Gendern Informatiker: Formen und Alternativen
Geschlechtergerechte Formen für die Berufsbezeichnung Informatiker
Der Ratgeber zum Thema gendern Informatiker zeigt, welche Formen für eine geschlechtergerechte Bezeichnung von Informatikerinnen und Informatikern zur Verfügung stehen. Neben der klassischen Doppelnennung existieren verkürzte Varianten mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie neutrale Umschreibungen wie Fachkraft für Informatik. Welche Form passt, hängt vom Kontext ab: In Fließtexten wirkt die Doppelnennung am natürlichsten, in Tabellen und Stellenanzeigen sind verkürzte Schreibweisen üblich, und für wissenschaftliche Arbeiten lohnt sich vorab ein Blick in die Vorgaben der eigenen Hochschule.
Gendern Informatiker: die kurze Antwort
Um Informatiker geschlechtergerecht zu formulieren, stehen im Deutschen drei Wege offen: die Doppelnennung beider Formen, eine verkürzte Schreibweise mit Genderzeichen oder eine neutrale Umschreibung. Beim gendern Informatiker lautet die korrekt gebildete weibliche Form Informatikerin, im Plural Informatikerinnen. Die Doppelnennung schreibt sich entsprechend Informatikerinnen und Informatiker. Wer Platz sparen möchte, etwa in Formularen, Stellenanzeigen oder Tabellen, greift zu verkürzten Varianten wie Informatiker*innen, Informatiker:innen, Informatiker_innen oder InformatikerInnen. Für Fließtexte, insbesondere in wissenschaftlichen Arbeiten, empfiehlt sich meist die ausgeschriebene Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung, da sie leichter lesbar ist und in den meisten Stilrichtlinien ausdrücklich zugelassen wird.

Alle Genderformen für Informatiker im Überblick
Für die Bezeichnung Informatiker existieren mehrere fachlich anerkannte Schreibweisen, die sich in Lesbarkeit, Formalität und Verbreitung unterscheiden und je nach Kontext, Textsorte sowie Vorgabe der Hochschule oder des Arbeitgebers gewählt werden:
- Doppelnennung: Informatikerinnen und Informatiker
- Gendersternchen: Informatiker*innen
- Gender-Doppelpunkt: Informatiker:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Informatiker_innen
- Binnen-I: InformatikerInnen
Alle verkürzten Formen sprechen weibliche, männliche und weitere Geschlechtsidentitäten gleichermaßen an, unterscheiden sich aber in Lesbarkeit und Akzeptanz. In gesprochener Sprache wird bei Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich häufig ein kurzer Stimmabsatz vor der Endung -innen gesetzt. Mehr zu den Grundlagen liefert der Beitrag zu gendergerechte Sprache.
Geschlechtsneutrale Alternativen zu Informatiker
Eine vollständig geschlechtsneutrale Einzelwortform für Informatiker gibt es im Deutschen nicht, da das Wort kein Partizip ist wie etwa Studierende bei Student. Als Annäherung eignen sich Umschreibungen wie Fachkraft für Informatik, IT-Fachkraft, Informatikfachkraft oder allgemeiner Person mit Informatikstudium beziehungsweise Person, die in der Informatik arbeitet. Diese Varianten funktionieren gut in Stellenanzeigen, Formularen oder allgemeinen Texten, wirken in einem fließenden wissenschaftlichen Satz jedoch mitunter sperrig. Wer eine neutrale Lösung sucht, sollte ehrlich abwägen: Häufig ist die Doppelnennung oder eine verkürzte Genderform die praktikablere Wahl, weil sie den Bezug zur ursprünglichen Berufsbezeichnung eindeutig erhält.
Beispielsatz aus dem Studienalltag
Im wissenschaftlichen oder universitären Kontext lässt sich die geschlechtergerechte Form unmittelbar im Satz anwenden. Statt Die Studie befragte 50 Informatiker zu ihrem Berufseinstieg lautet die gegenderte Version beispielsweise Die Studie befragte 50 Informatikerinnen und Informatiker zu ihrem Berufseinstieg oder verkürzt Die Studie befragte 50 Informatiker:innen zu ihrem Berufseinstieg. Auch eine neutrale Variante ist möglich: Die Studie befragte 50 Fachkräfte der Informatik zu ihrem Berufseinstieg. Manche Fachbereiche bevorzugen diese neutrale Umschreibung sogar ausdrücklich, etwa wenn Zitierrichtlinien Sonderzeichen im Fließtext ausschließen. Wichtig ist in jedem Fall, die gewählte Form innerhalb der gesamten Arbeit konsequent beizubehalten, damit der Text einheitlich und nachvollziehbar bleibt.

Häufige Fehler beim Gendern Informatiker vermeiden
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb desselben Textes, etwa Informatiker*innen in einem Kapitel und Informatiker:innen im nächsten. Ebenso unüblich ist es, die weibliche Form ohne Umlautprüfung falsch zu bilden oder die Pluralendung zu vergessen. Beim gendern Informatiker für eine wissenschaftliche Arbeit gilt: Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung führt Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in ihren Leitfäden aber ausdrücklich. Es lohnt sich daher, vor Beginn der Arbeit die Vorgaben der eigenen Hochschule zu prüfen und, falls keine existieren, konsequent auf die Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung zu setzen. Weiterführende Hinweise bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit: Informatiker geschlechtergerecht benennen
Für die Berufsbezeichnung Informatiker stehen mit Doppelnennung, Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I mehrere korrekte Wege zur geschlechtergerechten Formulierung offen, ergänzt um neutrale Umschreibungen wie Fachkraft für Informatik. Welche Form passend ist, hängt vom Textzweck, der Zielgruppe und gegebenenfalls von hochschulinternen Vorgaben ab. Entscheidend ist vor allem eines: die gewählte Form durchgängig und konsequent im gesamten Text zu verwenden, damit die Bezeichnung nachvollziehbar und stilistisch einheitlich bleibt. Wer unsicher ist, sollte im Zweifel die einfachste und am weitesten verbreitete Lösung wählen, meist die ausgeschriebene Doppelnennung, und diese Entscheidung konsequent bis zum Ende der Arbeit beibehalten.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Techniker gendern, Forscher gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.