Was bedeutet „mit sich bringen“?
Mit sich bringen Synonym: Bedeutung und Verwendung
„Mit sich bringen“ bezeichnet im belegten Bedeutungsbereich etwas, das etwas anderes hervorruft oder verursacht. Je nach Satz können „hervorrufen“ oder „verursachen“ als Ersatzformen passen.
Bedeutung und passende Synonyme
„Mit sich bringen“ kann in dem hier belegten Bedeutungsbereich bedeuten, dass ein Sachverhalt etwas hervorruft oder verursacht. Die Wendung beschreibt damit eine Folge. Als Ersatz kommen nur „hervorrufen“ und „verursachen“ in Betracht, wenn sie im vollständigen Satz dieselbe Aussage ausdrücken. Beide Formen müssen dabei zum Satzgegenstand und zu der genannten Folge passen.
Ein Satz wie „Die Änderung bringt Rückfragen mit sich“ lässt sich darauf prüfen, ob „Die Änderung verursacht Rückfragen“ oder „Die Änderung ruft Rückfragen hervor“ dieselbe Aussage ergibt. Bei passender Aussage kann eine dieser Formen verwendet werden. Verändert der Ersatz die Aussage, bleibt die Wendung stehen oder der Satz wird neu formuliert. Andere im Quellenausschnitt genannte Ausdrücke gehören zu weiteren Konstruktionen und Bedeutungsrichtungen von „bringen“; sie sind keine Grundlage für eine Ersetzung dieser Wendung.
Wer die Rechtschreibung eines solchen Satzes prüft, kann zuerst den Satzgegenstand und die beschriebene Folge bestimmen. Anschließend wird geprüft, ob „hervorrufen“ oder „verursachen“ die Aussage erhält. Diese Vorgehensweise leitet keine zusätzliche Bedeutung, Wertung, Fachbedeutung oder allgemeine Austauschregel aus dem Quellenwortlaut ab. Sie hilft nur dabei, die konkrete Formulierung auf die belegte Bedeutung zu beziehen.

Bedeutung und Kontext unterscheiden
Die passende Erklärung ergibt sich aus dem Zusammenhang und aus der Aussageabsicht. Die Quelle nennt bei „bringen“ mehrere Bedeutungsrichtungen als Alternativen. Sie müssen daher nicht gemeinsam in jedem Satz enthalten sein. Für die hier behandelte Wendung ist besonders zu prüfen, ob eine genannte Folge gemeint ist.
- Etwas ruft etwas hervor oder verursacht etwas. In einem Satz wie „Die neue Regelung bringt zusätzliche Fragen mit sich“ steht die hervorgerufene Folge im Mittelpunkt. Der Satz verbindet einen Sachverhalt mit einer darin genannten Folge.
- Jemand wird zu einer Handlung gebracht. In einem Satz wie „Das Gespräch brachte ihn dazu, den Vorschlag zu prüfen“ steht die Handlung einer Person im Vordergrund. Die Quelle führt „dazu bringen“ als verwandte Konstruktion auf; deshalb sollte im Satz geprüft werden, ob genau diese Personen-Handlungs-Beziehung gemeint ist.
Kontext und Aussageabsicht gehören bei der Auswahl zusammen. Beschreibt der Satz eine Folge, sollte ein Ersatz ebenfalls eine hervorgerufene oder verursachte Folge ausdrücken. Beschreibt er eine Person und eine Handlung, muss der Ersatz diese Beziehung sprachlich tragen. Für Rechtschreibregeln sind daneben die konkrete Satzform, die Schreibweise und die grammatische Einbindung zu prüfen.
Die Wortfolge „mit sich bringen“ darf im eigenen Satz erhalten bleiben, wenn genau diese Aussage gemeint ist. Soll ein anderes Wort verwendet werden, ist zunächst zu prüfen, ob der Ersatz dieselbe Aussageabsicht wiedergibt. Fragen zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung betreffen die Schreibweise und beantworten nicht allein die Bedeutungsfrage. Ein eigener Beispielsatz kann dabei sichtbar machen, ob eine Folge oder eine Handlung einer Person beschrieben wird. Passt keine der geprüften Ersatzformen, bleibt die ursprüngliche Wendung im Satz stehen.
Drei eigenständige Beispiele
Die folgenden Sätze sind eigenständige Beispiele. In jedem Satz bezeichnet „mit sich bringen“ eine Folge.
- „Die Umstellung bringt zusätzliche Abstimmungen mit sich.“ Der Satz kann mit „verursacht zusätzliche Abstimmungen“ geprüft werden.
- „Die neue Regelung bringt einen weiteren Prüfschritt mit sich.“ Hier beschreibt die Wendung den zusätzlichen Prüfschritt als Folge.
- „Der Wechsel des Ablaufs bringt Rückfragen mit sich.“ Als Vergleich kann „ruft Rückfragen hervor“ dienen.
- „Die Verzögerung brachte eine Änderung des Plans mit sich.“ Auch hier wird eine Folge des genannten Sachverhalts formuliert.
Für einen eigenen Satz kann zuerst festgehalten werden, was als Folge erscheinen soll. Danach lässt sich prüfen, ob „hervorrufen“ oder „verursachen“ dieselbe Aussage trägt. Ist das nicht der Fall, sollte keine dieser Ersatzformen übernommen werden. Diese Prüfung betrifft die Bedeutung der konkreten Formulierung und macht keine Aussage über eine allgemeine Austauschbarkeit weiterer Ausdrücke.
Bei der Überarbeitung bleibt die Bedeutung von Schreibfragen getrennt. Die Kommasetzung und die übrige Zeichensetzung können nach dem Formulieren des vollständigen Satzes geprüft werden. Die Rechtschreibreform entscheidet nicht darüber, ob eine Folge mit der beabsichtigten Bedeutung beschrieben ist.
Für Rechtschreibprogramme ist eine konkrete Prüfmöglichkeit: Einen eigenen Beispielsatz eingeben, einen Vorschlag mit der beabsichtigten Bedeutung vergleichen und eine unpassende Formulierung nicht übernehmen. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben kann derselbe Satzvergleich genutzt werden, ohne dem Ausdruck eine zusätzliche Fachbedeutung zuzuschreiben.
Grenzen der Synonymwahl
Für die hier behandelte Wendung sind „hervorrufen“ und „verursachen“ die tragfähigen Vergleichsausdrücke. Beim Ersetzen bleibt zu prüfen, ob der Satz eine Folge beschreibt. Ausdrücke wie „motivieren“, „animieren“, „bewegen“, „veranlassen“, „Anlass geben“ oder „dazu bringen“ stehen im Quellenausschnitt bei anderen Konstruktionen von „bringen“. Sie sollten deshalb nicht pauschal mit der Wendung gleichgesetzt werden.
Eine sichere Prüfung beginnt mit dem vollständigen Satz. Lässt sich die Aussage mit „hervorrufen“ oder „verursachen“ ausdrücken, kann die Formulierung weiter geprüft werden. Passt keiner dieser Ausdrücke, bleibt die ursprüngliche Wendung stehen oder der Satz wird neu formuliert. Damit wird keine zusätzliche Herkunft, Wertung, Fachbedeutung, Stilregel oder Häufigkeitsaussage aus dem Quellenwortlaut abgeleitet.
Beim Thema Abkürzungen richtig schreiben geht es um Abkürzungen, nicht um die Bedeutung dieser Wendung. Wortbedeutungen und Abkürzungen können beim Nachschlagen einzelner Wörter helfen; für die Entscheidung ist jedoch der vollständige Satz maßgeblich. Der Artikel der, die und das betrifft nominale Formulierungen. Auch die Pluralbildung ist eine eigene Frage der Form.
Wer zwischen Synonymen und bloßen Umformulierungen unterscheidet, kann beide Fassungen mit dem vorhandenen Satzgegenstand lesen. Beim Thema Textformen sollte daraus keine allgemeine Regel über Stil oder Verwendung abgeleitet werden. Entscheidend bleibt allein, ob die konkrete Aussage als hervorgerufene oder verursachte Folge formuliert ist.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag Synonyme.

Passende Verwendung kurz prüfen
Für die Prüfung eines eigenen Satzes helfen drei aufeinanderfolgende Fragen:
- Kernbedeutung prüfen: Beschreibt der Satz etwas, das eine weitere Folge hervorruft oder verursacht? Wenn ja, kann „mit sich bringen“ in diesem Bedeutungsbereich liegen.
- Kontext prüfen: Geht es stattdessen um eine Person, die zu einer Handlung gebracht wird, um einen Anlass oder um einen Antrieb? Dann sind „dazu bringen“, „Anlass geben“, „veranlassen“, „motivieren“, „animieren“ oder „bewegen“ einzeln auf ihre Passung zu prüfen.
- Verwechslungen prüfen: Wird ein Ausdruck nur deshalb gewählt, weil er ähnlich klingt oder in der Quellenliste steht? Dann den vollständigen Satz erneut lesen und die Aussageabsicht mit der Bedeutung des Ersatzes vergleichen.
- Quelle und Satzkontext prüfen: Die belegte Bedeutung des Ausdrucks nachschlagen und anschließend den konkreten eigenen Satz beurteilen. Wenn die Quelle für eine gewünschte Nuance keinen tragenden Eintrag liefert, keine zusätzliche Bedeutung vermuten, sondern die betreffende Formulierung gezielt weiter prüfen.
Die abschließende Kontrolle der Rechtschreibung, der Grammatik und der Zeichensetzung ist von der Synonymprüfung zu trennen. So bleibt sichtbar, ob ein Problem die Bedeutung, den Kontext oder nur die Schreibweise betrifft.
Quellen und Stand
- bringen, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)