Arbitrarität im Deutschen: Definition und Beispiele
Arbitrarität bezeichnet in der Sprachwissenschaft die willkürliche
Arbitrarität hat eine Fachlesart aus der Sprachwissenschaft und eine bildungssprachliche Lesart. Hier erfährst du, was beide meinen und wie du das Wort im passenden Zusammenhang einsetzt.
Was Arbitrarität bedeutet
In der Sprachwissenschaft bezeichnet Arbitrarität die willkürliche, beliebige Beziehung zwischen dem Bezeichnenden, dem Signifikanten, und dem Bezeichneten, dem Signifikat eines sprachlichen Zeichens. Kurz gesagt: Form und Inhalt eines Zeichens sind auf beliebige Weise miteinander verknüpft. Zwei Beispiele zeigen die Verwendung: „Im Seminar ging es heute um die Arbitrarität sprachlicher Zeichen.“ „Die Dozentin erklärte die Arbitrarität am Verhältnis von Signifikant und Signifikat.“
Grammatisch ist Arbitrarität ein Substantiv mit femininem Genus, es heißt also die Arbitrarität. Wer die Artikel der, die und das sicher zuordnen möchte, hat hier einen eindeutigen Fall. Eine Mehrzahl kommt nur selten vor; die Beispiele auf dieser Seite stehen deshalb im Singular, und die Pluralbildung spielt für sie keine Rolle.
Neben der Fachlesart gibt es eine bildungssprachliche Bedeutung. Dort meint Arbitrarität ein Handeln, das allein dem subjektiven Ermessen folgt, also eine zufällige Auswahl oder Entscheidung. Beide Lesarten gehören in verschiedene Zusammenhänge: die eine zu sprachlichen Zeichen, die andere zu Auswahl und Entscheidungen.

Arbitrarität passend verwenden
Die Bedeutung, die das DWDS angibt, hat zwei Seiten, und für deinen Satz zählt, welche davon gemeint ist. In einem sprachwissenschaftlichen Text geht es um sprachliche Zeichen, um Signifikant und Signifikat. Wenn dein Text in Richtung wissenschaftliches Schreiben geht, prüfe, ob jede Stelle mit Arbitrarität dieselbe Lesart meint.
Zwei Beispielsätze für den sprachwissenschaftlichen Kontext:
- „In ihrer Hausarbeit untersucht sie die Arbitrarität des sprachlichen Zeichens.“
- „Die Arbitrarität zeigt sich darin, dass Signifikant und Signifikat beliebig verbunden sind.“
In bildungssprachlichen Texten beschreibt Arbitrarität dagegen Entscheidungen nach rein subjektivem Ermessen. Zwei Beispielsätze für diesen Kontext:
- „Die Jury wurde für die Arbitrarität ihrer Auswahl kritisiert.“
- „Gegen die Arbitrarität der Verteilung protestierten mehrere Teams.“
Bilde danach ein eigenes Beispiel, das eindeutig zu einer der beiden Lesarten gehört, etwa: „Der Vortrag begann mit der Arbitrarität des Zeichens.“ Prüfe bei deinen Textformen, ob ein Fachtext oder ein allgemeiner Kommentar vorliegt, und wähle die Lesart danach.
Verwechslungen und Fehlverwendungen vermeiden
Ein Fehler ist es, beide Lesarten in einem Satz zu vermengen. Der Satz „Die Arbitrarität der Jury zeigt die Beziehung von Signifikant und Signifikat“ ergibt keinen Sinn, weil er die Entscheidung einer Gruppe mit dem Zeichenbegriff verwechselt. Trenne die bildungssprachliche Bedeutung also klar vom Fachbegriff.
Behaupte außerdem keine Herkunft des Wortes, die du nicht belegen kannst, und bilde keine selbst ausgedachte Mehrzahl. Auch Aussagen darüber, wie oft das Wort vorkommt, gehören ohne Beleg nicht in deinen Text. Verlass dich bei der Schreibung nicht allein auf Rechtschreibprogramme, sondern kontrolliere das Wort selbst, und erwähne die Rechtschreibreform nur, wenn du einen Bezug tatsächlich belegen kannst.
Ähnliche Wörter nennst du nur, wenn sie wirklich dieselbe Lesart treffen. Synonyme wie Willkür oder Beliebigkeit liegen bei der bildungssprachlichen Bedeutung nahe, ersetzen im sprachwissenschaftlichen Text aber nicht den Fachbegriff Arbitrarität.

Checkliste für die passende Verwendung
Mit diesen Punkten erkennst du, ob Arbitrarität in deinem Satz passt:
- Die Bedeutung ist mit dem DWDS geprüft: Fachlesart zum sprachlichen Zeichen oder bildungssprachliche Lesart zum subjektiven Ermessen.
- Die Wortart stimmt: Arbitrarität ist ein Substantiv im Femininum, also die Arbitrarität.
- Bedeutung und Satzkontext passen zusammen: Ein Text über Signifikant und Signifikat braucht die Fachlesart, ein Text über eine Auswahl die bildungssprachliche.
- Lässt ein Satz beide Lesarten zu, benennst du die Mehrdeutigkeit ausdrücklich, etwa mit dem Zusatz „im sprachwissenschaftlichen Sinn“.
- Du hast ein eigenes Beispiel gebildet, das nur eine Lesart erlaubt.
- Die Rechtschreibung des Wortes ist kontrolliert, besonders das ä vor dem t am Wortende, und bei Zweifeln hast du die Rechtschreibregeln herangezogen.
- Der Satz rund um den Begriff ist sauber, Kommasetzung und Zeichensetzung sind geprüft.
- Bei Zusammensetzungen mit dem Wort hast du die Getrennt- und Zusammenschreibung sowie die Groß- und Kleinschreibung kontrolliert.
- Für Kurzformen im Fachtext gilt der Prüfpunkt, Abkürzungen richtig schreiben und im ganzen Text einheitlich verwenden.
- Andere Fachwörter im Satz sind ebenso geklärt, damit Wortbedeutungen und Abkürzungen zur gewählten Lesart passen.
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Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Arbitrarität: Bedeutung, Definition und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/arbitraritaet
„Arbitrarität: Bedeutung, Definition und Beispiele.“ korrektur.de, 27. Okt. 2026, korrektur.de/arbitraritaet. Zugriff 27. Okt. 2026.
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korrektur.de. Arbitrarität: Bedeutung, Definition und Beispiele [online]. 2026 [Zugriff am 27.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/arbitraritaet
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-27)
Die Einordnung „Arbitrarität im Deutschen: Definition und Beispiele“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.