Lustige Pronomen verständlich erklärt
Lustige Pronomen einfach erklärt
Pronomen sind Fürwörter: Sie können Personen oder Sachen vertreten, auf etwas hinweisen oder ein Nomen näher bestimmen. Entscheidend ist ihre Funktion im Satz.
Was Pronomen leisten
Pronomen sind deklinierbare Wörter, die eine bereits genannte oder unbestimmte Person oder Sache vertreten. Als Fürwörter übernehmen sie damit eine Funktion im Satz. Welche Form vorliegt, zeigt sich im jeweiligen Satzgebrauch. Für die Einordnung ist deshalb nicht nur die Form eines Wortes wichtig, sondern auch seine Verwendung im Satz.
Bei den Demonstrativpronomen, also den hinweisenden Fürwörtern, steht der Hinweis auf etwas Bestimmtes oder die besondere Betonung im Vordergrund. Diese Wörter können ein Nomen begleiten oder es ersetzen. Beispiele für solche Formen sind dieser, jener, derselbe, derjenige, der und solcher. In „Jenes gefällt mir“ ersetzt jenes ein Nomen. In „Dieser Mantel gefällt mir“ begleitet dieser das Nomen Mantel.
Bei der Form der muss die Funktion genau geprüft werden. Sie kann als bestimmter Artikel vor einem Nomen stehen oder als betontes Demonstrativpronomen gebraucht werden. Deshalb reicht das äußere Aussehen allein nicht aus, um die Wortart zu bestimmen. Beim Thema Rechtschreibung und Rechtschreibregeln beschränkt sich diese Erklärung auf die grammatische Einordnung im konkreten Satz.
Ein Demonstrativpronomen und ein bestimmter Artikel dürfen nicht automatisch gleichgesetzt werden. Die Formen eines Demonstrativpronomens und eines Artikels stimmen nicht in allen Fällen überein. Die passende Erklärung entsteht aus der Verbindung von Form, Stellung und Funktion. Die Begriffe Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung sind nicht Teil dieser Bestimmung der Pronomenfunktion.

Die Funktion im Satz erkennen
Für die Satzanalyse wird zuerst festgestellt, ob das fragliche Wort ein Nomen begleitet oder selbst für eine Person beziehungsweise Sache steht. Danach wird geprüft, worauf es hinweist oder welches Nomen es ersetzt. Bei einem Demonstrativpronomen zeigt der Satzgebrauch, dass etwas Bestimmtes gemeint oder hervorgehoben wird.
Im Satz „Jenes gefällt mir besser“ steht jenes allein. Es ersetzt eine zuvor oder im Zusammenhang genannte Sache und weist auf sie hin. Im Satz „Jenes Bild gefällt mir besser“ begleitet jenes dagegen das Nomen Bild. Die Form hat in beiden Sätzen eine hinweisende Funktion, aber die Stellung im Satz ist verschieden.
Ein Relativpronomen sieht bei bestimmten Formen genauso aus wie ein Demonstrativpronomen. Seine Funktion zeigt sich daran, dass es einen Relativsatz einleitet. Der Relativsatz beschreibt ein Nomen oder Pronomen aus dem übergeordneten Satz näher. Das Relativpronomen bezieht sich auf dieses Bezugswort und stimmt mit ihm in Genus und Numerus überein. Der Kasus wird dagegen durch das Verb oder die Präposition im Relativsatz bestimmt.
Im Satz „Der Kuchen, den wir teilen, steht auf dem Tisch“ bezieht sich den auf Kuchen. Das Wort leitet den Relativsatz „den wir teilen“ ein. Seine Form ist nicht allein aus dem Bezugswort abzuleiten, denn die Funktion im Nebensatz beeinflusst den Kasus. Die Begriffe Kommasetzung und Zeichensetzung sind nicht Teil dieser Bestimmung. Auch Rechtschreibreform und Rechtschreibprogramme werden in dieser Satzanalyse nicht behandelt.
Auch welcher kann als Relativpronomen verwendet werden. Im Satz „Der Bericht, welchen wir prüfen, liegt vor“ leitet welchen den näher beschreibenden Relativsatz ein. Die Einordnung folgt also der Funktion im Satz und nicht nur dem Klang oder der sichtbaren Form.
Drei kurze Satzanalysen
- „Dieser Kaktus trägt heute meinen Hut.“
Dieser begleitet das Nomen Kaktus. Das Wort weist auf einen bestimmten Kaktus hin und betont ihn als die gemeinte Sache. Deshalb passt hier die Einordnung als Demonstrativpronomen.
- „Jene Ente bestellt drei Portionen Pommes.“
Jene steht bei Ente. Auch diese Form begleitet ein Nomen und hebt die gemeinte Ente hervor. Der komische Inhalt des Satzes ändert dabei nichts an der Funktion des Pronomens.
- „Der Toaster, der nachts Oper singt, steht auf dem Tisch.“
Das zweite der eröffnet den Relativsatz der nachts Oper singt. Es bezieht sich auf Toaster; der Relativsatz beschreibt dieses Nomen näher. Darum ist dieses der ein Relativpronomen.
- „Das dort jongliert mit drei Zitronen.“
Das steht selbstständig und verweist auf etwas, auf das hingewiesen wird. Die betonte, hinweisende Verwendung spricht in diesem Satz für ein Demonstrativpronomen. Für die Einordnung zählt der ganze Satz, denn dieselbe Form kann verschiedene grammatische Funktionen haben.
Die lustigen Bilder machen die Satzfunktion nicht anders: Ein Demonstrativpronomen kann ein Nomen begleiten oder es ersetzen. Ein Relativpronomen leitet dagegen einen Relativsatz ein und nimmt Bezug auf ein Nomen oder Pronomen im übergeordneten Satz.
Begriffe zum Weiterdenken: wissenschaftliches Schreiben, Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen und Artikel der, die und das.
Was nicht pauschal entschieden werden darf
Die gleiche sichtbare Form beweist nicht automatisch dieselbe Wortart. Besonders bei der muss zwischen dem bestimmten Artikel und dem betonten Demonstrativpronomen unterschieden werden. Zusätzlich kann der als Relativpronomen auftreten. Die Entscheidung darf daher nicht allein aus der Schreibweise abgeleitet werden.
Auch der Kasus eines Relativpronomens darf nicht pauschal vom Bezugswort übernommen werden. Das Relativpronomen stimmt mit seinem Bezugswort in Genus und Numerus überein. Sein Kasus hängt jedoch vom Verb oder von der Präposition im Relativsatz ab. Eine Erklärung zu Kasus oder Bedeutung muss deshalb den konkreten Satz berücksichtigen.
Die Quelle nennt welcher als mögliche Form eines Relativpronomens. Daraus wird keine weitergehende Liste von Ausnahmen abgeleitet. Ebenso werden keine zusätzlichen Sonderfälle ergänzt, wenn sie in den vorliegenden Angaben nicht direkt belegt sind. Bei Unsicherheit ist zu prüfen, ob ein Nebensatz eingeleitet wird, auf welches Bezugswort sich das Pronomen bezieht und welche syntaktische Funktion es im Nebensatz übernimmt.
Pronomenfragen sollten außerdem nicht mit jeder anderen Sprachfrage vermischt werden. Die Pluralbildung betrifft die Zahlform, Synonyme betreffen bedeutungsverwandte Ausdrücke, und Textformen bezeichnen unterschiedliche Arten von Texten. Diese Begriffe liefern für sich genommen keine Entscheidung darüber, ob ein Ausdruck im konkreten Satz Artikel, Demonstrativpronomen oder Relativpronomen ist.

Prüfablauf für den eigenen Satz
- Markiere das fragliche Wort und lies den vollständigen Satz einschließlich möglicher Nebensätze.
- Prüfe, ob das Wort ein Nomen begleitet oder ein Nomen beziehungsweise eine Person oder Sache vertritt.
- Wenn es auf etwas Bestimmtes hinweist oder etwas betont, prüfe die Funktion als Demonstrativpronomen.
- Wenn es einen Relativsatz einleitet, bestimme das Bezugswort. Prüfe die Übereinstimmung in Genus und Numerus.
- Ermittle den Kasus des Relativpronomens aus dem Verb oder der Präposition im Relativsatz.
- Vergleiche bei der die mögliche Funktion als Artikel, Demonstrativpronomen oder Relativpronomen. Entscheide nicht nur nach dem Aussehen.
- Formuliere einen eigenen Vergleichssatz, in dem das Pronomen ein Nomen begleitet, und einen zweiten, in dem es ein Nomen ersetzt. So wird die Satzfunktion sichtbar.
- Prüfe abschließend die Grenze der Aussage: Wurde nur eine durch den Satz belegte Funktion bestimmt, oder wurde eine nicht belegte Ausnahme ergänzt?
Dieser Ablauf verbindet die belegte Regel mit der praktischen Satzanalyse. Für den eigenen Text bleibt die Prüfung auf Funktion, Bezug, Form, Genus, Numerus und den im Relativsatz bestimmten Kasus beschränkt. Das Wort Rechtschreibung bezeichnet dabei keinen weiteren Prüfschritt in diesem Ablauf.
Quellen und Stand
- Was sind Pronomen? | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)
- Pronomen, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)
Im Zusammenhang „Lustige Pronomen verständlich erklärt“ werden die zentralen Punkte gebündelt.