Memento mori: Definition, Verwendung und Beispiele
Memento mori ist laut DWDS ein bildungssprachlicher Mehrwortausdruck
Memento mori stammt aus dem Lateinischen und erinnert an die eigene Sterblichkeit. Hier erfährst du, was der Ausdruck bedeutet, wie du ihn passend einsetzt und welche Fehldeutungen du vermeiden solltest.
Definition und Bedeutung von Memento mori
Memento mori ist ein bildungssprachlicher Mehrwortausdruck aus dem Lateinischen, der an die Endlichkeit des Lebens erinnert. Wörtlich heißt er „Bedenke, dass du sterben wirst“, sinngemäß also: Sei dir deiner Sterblichkeit bewusst. Zwei Beispiele zeigen die Bedeutung im Satz: „Beim Anblick des verwelkten Straußes dachte er an Memento mori und an seine eigene Sterblichkeit.“ „Sie las die Inschrift Memento mori und wurde für einen Moment still.“
Zur Wortart: Laut DWDS wird der Ausdruck als Substantiv gebraucht, und zwar nur im Singular. Übernimm die Schreibung Memento mori unverändert, dann stellen sich Fragen zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung gar nicht erst durch eigene Umformungen.
Diese Erklärung beschränkt sich auf die oben beschriebene Bedeutung, also die Erinnerung an die eigene Sterblichkeit, und ordnet den Ausdruck keinem weiteren Fachkontext zu. Wenn du weitere Wortbedeutungen und Abkürzungen klären möchtest, trenne diese Fragen von der Bedeutung dieses Ausdrucks, so wie auch Fragen der Rechtschreibung eine eigene Prüfung verdienen.

Verwendung im Satz mit Beispielen
Bei der Verwendung hilft dir zuerst die Herkunft: Der Ausdruck ist lateinisch, und seine Stilebene ist bildungssprachlich. Prüf deshalb, ob der Ton deines Textes dazu passt, und wähle unter den verschiedenen Textformen diejenige, in der ein gehobener Ausdruck nicht als Fremdkörper wirkt. Auch wissenschaftliches Schreiben verlangt, dass du den Ausdruck nur in seiner belegten Bedeutung einsetzt.
Der Ausdruck wird nur im Singular gebraucht. Bilde also keine Mehrzahl, auch wenn dir die Pluralbildung anderer Substantive im Satz eine solche Form nahelegt. Welcher der Artikel der, die und das vor dem Ausdruck steht, ist hier nicht belegt; formuliere deine Sätze bei Unsicherheit so, dass kein Artikel direkt davorsteht.
Diese Beispielsätze zeigen unterschiedliche Kontexte zur belegten Bedeutung:
- Nach dem Tod seines Großvaters wurde ihm Memento mori zu einem Satz, der ihn täglich begleitete.
- Im Gespräch über das Älterwerden zitierte die Dozentin Memento mori als Mahnung, sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu sein.
- Der Grabstein trug die Worte Memento mori, und die Besucher blieben davor stehen.
Achte beim Zitieren in Anführungszeichen auf saubere Zeichensetzung und bei eingeschobenen Erklärungen auf die Kommasetzung. Formuliere danach ein eigenes Beispiel aus deinem Alltag, in dem es tatsächlich um Sterblichkeit geht, etwa: „Die leere Bank im Park war für sie ein stilles Bild für Memento mori.“
Typische Verwechslungen und Fehldeutungen
Memento mori ist keine Erinnerung beliebiger Art. Ein Satz wie „Der Kalender war ein Memento mori für den Zahnarzttermin“ verfehlt die Bedeutung, denn der Ausdruck erinnert an die Endlichkeit des Lebens und nicht an Termine, Aufgaben oder Pflichten. Schreib ihm auch keine weitere Bedeutung zu, die nicht belegt ist.
Belegte Synonyme liegen hier nicht vor. Nenne ähnliche Wörter deshalb nur, wenn sie wirklich die eigene Sterblichkeit ins Bewusstsein rufen, und erkläre in deinem Text, worin die Nähe besteht.
Behaupte über den Ausdruck keine Entstehungsgeschichte, die über die lateinische Herkunft hinausgeht, und mach keine Aussage darüber, wie verbreitet er ist. Verlass dich bei der Bedeutung auch nicht auf Rechtschreibprogramme, denn eine korrekt markierte Schreibung sagt nichts über den passenden Sinn im Satz. Ob die Rechtschreibreform den Ausdruck betrifft, ist hier nicht belegt; behalte daher die gezeigte Form bei.

Checkliste für die passende Verwendung
- Bedeutung laut DWDS: Erinnerung an die Endlichkeit des Lebens und an die eigene Sterblichkeit.
- Wortart: Substantiv, nur im Singular, ohne Pluralform.
- Herkunft: lateinisch, wörtlich „Bedenke, dass du sterben wirst“.
- Stilebene: bildungssprachlich, passend zu einem Text mit ernstem, gehobenem Ton.
- Eigenes Beispiel: ein Satz, in dem es wirklich um Vergänglichkeit geht.
- Bedeutung und Satzkontext abstimmen: Prüf, ob dein Satz ohne den Ausdruck noch von Sterblichkeit handelt.
- Mehrdeutigkeit benennen: Eine zweite Bedeutung ist für diesen Ausdruck nicht belegt. Verwende ihn deshalb nur im Sinn der Erinnerung an die eigene Sterblichkeit und sag es ausdrücklich, falls dein Satz etwas anderes meinen könnte.
Schreib den Ausdruck im Satz aus, statt eine eigene Kurzform zu bilden. Hinweise dazu, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst, helfen nur bei vorhandenen Kurzformen. Allgemeine Rechtschreibregeln ersetzen außerdem keine Klärung der Bedeutung, deshalb prüfst du beides getrennt.
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Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Memento mori: Bedeutung, Herkunft und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/memento-mori
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Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-27)