Autoren und Autorinnen gendergerecht formulieren
Autoren und Autorinnen richtig gendern
Hier findest du belegte Ansatzpunkte, vollständige Beispielsätze und eine klare Prüfreihenfolge für eigene Formulierungen.
Belegte Formen für Personen, die Texte verfassen
Für die Ausgangsbezeichnung Autoren und Autorinnen lässt sich die Paarform unmittelbar als vollständige Personenbezeichnung in einen eigenen Satz einsetzen: Die Autoren und Autorinnen reichen ihre Texte ein. Das Material zeigt außerdem Autorinnen als Personenbezeichnung. Daraus kann für einen Satz über ausschließlich so bezeichnete Personen die Form Die Autorinnen reichen ihre Texte ein. werden. Beide Sätze sind Schreibbeispiele; sie erklären nicht, welche Benennung in einem anderen Satz gewählt werden muss.
Eine neutrale Form ist im Material nicht als Ersatzwort vorgegeben. Du kannst deshalb einen eigenen vollständigen Satz neu bauen, statt ein einzelnes Wort als belegte Standardlösung auszugeben: Die Personen, die Texte verfassen, reichen ihre Texte ein. Diese Formulierung beschreibt im Satz die gemeinte Tätigkeit. Ob sie den beabsichtigten Personenbezug trifft, lässt sich nur am jeweiligen eigenen Satz prüfen. Das Material behandelt geschlechtergerechtes Formulieren und führt sprachliche Mittel des Deutschen vor; daraus folgt keine feste Ersatzliste für diese Ausgangsbezeichnung.
Für den Vergleich stehen damit drei unterschiedlich gebaute Sätze bereit: die Paarform, die sichtbare Bezeichnung Autorinnen und eine umschreibende Satzform. Lies jeweils den ganzen Satz und ersetze ihn nur, wenn er genau das ausdrückt, was du schreiben willst. Vermeide dabei die Übernahme bloßer Wortteile. Ein vollständiger Satz macht erkennbar, auf wen sich die Benennung bezieht und welche Aussage über diese Personen stehen bleibt.
Beim Thema gendergerechte Sprache, Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, Gendersternchen, Gender-Doppelpunkt, Binnen-I, Gender-Schrägstrich und Gender-Unterstrich können die genannten Begriffe als Anlässe dienen, weitere vollständige Sätze zu betrachten. Für die hier gesuchte Ausgangsbezeichnung nennt das Material jedoch außer Autorinnen keine dieser Schreibweisen als konkrete Form. Baue daher keine zusätzliche Behauptung über ihre Verwendung ein.
| Vollständige Form | Beispielsatz |
|---|---|
| Autoren und Autorinnen | Die Autoren und Autorinnen reichen ihre Texte ein. |
| Autorinnen | Die Autorinnen reichen ihre Texte ein. |
| Umschreibung | Die Personen, die Texte verfassen, reichen ihre Texte ein. |

Personenbezeichnungen im vollständigen Satz einordnen
Unterscheide beim Lesen zwischen einer Paarbenennung und einer neutralen Benennung nicht durch Vermutung, sondern durch den Wortlaut deines Satzes. Das Material zeigt Autorinnen als Personenbezeichnung und Empfänger/-innen als Schreibweise. Für weitere Wörter nimm keine Einordnung vor, bevor du sie in einem Wörterbuch oder in der vorgesehenen Sprachreferenz geprüft hast. Die Übersicht maskulin, feminin und neutral kann dafür ein nächster Leseweg sein.
Halte jeden Beispielsatz grammatisch vollständig. Prüfe bei einer Formulierung den Artikel, das Substantiv, das Verb, die Pronomen und die übrigen Satzteile gemeinsam. Ergänze kein abgebrochenes Fragment aus der Quelle zu einer neuen Wortform. Wenn dein Satz eine Personengruppe anspricht, lies ihn vollständig laut oder still durch und kontrolliere, ob alle Teile den gemeinten Personenbezug ausdrücken.
Für den Abgleich einzelner Personenwörter stehen die Wege Gender-Wörterbuch A bis D, Gender-Wörterbuch E bis K und Gender-Wörterbuch L bis P bereit. Nutze sie als Prüfschritte für das konkrete Wort, nicht als Grundlage für eine Behauptung über eine Form, die im vorliegenden Material nicht genannt wird. Das Handbuch, auf das die Quelle verweist, beschreibt sprachwissenschaftliche Grundlagen und sprachliche Mittel zum Gendern. Daraus folgt für diese Seite nur: Prüfe den eigenen Ausdruck anhand seines vollständigen Kontexts.
Schreibe etwa nicht nur ein einzelnes Nomen auf eine Liste und entscheide dann losgelöst vom Satz. Notiere stattdessen den ganzen Satz. Markiere die Personenbezeichnung. Prüfe, wen der Satz bezeichnet. Prüfe anschließend, ob die gewählte Schreibweise lesbar bleibt und ob die Satzteile zusammenpassen. Diese Schritte behaupten keine allgemeine Pflicht für eine bestimmte Form; sie helfen dir lediglich, deinen eigenen Text bewusst zu kontrollieren.
Direkt ableitbare Wege ohne pauschale Vorgabe
Für Autoren und Autorinnen ist die Paarform selbst eine vollständige Möglichkeit: Autoren und Autorinnen besprechen ihre Texte. Sie nennt beide Bestandteile der Ausgangsbezeichnung im Satz. Das Material zeigt zudem Autorinnen als sichtbare Personenbezeichnung. Daher kann ein Satz, der genau diese Benennung tragen soll, lauten: Die Autorinnen besprechen ihre Texte. Diese Beispiele sind keine Vorgabe für andere Satzinhalte.
Eine neutrale Alternative wird im Material nicht mit einem festen einzelnen Ersatzwort benannt. Als eigene Umschreibung kann der Satz auf die Tätigkeit statt auf ein Ersatzwort setzen: Die Personen, die Texte verfassen, besprechen ihre Texte. Damit bleibt der Personenbezug im vollständigen Satz sichtbar. Die Umschreibung ist ein Schreibbeispiel und keine Behauptung, dass sie eine allgemein festgelegte Form sei.
- Autoren und Autorinnen passt als Paarform in einen Satz, der beide Benennungen ausdrücken soll.
- Autorinnen ist im Material als Personenbezeichnung sichtbar und kann in einem entsprechend gemeinten Satz stehen.
- Personen, die Texte verfassen ist eine vollständige Umschreibung im eigenen Beispielsatz.
Vergleiche die Varianten nicht isoliert, sondern schreibe deinen Satz vollständig aus. Entscheidend ist, ob der Satz den beabsichtigten Personenbezug ausdrückt. Das Material beschreibt verschiedene sprachliche Möglichkeiten und Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen; es setzt für die hier genannten Varianten keine Rangfolge. Deshalb wird keine Form als verpflichtend dargestellt.
Beim Thema Ansprechperson lässt sich ein eigener Satz ebenfalls vollständig formulieren, ohne das Wort als Ersatz für Autoren und Autorinnen auszugeben. Gender-Wörterbuch R bis S und Gender-Wörterbuch T bis Z bleiben bei weiteren Personenwörtern Prüfbegriffe; aus dem vorliegenden Material folgt keine Aussage zu ihren Einträgen. Auch generisches Maskulinum wird hier nur als Begriff genannt, nicht als Grundlage für eine Deutung. Halte diese Begriffe deshalb von der konkreten Wahl zwischen Paarform, sichtbarer Bezeichnung und Umschreibung getrennt.
Wenn eine Variante den Satzinhalt nicht trifft, formuliere den Satz neu. So entsteht keine zusätzliche Regel aus einem Quellenbeispiel, und die gewählte Benennung bleibt an die Aussage deines Textes gebunden.
Drei vollständige Beispielsätze zum Vergleich
Die folgenden vollständigen Sätze sind Schreibbeispiele für Personen, die Texte verfassen. Sie zeigen verschiedene Satzformen und legen keine allgemein verbindliche Auswahl fest.
- Die Autoren und Autorinnen stellen ihre Texte im Seminar vor.
- Die Autorinnen überarbeiten ihre Texte vor der Abgabe.
- Die Personen, die Texte verfassen, besprechen ihre Entwürfe.
Der erste Satz verwendet die Ausgangsbezeichnung als Paarform. Der zweite Satz verwendet die im Material sichtbare Bezeichnung Autorinnen. Der dritte Satz baut den Personenbezug als Umschreibung in den vollständigen Satz ein. Keine dieser Formulierungen beantwortet für einen anderen Satz automatisch, welche Benennung dort stehen soll. Sie machen lediglich unterschiedliche vollständige Satzbauten sichtbar.
Du kannst die Beispiele auf deinen eigenen Inhalt übertragen, indem du zuerst einen ganzen Satz schreibst und danach prüfst, ob die Bezeichnung den von dir gemeinten Personenbezug ausdrückt. Ändere bei einer Umschreibung den übrigen Satz so, dass die Aussage vollständig bleibt. Die Beispiele behaupten nicht, dass eine Form immer besser lesbar oder für jeden Text passend sei. Das Material gibt für die konkrete Ausgangsbezeichnung keine solche Rangfolge vor.
Beim Thema Ansprechperson kann ein eigener Satz eine andere Personengruppe meinen; deshalb ist das Wort kein Beispiel für Personen, die Texte verfassen. Ebenso sind Gendersternchen, Gender-Doppelpunkt, Binnen-I, Gender-Schrägstrich und Gender-Unterstrich hier nur benannte Begriffe. Das Material nennt sie nicht als konkrete Lösung für die drei Beispielsätze. Ergänze deshalb keine Aussage über ihre Verwendung, wenn dein Satz gerade Autoren und Autorinnen oder eine Umschreibung dieser Personen meint.
Ein weiterer eigener Satz kann an die Tätigkeit anknüpfen: Die Autoren und Autorinnen erläutern ihre Texte. Oder er kann die Umschreibung nutzen: Die Personen, die Texte verfassen, erläutern ihre Texte. Vergleiche dabei immer vollständige Sätze, nicht einzelne Wortteile. So bleibt die jeweilige Aussage nachvollziehbar, ohne aus den Beispielen eine feste Regel abzuleiten.

Vier Punkte vor der Auswahl prüfen
Nutze diese Reihenfolge als konkrete Kontrolle für deine Formulierung. Sie bestimmt keine einzige Schreibweise, sondern hält die Angaben fest, die du vor dem Schreiben prüfen kannst.
- Ausgangsform: Schreibe die bisherige Personenbezeichnung als vollständigen Satz auf.
- Personenbezug: Prüfe, welche Personen dein Satz tatsächlich bezeichnet.
- Zielgruppe: Prüfe, wer den Text lesen oder angesprochen werden soll.
- Lesbarkeit: Lies die vollständige Formulierung und prüfe Artikel, Substantiv, Verb, Pronomen und Satzanschlüsse.
Das Material verbindet geschlechtergerechtes Formulieren mit gut lesbaren und verständlichen Texten sowie dem Angesprochenfühlen von Empfänger/-innen. Übertrage daraus keine Garantie für die Wirkung eines einzelnen Wortes. Verwende es als Anlass, Zielgruppe und Lesbarkeit im eigenen Text ausdrücklich zu prüfen. Wenn zwei Formulierungen zur Wahl stehen, notiere beide vollständig und führe die vier Schritte für jede Fassung durch.
Für wissenschaftliche oder andere fachliche Texte bleibt die konkrete Wortprüfung entscheidend. Rufe bei Bedarf Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit auf und prüfe anschließend den Satz erneut in seinem eigenen Zusammenhang. Bei einem nicht belegten Personenwort lautet die nächste Handlung: Suche den vollständigen Wortlaut in einer passenden Sprachreferenz, überprüfe den Satzkontext und übernimm keine unbelegte Ergänzung. So bleibt die Entscheidung an Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit gebunden.
Quellen und Stand
- Das neue „Handbuch geschlechtergerechte Sprache“ von Duden jetzt erschienen | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026-08-24)
Das Thema „Autoren und Autorinnen gendergerecht formulieren“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.