Machen Synonym: das präzise Verb finden

Benjamin LohrerFachlich geprüft von Benjamin Lohrer, Lektor bei korrektur.de · Stand: 5. August 2026

Ein Verb für alles heißt ein Verb für nichts

Lesezeit ca. 5 Min. · aktualisiert: 5. August 2026 · alle Synonyme

Verben wie „machen“ können sehr unterschiedliche Handlungen bezeichnen, etwa herstellen, verursachen oder durchführen. Gerade deshalb lohnt es sich, im Kontext nach einem Verb zu suchen, das die gemeinte Handlung genauer benennt: Was geschieht eigentlich?

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Wortwahl und Synonyme: Merkzettel

Die Synonyme für machen, und daneben ein Merkzettel: acht schwache Wörter wie „zeigen“ oder „wichtig“, je vier treffende Alternativen, jeder Bedeutungsunterschied benannt, dazu die Warnung vor Synonymen, die die Aussage verschieben.

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Synonym für Machen: Vergleich zwischen generischem Verb und präzisem Fachterminus
Machen Synonym: das präzise Verb finden im Überblick.

Alternativen sortiert nach Handlung

Beim Herstellen eines Gegenstands oder Texts können anfertigen, erstellen, erzeugen und produzieren passen. Erstellen wird etwa für Dokumente oder Grafiken verwendet, anfertigen für handwerkliche oder schriftliche Arbeiten. Welche Wahl passt, hängt vom Gegenstand und vom gemeinten Vorgang ab.

Für das Durchführen einer Maßnahme kommen durchführen, vornehmen, ausführen und absolvieren je nach Zusammenhang infrage. Absolvieren kann sich auf Lehrgänge, Praktika, Prüfungen oder Trainings beziehen; vornehmen passt etwa zu Änderungen oder Prüfungen. Durchführen eignet sich zum Beispiel für Untersuchungen und Verfahren.

Zum Bewirken einer Veränderung stehen bewirken, auslösen, verursachen und hervorrufen bereit. Die Bedeutungsnuancen unterscheiden sich: Auslösen bezeichnet, dass etwas einen Vorgang in Gang setzt; verursachen bezeichnet einen Kausalzusammenhang. in wissenschaftlichen Texten sollten behauptete Kausalzusammenhänge belegt oder durch die Untersuchung gedeckt sein.

Funktionsverbgefüge auflösen

Nicht jede Verbindung mit machen ist ein Funktionsverbgefüge. Bei festen Verbindungen mit einem Substantiv kann der inhaltliche Schwerpunkt jedoch im Substantiv liegen, etwa bei eine Bemerkung machen, eine Analyse machen oder Gebrauch machen von. Ob eine Verbform wie bemerken, analysieren oder benutzen passt, entscheidet der genaue Sinn der Formulierung.

Prüfungsmethode: Steht nach machen ein Substantiv, kann eine Verbform den Satz kürzer machen. Prüf jedoch, ob das Verb die gemeinte Aussage und den Stil trifft: „Die Autorin macht die Aussage, dass...“ lässt sich je nach Zusammenhang als „Die Autorin sagt aus, dass...“ bzw. „Die Autorin argumentiert, dass...“ formulieren. Siehe auch darstellen.

Checkliste zur Auswahl passgenauer Synonyme für das Verb Machen

Dort, wo machen unersetzbar bleibt

In festen Wendungen und Redensarten bleibt machen häufig stehen: sich Sorgen machen, Schluss machen, sich auf den Weg machen, das macht nichts. Auch in der Mathematik kommt es umgangssprachlich vor: drei mal drei macht neun. Ein Ersatz sollte nur gewählt werden, wenn er die Bedeutung und den üblichen Sprachgebrauch erhält.

In „Die Gruppe macht ein Drittel der Stichprobe aus.“ gehört machen zum trennbaren Verb ausmachen. Dieses Verb hat hier die Bedeutung „betragen“ oder „einen Anteil bilden“ und ist nicht bloß eine Umformung von machen.

Machen in Arbeiten und Bewerbungen

Bei Forschungsarbeiten fällt das Wort besonders in der Einleitung auf, wenn der eigene Beitrag beschrieben wird: „In dieser Arbeit wird eine Untersuchung gemacht.“ Deutlicher ist zum Beispiel: „Diese Arbeit untersucht, ob...“. Dasselbe Prinzip gilt im Methodenkapitel: Statt „eine Befragung gemacht“ kann genauer beschrieben werden, wer befragt wurde.

Lebenslauf-Einträge mit allgemeinem machen können die Aufgabe offenlassen: „Ich habe die Buchhaltung gemacht.“ Verben wie geleitet, verantwortet, bearbeitet oder unterstützt benennen Tätigkeiten genauer, sofern sie die tatsächliche Rolle zutreffend beschreiben. Auch gut bleibt ohne weiteren Kontext unpräzise. Weitere Alternativen finden sich in der Liste Synonyme.

Spezialfall ist die kausale Wendung: „Das macht die Auswertung schwierig.“ Stattdessen kann formuliert werden: „Das erschwert die Auswertung.“ Auch „macht deutlich“ lässt sich je nach Zusammenhang durch verdeutlichen oder demonstrieren ersetzen. Solche Wendungen kommen in wissenschaftlichen Texten vor und lassen sich häufig durch ein genaueres Verb ersetzen.

In der gesprochenen Sprache kann machen als Platzhalter dienen, wenn das passende Verb gerade fehlt: "Ich mach das dann mal." In einer wörtlichen Wiedergabe von Interviews oder Protokollen bleibt diese Formulierung erhalten; bei einer Paraphrase wird sie dagegen sinngemäß wiedergegeben. Die Quellenangabe richtet sich dabei nach Zitierstil und Fachvorgabe, siehe Zitierweisen.

Feste Wendungen gibt es auch bei reflexiven Formen, etwa sich gut machen (gut wirken), sich etwas machen aus (auf etwas Wert legen) und sich auf den Weg machen. Ein einzelnes Ersatzverb bildet ihre Bedeutung oft nicht vollständig ab. „Er macht sich nichts aus Kaffee“ zeigt, dass er keinen Wert darauf legt; die passende Umformung hängt vom Satzzusammenhang ab.

In Aufgabenbeschreibungen und Stellenanzeigen kann machen zu ungenau sein. „Sie machen die Korrespondenz“ lässt offen, ob jemand formuliert, ablegt oder nur weiterleitet. Wer die Tätigkeit benennt, beschreibt die Rolle genauer.

Was ist das beste Synonym für machen?

Ein einziges Synonym gibt es nicht; keines deckt alle Bedeutungen von machen ab. Das Verb nennt keine bestimmte Handlung. Entscheidend ist daher, was geschieht, etwa anfertigen, durchführen oder bewirken.

Was sind Funktionsverbgefüge?

Funktionsverbgefüge sind Verbindungen aus einem Verb und einer Nominal- oder Präpositionalgruppe, die zusammen ein Prädikat bilden. Bei prototypischen Fällen liegt der inhaltliche Schwerpunkt häufig im Substantiv; sie lassen sich oft durch ein Vollverb ersetzen, etwa eine Aussage machen statt aussagen.

Darf machen in einer Bachelorarbeit stehen?

Ja. In festen Wendungen ist machen üblich. Wo eine konkrete Handlung beschrieben wird, kann ein präziseres Verb hilfreicher sein, etwa untersuchen statt eine Untersuchung machen.

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Stand: 5. August 2026

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