Alumnus und Alumna passend gendern
Alumnus Alumna richtig gendern
Der Eintrag zu Alumnus und Alumna zeigt die grammatischen Formen, die Paarform sowie belegte Ersatz- und Umschreibungsformen. Entscheidend sind ein vollständiger Satz, der konkrete Personenbezug und eine lesbare Formulierung.
Belegte Formen für Alumnus und Alumna
Der Wörterbucheintrag unterscheidet zunächst die männliche und die weibliche Form. Im Singular lautet die männliche Form „Alumnus“, im Plural „Alumni“. Die weibliche Form lautet im Singular „Alumna“, im Plural „Alumnae“. Diese Formen werden im Eintrag für Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ angegeben.
Für eine geschlechterberücksichtigende Bezeichnung nennt die Quelle die Paarform „der/die Alumnus/Alumna“. Ebenso ist die ausgeschriebene Abfolge „der Alumnus/die Alumna“ belegt. Der Schrägstrich ist dabei nur innerhalb einer vollständigen Paarform vorgesehen. Eine verkürzte Schrägstrichschreibung nach dem Muster eines abgeschnittenen Wortteils wird im Eintrag nicht getragen.
Die Klammerform wird in der Quelle ebenfalls nicht als mögliche Form ausgewiesen. Das betrifft eine Schreibweise, bei der ein Teil der Personenbezeichnung in Klammern ergänzt wird. Auch die dort genannten Kurzformen mit Binnenmajuskel, Gendersternchen oder Gendergap werden für dieses Wort nicht als durchgängig mögliche Formen angegeben.
Eine Partizipialform wird für Alumnus und Alumna nicht ausgewiesen. Der Eintrag ergänzt, dass eine solche Form hier auch nicht nötig sei, weil der Ausdruck als gendergerecht eingeordnet wird. Für die Auswahl bedeutet das: Prüfe zuerst, ob du die belegten Grundformen oder eine vollständige Paarform brauchst. Ergänze keine abgebrochene Form und ersetze die belegten Angaben nicht durch eine eigene Schreibweise.
Die Quelle nennt außerdem Ausweichmöglichkeiten. Als Ersatzformen werden „Ehemalige“ und „Ex-Studierende“ aufgeführt. Als Umschreibung nennt der Eintrag „ehemalige Studierende“. Für Ersatzformen und Umschreibungen vermerkt der Eintrag, dass sie nicht für Rechtstexte vorgesehen sind. Diese Einschränkung gehört zur Einordnung der genannten Alternativen.

Welche Form passt zum Satzkontext?
Der Wörterbucheintrag weist im Singular die männliche Form „Alumnus“ und die weibliche Form „Alumna“ aus. Im Plural nennt er „Alumni“ und „Alumnae“.
Für geschlechterberücksichtigende Bezeichnungen führt der Eintrag die vollständigen Paarformen „der/die Alumnus/Alumna“ und „der Alumnus/die Alumna“ auf. Eine verkürzte Schrägstrichform ist nicht ausgewiesen.
Die Formen sind dort für Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ angegeben. Wähle im Satz eine vollständig ausgewiesene Form und ergänze keinen unvollständigen Quellenausschnitt selbst.
Als Ausweichmöglichkeiten nennt der Eintrag „Ehemalige“, „Ex-Studierende“ und „ehemalige Studierende“. „Ehemalige“ und „Ex-Studierende“ nennt er als Ersatzformen; für Rechtstexte sind diese Formen nicht vorgesehen. „ehemalige Studierende“ erscheint als Umschreibung.
Für Rechtstexte grenzt der Eintrag Ersatzformen und Umschreibungen aus. Ermittle dort die vorgesehene Terminologie aus den maßgeblichen Unterlagen.
Paarformen und neutrale Alternativen
Direkt aus dem Wörterbucheintrag ableitbar sind die vollständigen Paarformen „der/die Alumnus/Alumna“ und „der Alumnus/die Alumna“. Die Quelle weist die Paarform als durchgängig möglich aus.
Als Ausweichmöglichkeiten führt der Eintrag „Ehemalige“, „Ex-Studierende“ und „ehemalige Studierende“ an. „Ehemalige“ und „Ex-Studierende“ sind Ersatzformen, die der Eintrag von Rechtstexten abgrenzt. „Ehemalige Studierende“ ist als Umschreibung aufgeführt. Auch Umschreibungen sieht die Quelle nicht für Rechtstexte vor.
Der Eintrag bezeichnet keine dieser Formen als für jeden Text verpflichtend. Die Auswahl bleibt am konkreten Satz, dem Personenbezug, der Zielgruppe und der Lesbarkeit zu prüfen.
Nicht als mögliche Formen ausgewiesen sind Klammerformen und verkürzte Schrägstrichformen. Für Kurzformen mit Binnenmajuskel, Gendersternchen oder Gendergap nennt die Quelle keine durchgängig mögliche Form. Eine Partizipialform ist ebenfalls nicht angegeben.
Für einen Rechtstext ist eine gesonderte Prüfung erforderlich: Ermittle die vorgesehene Terminologie aus den maßgeblichen Unterlagen.
Drei vollständige Beispielsätze
Die folgenden eigenständigen Beispielsätze verwenden unterschiedliche, im Wörterbucheintrag belegte Formen. Sie legen keine Form als für jeden Zusammenhang verbindlich fest.
- Ein Alumnus ist anwesend.
- Eine Alumna ist anwesend.
- Ehemalige sind anwesend.
Die Beispiele zeigen die männliche Singularform, die weibliche Singularform und eine aufgeführte Ersatzform. Welche Form in einem eigenen Satz passt, ist anhand des Personenbezugs, der Zielgruppe und der Lesbarkeit zu prüfen.

So prüfst du die passende Form
Prüfe vor der Auswahl die Ausgangsform, den Personenbezug, die Zielgruppe und die Lesbarkeit. Der Eintrag nennt „Alumnus“ und „Alumna“ im Singular sowie „Alumni“ und „Alumnae“ im Plural.
Wenn eine geschlechterberücksichtigende Bezeichnung erforderlich ist, stehen mit „der/die Alumnus/Alumna“ und „der Alumnus/die Alumna“ zwei vollständige Paarformen aus dem Eintrag zur Verfügung. Ergänze keine abgeschnittene Schrägstrichform.
Als Ausweichmöglichkeiten nennt die Quelle „Ehemalige“, „Ex-Studierende“ und „ehemalige Studierende“. Prüfe, ob eine solche Form den im Satz gemeinten Personenbezug ausdrückt und für die Zielgruppe lesbar ist.
Die Quelle weist Klammerformen nicht als möglich aus. Für Kurzformen mit Binnenmajuskel, Gendersternchen oder Gendergap nennt sie keine durchgängig mögliche Form; eine Partizipialform ist nicht angegeben.
Für Rechtstexte gelten die Einschränkungen der Quelle zu Ersatzformen und Umschreibungen. Ermittle die vorgesehene Terminologie aus den maßgeblichen Unterlagen. Damit ist keine einzelne Form als überall verpflichtend festgelegt.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)