Postum oder posthum: Was ist richtig?

Postum posthum: richtige Schreibweise

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Rechtschreibtipps

Bei der Schreibweise stehen sich „postum“ und „posthum“ gegenüber. Nach der im Quellenmaterial genannten Duden-Einordnung gelten beide Formen als gleichberechtigt und haben dieselbe Bedeutung. Die Schreibweise „postum“ wird dort als sichere Wahl genannt.

Kurzantwort: Postum und posthum sind belegt

Die richtige Schreibweise lässt sich nicht auf nur eine Form verkürzen: postum und posthum werden nach der genannten Duden-Einordnung als gleichberechtigte Schreibweisen mit derselben Bedeutung geführt. Beide Formen bedeuten „nach dem Tod“.

Wenn eine eindeutige Schreibentscheidung verlangt wird, nennt die Quelle postum als die Schreibweise, mit der man auf Nummer sicher gehen kann. Damit ist „postum“ die empfohlene Form für den schnellen praktischen Gebrauch. „Posthum“ wird im Quellenmaterial zugleich als ebenfalls gleichberechtigte Schreibweise mit derselben Bedeutung geführt.

Die unmittelbare Antwort lautet deshalb: Richtig sind postum und posthum. Für eine einzelne Entscheidung im eigenen Text können Sie „postum“ verwenden. Wer „posthum“ liest oder schreibt, verwendet nach der genannten Duden-Aussage ebenfalls eine belegte Form mit derselben Bedeutung.

Ein neutrales Beispiel ist: „Das Werk erschien postum.“ Die zweite belegte Form lässt sich ebenso in einem Beispielsatz verwenden: „Die Aufzeichnungen wurden posthum veröffentlicht.“ Die Beispiele dienen dazu, die beiden Schreibbilder im Satz sichtbar zu machen. Sie begründen keine zusätzliche Regel über bestimmte Textsorten, Personen oder Veröffentlichungsarten.

Postum posthum: richtige Schreibweise mit einem Ablauf aus Prüfung, Kontakt und Dokumentation

Regelbezug: Zwei Schreibweisen, eine Bedeutung

Die tragende Regel für die Entscheidung ist die im Quellenmaterial wiedergegebene Duden-Einordnung: postum und posthum sind gleichberechtigte Schreibweisen und haben dieselbe Bedeutung. Eine Form ist daher nicht wegen eines anderen Sinns von der anderen zu trennen.

Die Unterscheidung zwischen richtiger und falscher Form fällt dadurch differenziert aus. Nach Duden gelten beide Formen als richtig. Das Quellenmaterial nennt zugleich eine abweichende Wörterbuchbewertung: Brockhaus Wahrig führt „posthum“ als falsche Schreibweise von „postum“. Die Quellenangaben beschreiben damit unterschiedliche Bewertungen der beiden Formen.

Die Regel lässt sich direkt an Beispielen anwenden. „Das letzte Werk erschien postum“ verwendet die von der Quelle als sichere Wahl bezeichnete Form. „Das letzte Werk erschien posthum“ verwendet die ebenfalls nach Duden gleichberechtigte Form. In beiden Sätzen bleibt die Bedeutung „nach dem Tod“ gleich.

Aus der Wortgeschichte ergibt sich im Quellenmaterial eine Erklärung für die Doppelung. „Postum“ wird auf das lateinische Wort postumus zurückgeführt. „Posthum“ entstand demnach durch eine direkte Deutung des Inhalts und eine Verbindung mit dem lateinischen Wort posthumus, das mit „nach“ sowie mit „Erde“ oder „beerdigen“ verbunden wird. Die Quelle bezeichnet „posthum“ deshalb als volksetymologische Schreibung. Diese Herkunftserklärung ändert nichts daran, dass die Duden-Einordnung beide Schreibweisen als gleichberechtigt nennt.

Für die konkrete Schreibentscheidung können beide in den Beispielen gezeigten Formen nach der Duden-Einordnung verwendet werden. Die Quelle nennt „postum“ als sichere Wahl.

Richtig oder falsch: Beispiele im Satz

Die folgenden Paare prüfen jeweils nur die Aussage über die beiden Formen. Der Satzanfang ist davon getrennt: Er gehört nicht zur Entscheidung zwischen „postum“ und „posthum“.

Tabelle: Richtig, Falsch
RichtigFalsch
Das Werk erschien postum.Das Werk erschien postum, und „posthum“ ist nach Duden falsch.
Der Roman wurde posthum veröffentlicht.Der Roman wurde posthum veröffentlicht, weil „posthum“ etwas anderes als „postum“ bedeutet.
Die Ausgabe erschien postum.Die Ausgabe erschien postum, weil „posthum“ keine gleichberechtigte Schreibweise ist.

In allen linken Sätzen steht eine nach der genannten Duden-Einordnung richtige Form. Die rechten Sätze sind falsch, weil sie „posthum“ entgegen dieser Einordnung als falsch, bedeutungsverschieden oder nicht gleichberechtigt darstellen.

Die abweichende Wörterbuchbewertung bleibt davon zu unterscheiden: Brockhaus Wahrig führt „posthum“ als falsche Schreibweise von „postum“. Diese Angabe erlaubt keine pauschale Behauptung, „posthum“ sei ohne weitere Einordnung falsch, denn nach Duden sind beide Formen gleichberechtigt.

Stolperfallen bei postum und posthum

Leiten Sie die Form nicht allein aus der Aussprache ab. Vergleichen Sie die Buchstabenfolge im geschriebenen Wort mit den beiden belegten Formen „postum“ und „posthum“.

Auch ein umgangssprachlicher Eindruck entscheidet nicht über die Schreibweise. Prüfen Sie stattdessen die Duden-Einordnung: Dort werden „postum“ und „posthum“ als gleichberechtigte Schreibweisen mit derselben Bedeutung geführt.

Eine weitere Verwechslung entsteht, wenn die abweichende Bewertung eines anderen Wörterbuchs mit einer allgemeinen Entscheidung gleichgesetzt wird. Brockhaus Wahrig führt „posthum“ als falsche Schreibweise von „postum“, während Duden beide Formen als gleichberechtigt einordnet. Schreiben Sie daher nicht pauschal, „posthum“ sei ohne Einordnung falsch.

Auch die Wortherkunft ist keine zusätzliche Schreibregel. „Postum“ wird auf das lateinische postumus zurückgeführt; „posthum“ erklärt die Quelle als volksetymologische Schreibung. Für den eigenen Satz bleibt entscheidend, die gewählte Form mit „postum“ oder „posthum“ abzugleichen.

Verwenden Sie keine Häufigkeitsbehauptung, um eine Form zu bewerten. Halten Sie stattdessen die belegte Unterscheidung fest: Nach Duden sind beide Formen gleichberechtigt; „postum“ wird als sichere Wahl genannt, während Brockhaus Wahrig „posthum“ abweichend beurteilt.

Ungeeignete und belastbare Vorgehensweise bei Postum posthum: richtige Schreibweise

Merkcheck für die schnelle Prüfung

  1. Schreibweise prüfen: Vergleichen Sie Ihr Wort mit den beiden belegten Formen postum und posthum. Achten Sie darauf, keine zusätzliche Endung oder andere Buchstabenfolge zu schreiben.
  2. Regel zuordnen: Nach Duden sind beide Formen gleichberechtigt und bedeuten dasselbe. Für eine einzelne praktische Entscheidung steht „postum“ als sichere Wahl zur Verfügung.
  3. Beispielsatz lesen: Setzen Sie die gewählte Form in einen vollständigen Satz, etwa: „Das Werk erschien postum.“ oder „Der Roman wurde posthum veröffentlicht.“
  4. Satzanfang trennen: Prüfen Sie die Position im Satz getrennt von der Entscheidung zwischen den beiden Wortformen.
  5. Verwechslung ausschließen: Leiten Sie die Form nicht aus Aussprache, Umgangssprache oder einer Häufigkeitsbehauptung ab. Gleichen Sie sie mit der Duden-Einordnung ab und beachten Sie die im Text genannte abweichende Bewertung durch Brockhaus Wahrig.

Der Prüfweg lautet: Form abgleichen, Duden-Einordnung prüfen, Beispielsatz lesen, Satzanfang getrennt betrachten und Verwechslungen ausschließen.

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Häufige Fragen zu Postum posthum: richtige Schreibweise

Welche Schreibweise ist richtig: postum oder posthum?

Nach der im Quellenmaterial genannten Duden-Einordnung sind postum und posthum gleichberechtigte Schreibweisen mit derselben Bedeutung. Als sichere Wahl wird postum genannt.

Was bedeutet postum beziehungsweise posthum?

Beide Schreibweisen bedeuten „nach dem Tod“.

Ist posthum falsch?

Nach Duden wird posthum im Quellenmaterial als gleichberechtigte Schreibweise neben postum genannt. Brockhaus Wahrig wird zugleich mit einer abweichenden Bewertung angeführt.

Welche Form sollte ich im eigenen Text verwenden?

Wenn Sie eine eindeutige praktische Entscheidung treffen möchten, verwenden Sie postum. Diese Form wird im Quellenmaterial als sichere Wahl bezeichnet.

Hat postum eine andere Bedeutung als posthum?

Nein. Die beiden nach Duden gleichberechtigten Schreibweisen werden im Quellenmaterial mit derselben Bedeutung angegeben.

Wie prüfe ich die Schreibweise schnell?

Vergleichen Sie das Wort mit postum und posthum, prüfen Sie die Bedeutung „nach dem Tod“ und setzen Sie die gewählte Form in einen vollständigen Beispielsatz. Den Satzanfang behandeln Sie getrennt von der eigentlichen Wortregel.

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