erst Person und Numerus, dann Kasus, anschließend die Form aus der passenden Tabelle. So wird keine Form aus der Übersicht zu ich und wir auf andere Personen übertragen, für die diese Tabelle keinen Nachweis enthält.

Quellen und Stand

Die Einordnung „So nutzen Sie Personalpronomen richtig im Nominativ, Akkusativ und Dativ“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Häufige Fragen zu Pronomen im Nominativ, Akkusativ und Dativ

Warum wird die höfliche Anrede großgeschrieben?

Die Form der dritten Person Plural kann auch für die höfliche Anrede verwendet werden. Dann wird sie großgeschrieben: Sie.

Unterscheiden sich die Formen im Plural stark?

Für ich und wir ist belegt: Im Plural lautet sowohl der Dativ als auch der Akkusativ uns. Diese Aussage betrifft nur die Formen von ich und wir.

Betrifft die Erklärung alle möglichen Personen gleichermaßen?

Nein. Der Artikel zeigt die Nominativformen und Funktionen für die drei Personen. Bei Akkusativ und Dativ behandelt die Tabelle nur die erste Person mit ich und wir.

Was bedeutet der Begriff deiktisch in diesem Zusammenhang?

Deiktisch bedeutet hier einen direkten Verweis auf Sprecher oder angesprochene Personen.

Kann man die Tabelle für andere Pronomen übernehmen?

Die konkrete Wiktionary-Tabelle belegt nur die Formen von ich und wir. Sie enthält keine Formen für du, er, sie, es, ihr oder Sie. Prüfen Sie diese Formen daher in einer passenden Quelle.

Wie erkenne ich den richtigen Fall im Satz?

Legen Sie Person und Numerus fest und bestimmen Sie anschließend den Kasus im Satz. Setzen Sie dann die passende belegte Form ein. Bei offenen Fällen helfen Lehrkraft, betreuende Person oder Regelwerk weiter.

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