Nichtsdestotrotz: Bedeutung und passende Synonyme

Nichts desto trotz Synonym: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

Wer nach einem Synonym für „nichts desto trotz“ sucht, sollte zuerst die gemeinte Aussagebeziehung klären. Dafür bietet die belegte Synonymliste mehrere passende Alternativen.

Bedeutung und Synonyme von „nichts desto trotz“

Wenn mit „nichts desto trotz“ die Bedeutung von nichtsdestotrotz gemeint ist, kommen je nach Satz und Aussageabsicht unter anderem trotzdem, dennoch, nichtsdestoweniger, gleichwohl, dessen ungeachtet, ungeachtet dessen, trotz alledem und trotz und allem infrage. Die Synonymliste nennt außerdem Ausdrücke wie allerdings, jedoch, immerhin, jedenfalls und wie auch immer.

Ein Synonym ersetzt den Ausdruck dabei nicht automatisch in jedem Satz. Die Quelle führt die genannten Wörter und Wendungen als bedeutungsverwandte Ausdrücke beziehungsweise Synonyme auf, versieht einzelne Formen aber mit Gebrauchshinweisen. So sind „gleichwohl“ und „dessen ungeachtet“ als gehoben gekennzeichnet, „trotzdem“ als umgangssprachlich, „unbeschadet dessen“ als fachsprachlich und Amtsdeutsch sowie „wenngleich“ als gehoben. Für die konkrete Wahl zählt deshalb der Satzkontext.

Wer seine Rechtschreibung prüfen möchte, kann die Schreibweise der gewählten Form gesondert nachschlagen. Bei Fragen zu Rechtschreibregeln sollte außerdem der vollständige Satz betrachtet werden. Die Kernbedeutung bleibt dabei der Bezug auf einen entgegenstehenden Umstand, während die Aussage trotzdem, dennoch oder ungeachtet dieses Umstands weitergeführt wird.

Nichts desto trotz Synonym: Bedeutung und Verwendung mit Bedeutung und passender Verwendung im Vergleich

Bedeutung, Kontext und Aussageabsicht

Die Wörterbuchliste führt mehrere Gruppen bedeutungsverwandter Ausdrücke auf. Sie sind als Alternativen zu lesen und nicht als gemeinsame Merkmale eines einzigen Synonyms. Für die Verwendung im eigenen Satz helfen folgende nummerierte Lesarten:

  1. Fortführung trotz eines Einwands: „Dennoch“ oder „trotzdem“ kann dort passen, wo nach einem genannten Problem eine weitere Aussage folgt. Beispiel: „Der Weg war schwierig, trotzdem setzte sie ihre Arbeit fort.“
  2. Einräumung mit anschließendem Gegensatz: „Allerdings“ oder „jedoch“ kann die Aussageabsicht markieren, dass ein vorheriger Punkt eingeschränkt oder entgegengesetzt weitergeführt wird. Beispiel: „Der Vorschlag klingt überzeugend, allerdings fehlen noch Belege.“
  3. Ungeachtet eines Umstands: „dessen ungeachtet“ und „ungeachtet dessen“ stehen in der Liste mit Gebrauchshinweisen. Beispiel: „Die Einwände wurden genannt; dessen ungeachtet blieb die Entscheidung bestehen.“
  4. Ausdruck mit Stilhinweis: „gleichwohl“ ist mit „geh.“ gekennzeichnet; bei „unbeschadet dessen“ stehen die Hinweise „fachspr.“ und „Amtsdeutsch“. Beispiel: „Gleichwohl wurde der zweite Aspekt berücksichtigt.“

Der Kontext verbindet Bedeutung und Aussageabsicht: Zuerst wird erkennbar, welcher Umstand entgegengesetzt oder eingeräumt wird. Danach wird geprüft, ob der Satz eher eine schlichte Fortsetzung, eine Einschränkung oder eine Formulierung mit Stilhinweis braucht. Für Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung sind diese Bedeutungsfragen von der gesonderten Schreibprüfung zu trennen. Auch Kommasetzung und Zeichensetzung lassen sich nicht allein aus der Synonymwahl bestimmen.

Die Liste nennt außerdem „obwohl“, „obgleich“, „obschon“, „wenngleich“ und „wiewohl“. Ob eine solche Form in den eigenen Satz passt, prüft man am vollständigen grammatischen Zusammenhang.

Drei kurze Beispiele für verschiedene Kontexte

Die folgenden Beispiele sind eigenständige, neutrale Sätze. Sie zeigen verschiedene Kontexte, ohne zusätzliche Angaben zu Herkunft, Häufigkeit oder einer besonderen Fachverwendung zu behaupten.

  1. Alltag: „Es regnete stark, trotzdem ging Mira zum Termin.“ Hier steht die Fortsetzung trotz eines entgegenstehenden Umstands im Vordergrund.
  2. Sachlicher Text: „Die erste Auswertung war unvollständig, dennoch wurde der nächste Prüfschritt begonnen.“ In diesem Satz wird ein Einwand aufgenommen und die Aussage anschließend weitergeführt.
  3. Gehobener Stil: „Die Kritik war bekannt; gleichwohl blieb die Begründung unverändert.“ Die Liste kennzeichnet „gleichwohl“ mit „geh.“.
  4. Mit ausdrücklicher Einräumung: „Obwohl die Unterlagen lückenhaft waren, wurde der Inhalt weiter geprüft.“ Die Liste führt „obwohl“ zusammen mit weiteren einräumenden Formen auf.
  5. Mit ungeachtet-Bezug: „Ungeachtet dessen wurde der zweite Vorschlag gelesen.“ Für „ungeachtet dessen“ stehen die Hinweise „geh.“, „juristisch“ und „Jargon“.

Vergleiche bei einer Wortwahl den vollständigen Satz mit der gewählten Form. Prüfe dabei, ob der Ausdruck dieselbe Beziehung zwischen dem entgegenstehenden Umstand und der folgenden Aussage trägt. Für Rechtschreibreform und Rechtschreibprogramme ergeben sich aus diesen Beispielen keine zusätzlichen Aussagen; sie sind lediglich Anlaufstellen für eine getrennte Prüfung von Schreibweisen.

Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken

Die Synonymliste nennt zahlreiche verwandte Wörter, aber sie setzt nicht jede Form pauschal gleich. Die Einträge enthalten teilweise Markierungen zur Stilebene oder zum Gebrauch. „Trotzdem“ ist dort mit „ugs.“ gekennzeichnet, „gleichwohl“ mit „geh.“, „abseits dessen“ mit „geh.“, „davon ab“ mit „ugs.“ und „unbeschadet dessen“ mit „fachspr.“ sowie „Amtsdeutsch“. „Obzwar“ wird als veraltend bezeichnet. Solche Hinweise gehören bei der Auswahl dazu.

„Allerdings“, „jedoch“, „dennoch“, „nichtsdestotrotz“ und „nichtsdestoweniger“ werden in der Liste gemeinsam mit weiteren bedeutungsverwandten Ausdrücken aufgeführt. Daraus folgt nicht, dass sie in jedem denkbaren Satz grammatisch oder stilistisch gleich funktionieren. Prüfe deshalb den konkreten Satz. Das gilt auch für „immerhin“, „jedenfalls“, „sicherlich“, „wenigstens“ und „wie auch immer“, die ebenfalls in der Liste erscheinen.

Eine weitere wichtige Abgrenzung betrifft Trotz als Substantiv. Duden führt „Trotz“ als maskulines Substantiv und beschreibt damit beharrlichen oder eigensinnigen Widerstand gegen eine Autorität, der aus dem Empfinden des eigenen Rechts entsteht. Dazu gehören Wendungen wie „jemandem Trotz bieten“ und „jemandem oder einer Sache zum Trotz“. Diese substantivische Bedeutung darf nicht mit der gesuchten adverbialen oder verbindenden Verwendung gleichgesetzt werden.

Wer wissenschaftliches Schreiben überarbeitet, prüft die Aussagebeziehung und den angegebenen Stilhinweis. Bei Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das oder Pluralbildung handelt es sich um eigene Sprachfragen; aus der Synonymliste lässt sich dazu keine zusätzliche Regel ableiten.

Ungeeignete und belastbare Vorgehensweise bei Nichts desto trotz Synonym: Bedeutung und Verwendung

Kurzer Check vor der Verwendung

Prüfe die Formulierung in dieser Reihenfolge:

  1. Bestimme die Kernbedeutung: Soll trotz eines entgegenstehenden Umstands eine weitere Aussage folgen, oder soll ein Einwand eingeschränkt werden?
  2. Prüfe den Kontext: Lies den vollständigen Satz und die unmittelbar benachbarten Sätze, damit die Aussageabsicht erkennbar bleibt.
  3. Prüfe mögliche Verwechslungen: Wird „Trotz“ als Substantiv mit der gesuchten Wendung verwechselt? Die Duden-Bedeutung des Substantivs betrifft Widerstand oder Eigensinn.
  4. Prüfe die Stilebene: Die Quelle markiert unter anderem „trotzdem“ als umgangssprachlich, „gleichwohl“ als gehoben und „unbeschadet dessen“ als fachsprachlich sowie Amtsdeutsch.
  5. Prüfe die Quelle und den konkreten Satzkontext: Vergleiche die gewählte Form mit der dort genannten Synonym- und Bedeutungsinformation, statt eine zusätzliche Sprachregel zu vermuten.

Für weitere sprachliche Nachschlagefragen können Synonyme und Textformen als getrennte Themen betrachtet werden. Entscheidend bleibt, dass die gewählte Form zur beabsichtigten Aussage und zum Satz passt.

Quellen und Stand

Du möchtest deinen Text vor der Abgabe sprachlich prüfen lassen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Nichts desto trotz Synonym

Ist „trotzdem“ ein Synonym für „nichtsdestotrotz“?

Ja, „trotzdem“ wird in der Wörterbuchliste zusammen mit „nichtsdestotrotz“ und weiteren bedeutungsverwandten Ausdrücken aufgeführt. Dort steht bei „trotzdem“ der Hinweis „ugs.“.

Welche gehobenen Alternativen nennt die Quelle?

Mit „geh.“ gekennzeichnet sind unter anderem „gleichwohl“, „dessen ungeachtet“, „ungeachtet dessen“ und „abseits dessen“. Bei „ungeachtet dessen“ stehen zusätzlich „juristisch“ und „Jargon“. Prüfe die konkrete Form am vollständigen Satz.

Was bedeutet „Trotz“ als Substantiv?

Duden führt „Trotz“ als maskulines Substantiv. Gemeint ist beharrlicher oder eigensinniger Widerstand gegen eine Autorität, der aus dem Empfinden des eigenen Rechts entsteht.

Sind „allerdings“ und „jedoch“ passende Ersatzwörter?

Beide Ausdrücke stehen in der Quelle bei den bedeutungsverwandten Ausdrücken. Ob sie im konkreten Satz passen, prüfst du anhand der Aussageabsicht und des vollständigen Satzkontexts.

Welche Form ist als fachsprachlich oder Amtsdeutsch markiert?

Die Quelle kennzeichnet „unbeschadet dessen“ als fachsprachlich und Amtsdeutsch. „Ungeachtet dessen“ ist dort als gehoben und juristisch beziehungsweise Jargon markiert.

Was ist bei „obwohl“ und „obgleich“ zu beachten?

Die Wörterbuchliste führt „obwohl“, „obgleich“, „obschon“, „wenngleich“ und „wiewohl“ bei bedeutungsverwandten Ausdrücken auf. Prüfe vor der Verwendung den konkreten grammatischen Zusammenhang des eigenen Satzes.

Unsere Partner