PS Bedeutung: Definition und richtige Schreibweise

Herkunft, Schreibweise und Verwendung des Nachsatzes

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Die PS Bedeutung lautet Postskriptum, wörtlich das Nachgeschriebene. Gemeint ist der Zusatz nach der Unterschrift, der ursprünglich einen vergessenen Gedanken nachtrug. In Zeiten des Handschreibens war das eine Notwendigkeit, heute ist es ein Stilmittel: Der Nachsatz wird überdurchschnittlich häufig gelesen, was ihn in Werbebriefen zu einer der wirksamsten Zeilen macht.

PS Bedeutung: Kurze Definition

PS steht für Postskriptum und bezeichnet einen Zusatz, der nach dem eigentlichen Briefschluss und nach der Unterschrift steht. Der Plural lautet Postskripta.

Inhaltlich gehört dorthin, was nicht in den Hauptteil passt: ein nachgereichter Gedanke, ein persönlicher Gruß, ein Hinweis auf etwas Beiliegendes.

Herkunft und Wortgeschichte im Detail

Das Wort kommt aus dem Lateinischen: post heißt nach, scriptum das Geschriebene, zum Verb scribere für schreiben. Dieselbe Wurzel steckt in Skript, Manuskript und Transkription.

In Handschreiben war der Nachsatz die einzige Möglichkeit, etwas zu ergänzen, ohne den ganzen Brief neu zu schreiben. Deshalb war er über Jahrhunderte üblich und trug oft das Persönlichste.

Für weitere Zusätze gibt es eine feste Reihenfolge: PPS für Post-Postskriptum steht nach dem PS, ein drittes heißt PPPS. In der Praxis sollte nach dem zweiten Schluss sein, weil jeder weitere Zusatz unorganisiert wirkt.

PS Bedeutung
PS Bedeutung im Überblick.

Beispielsätze und Verwendung von PS

Im Privatbrief: PS: Die Fotos schicke ich nächste Woche. Ein nachgereichter Hinweis, der den Ton auflockert.

Im Werbebrief: PS: Das Angebot gilt nur bis Freitag. Diese Stelle wird nachweislich häufig gelesen und trägt deshalb oft die wichtigste Aussage.

In der Mail: PS: Den Termin am Dienstag habe ich mir notiert. In geschäftlichen Mails ist der Nachsatz zulässig, wirkt aber persönlich und passt nicht in jede Korrespondenz.

Synonyme und passende Alternativen

Für den Nachsatz stehen Nachschrift, Nachtrag und Nachbemerkung bereit. Nachschrift ist die wörtliche deutsche Entsprechung und in förmlichen Briefen brauchbar.

Für den Hinweis passen Anmerkung und Ergänzung. Sie können auch im Haupttext stehen und brauchen keinen Platz nach der Unterschrift.

Für die Anlage eignet sich der feste Vermerk Anlage oder Anlagen. Hinweise auf Beigefügtes gehören dorthin und nicht ins PS, weil sie sonst leicht übersehen werden.

Richtige Verwendung und häufige Verwechslungen

Zur Schreibweise: Üblich sind PS mit oder ohne Punkte, also PS oder P. S. Beide Formen sind zulässig, innerhalb eines Textes sollte aber nur eine vorkommen. Nach dem Kürzel folgt ein Doppelpunkt oder direkt der Satz.

Die häufigste Verwechslung betrifft die Stellung. Das PS steht nach der Unterschrift, nicht davor. Steht es oberhalb, ist es kein Nachsatz mehr und die Bezeichnung passt nicht.

In Geschäftsbriefen nach DIN ist das PS nicht vorgesehen. Die Norm 5008 regelt den Aufbau bis zur Anlagenzeile, und ein Nachsatz gehört nicht zum Standard. In formeller Korrespondenz, etwa bei Bewerbungen oder Kündigungen, sollte er deshalb fehlen.

Ein zweiter Punkt betrifft den Inhalt. Wichtiges gehört in den Haupttext. Wer die zentrale Information ins PS verschiebt, verlässt sich darauf, dass sie gelesen wird, und riskiert im geschäftlichen Verkehr eine Auseinandersetzung darüber, ob sie zur Kenntnis genommen wurde.

Zu verwechseln ist die Abkürzung schließlich mit PS als Pferdestärke. Beide Formen sind identisch geschrieben, und nur der Zusammenhang trennt sie. In Texten über Fahrzeuge sollte der Nachsatz deshalb ausgeschrieben werden.

PS Bedeutung

Warum das PS gelesen wird

Die Wirkung des Nachsatzes beruht auf zwei Effekten, die in der Wahrnehmungsforschung gut beschrieben sind. Zum einen bleiben Anfang und Ende einer Reihe besser haften als die Mitte. Zum anderen fällt eine abgesetzte Zeile ins Auge, weil sie sich vom Textblock abhebt.

Im Direktmarketing wird das seit Jahrzehnten genutzt: Das PS wiederholt den Nutzen oder nennt die Frist. Wichtig ist dabei, dass es eine eigene Aussage trägt und nicht bloß den Brief zusammenfasst.

Für alle anderen Texte gilt die Umkehrung: Wer ein PS setzt, sollte es bewusst tun. Ein beiläufiger Nachsatz signalisiert, dass der Brief nicht durchdacht war, und genau diesen Eindruck vermeidet man in Bewerbungen und in offiziellen Schreiben.

Fazit: PS Bedeutung auf den Punkt gebracht

PS steht für Postskriptum, das Nachgeschriebene, und bezeichnet den Zusatz nach der Unterschrift. Aus dem Lateinischen post für nach und scriptum für das Geschriebene.

Zwei Regeln reichen: Das PS steht nach der Unterschrift, und Wichtiges gehört in den Haupttext. In Geschäftsbriefen nach DIN 5008 ist es gar nicht vorgesehen.

Der Überblick „PS Bedeutung: Definition und richtige Schreibweise“ ordnet das Thema vollständig ein.

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Häufige Fragen zu PS Bedeutung

Was bedeutet PS am Ende eines Briefes?

Postskriptum, also das Nachgeschriebene. Es bezeichnet einen Zusatz nach dem Briefschluss und nach der Unterschrift.

Wie schreibt man PS richtig?

Zulässig sind PS und P. S., innerhalb eines Textes sollte aber nur eine Form vorkommen. Danach folgt ein Doppelpunkt oder direkt der Satz.

Was kommt nach dem PS?

Ein weiterer Zusatz heißt PPS für Post-Postskriptum, ein dritter PPPS. In der Praxis sollte nach dem zweiten Schluss sein.

Gehört ein PS in einen Geschäftsbrief?

Die DIN 5008 sieht es nicht vor. In förmlicher Korrespondenz wie Bewerbungen oder Kündigungen sollte es fehlen.

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