User richtig gendern und passende Formen auswählen
User richtig gendern
Für User stehen mehrere belegte Formen zur Verfügung. Welche Variante passt, lässt sich anhand von Personenbezug, Satzkontext, Zielgruppe und Lesbarkeit prüfen.
Dokumentierte Formen von User und Userin
Für das Wortpaar User und Userin sind unterschiedliche Formen dokumentiert. Die männliche beziehungsweise generische Form lautet im Singular User und im Plural ebenfalls User. Die weibliche beziehungsweise movierte Form lautet im Singular Userin und im Plural Userinnen. Der Eintrag führt für beide Formen Flexionsangaben auf.
Die Flexion ist nach Kasus aufgeführt. Im Nominativ steht zum Beispiel der User oder die Userin. Im Genitiv lautet die Form beim männlichen Wort des Users, während bei der weiblichen Form der Userin steht. Im Dativ erscheint beim Singular dem User beziehungsweise der Userin. Im Akkusativ stehen den User und die Userin. Im Plural zeigt sich die unterschiedliche Endung besonders im Dativ: den Usern und den Userinnen.
| Bezug | Singular | Plural |
|---|---|---|
| männliche oder generische Form | User | User |
| weibliche oder movierte Form | Userin | Userinnen |
| Paarform im Nominativ | die Userin beziehungsweise der User | die Userinnen und User |
Unter den geschlecht berücksichtigenden Bezeichnungen sind Paarformen aufgeführt. Im Nominativ stehen die Userin beziehungsweise der User sowie im Plural die Userinnen und User. Daneben sind Schreibweisen mit Schrägstrich und Klammer belegt. Im Singular stehen etwa der/die User/-in und der/die User(in). Für den Plural sind die User/-innen und die User(innen) angegeben.
Der Wörterbucheintrag nennt außerdem Binnenmajuskel, Gendersternchen, Genderdoppelpunkt und Gendergap. Die Formen werden dort mit Kasusangaben dargestellt. Beim Gendersternchen stehen unter anderem der*die User*in und die User*innen. Beim Genderdoppelpunkt sind der:die User:in und die User:innen genannt. Die Binnenmajuskel wird mit der/die UserIn und die UserInnen aufgeführt. Für dieses Wort ist keine bedeutungsgleiche Partizipialform angegeben.

Belegte Formen im Satzkontext
Der Eintrag unterscheidet einen weiblichen Bezug, einen männlichen beziehungsweise generischen Bezug und geschlecht berücksichtigende Bezeichnungen. Für den weiblichen Singular steht die Userin. Für den männlichen beziehungsweise generischen Singular steht der User. Bei weiblichen Personen im Plural lautet die Form die Userinnen; der männliche oder generische Plural lautet die User.
Bei den Paarformen sind für verschiedene Kasus vollständige Angaben vorhanden. Im Nominativ stehen die Userin beziehungsweise der User und im Plural die Userinnen und User. Im Genitiv ist der Userin beziehungsweise des Users aufgeführt. Für den Dativ Plural steht den Userinnen und Usern. Prüfe vor dem Einsetzen die im Satz benötigte Kasusposition und gleiche sie mit einer vollständig angegebenen Form ab.
Auch Schrägstrich- und Klammerformen sind mit Kasusangaben verzeichnet. Für den Nominativ sind der/die User/-in und der/die User(in) angegeben. Die Genitivangaben des/der Users/-in und des/der Users(in) stehen im Eintrag jeweils mit einem vorangestellten Asterisk. Im Dativ des Plurals stehen den Usern/-innen und den User(inne)n. Auch die Angaben des*der Users*in und den Usern*innen sind im Eintrag mit einem vorangestellten Asterisk gekennzeichnet.
Der Quellenauszug endet bei der Gendergap-Angabe nach ihrem Beginn. Ergänze daraus keine weiteren Formen. Prüfe für einen konkreten Satz deshalb, ob die benötigte Form im vorliegenden Auszug vollständig verzeichnet ist.
Die Quelle führt Paarform, Schrägstrichschreibung, Klammerform, Binnenmajuskel, Gendersternchen, Genderdoppelpunkt und Gendergap getrennt auf. Gendersternchen, Genderdoppelpunkt und Gendergap sind dort als nicht binär bezeichnet. Vergleiche beim Verwenden einer Form immer Artikel und Substantiv mit der vollständig belegten Kasusangabe.
Paarformen und weitere belegte Schreibweisen
Als direkt belegte Alternative zur Ausgangsform User steht zunächst die Paarform zur Verfügung. Im Singular lautet sie im Nominativ die Userin beziehungsweise der User. Im Plural ist die Form die Userinnen und User angegeben. Für den Genitiv kann der Userin beziehungsweise des Users verwendet werden. Im Dativ Plural steht den Userinnen und Usern. Diese Varianten machen beide genannten Personenbezeichnungen sichtbar.
Eine weitere Gruppe bilden die verkürzten Schreibweisen. Die Schrägstrichform ist für den Nominativ als der/die User/-in dokumentiert. Im Plural lautet sie die User/-innen. Die Klammerform erscheint im Nominativ als der/die User(in) und im Plural als die User(innen). Die zugehörigen Formen müssen im jeweiligen Kasus vollständig sein. Der Genitiv und der Dativ Plural sind im Eintrag ausdrücklich mit eigenen Endungen aufgeführt.
Zu den belegten geschlecht berücksichtigenden Schreibweisen gehören außerdem Binnenmajuskel, Gendersternchen, Genderdoppelpunkt und Gendergap. Für den Genderstern stehen im Nominativ der*die User*in und im Plural die User*innen. Beim Genderdoppelpunkt sind der:die User:in und die User:innen genannt. Die Binnenmajuskel wird mit der/die UserIn sowie die UserInnen gezeigt.
Eine neutrale Partizipialform ist für User laut Eintrag nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich. Deshalb wird hier keine zusätzliche neutrale Ersatzform ergänzt. Auch aus der Bezeichnung „geschlechtsneutral“ darf keine weitere, nicht aufgeführte Wortbildung abgeleitet werden.
Keine der genannten Formen wird als überall verpflichtend dargestellt. Die Auswahl sollte vielmehr am konkreten Satz ausgerichtet werden. Dazu gehören die Ausgangsform, der beabsichtigte Personenbezug, die Zielgruppe und die Lesbarkeit. Wenn eine Form nicht vollständig zum benötigten Kasus vorliegt, ist eine andere belegte Form zu prüfen.
Drei vollständige Beispielsätze
Die folgenden Sätze zeigen unterschiedliche belegte Formen in eigenständigem Zusammenhang. Sie dienen als Muster für vollständige Sätze und legen keine einzelne Schreibweise für jeden Text fest.
Der User öffnet die Anwendung und liest die Hinweise auf der Startseite.
Die Userin beziehungsweise der User erhält im Kurs eine kurze Einführung in das Programm.
Die Userinnen und User bearbeiten die Aufgabe anschließend gemeinsam.
Die Redaktion richtet sich mit dem Hinweis an die User:innen des Angebots.
Im ersten Beispiel steht die männliche beziehungsweise generische Form im Nominativ. Im zweiten Beispiel wird die Paarform im Singular verwendet. Der Satz nennt beide Personenbezeichnungen vollständig und verbindet sie mit beziehungsweise. Im dritten Beispiel steht die Paarform im Plural. Das Verb bearbeiten bezieht sich auf die vollständige Pluralgruppe.
Das vierte Beispiel verwendet den Genderdoppelpunkt im Plural. Die Form User:innen ist im Wörterbucheintrag aufgeführt. Für einen anderen Kasus wäre die dazu angegebene Flexion zu prüfen, statt die Nominativform unverändert einzusetzen.
Auch die übrigen belegten Schreibweisen lassen sich nur mit Blick auf den Satz verwenden. Bei einer Schrägstrichform ist etwa zwischen der/die User/-in im Nominativ und der im Eintrag mit Asterisk markierten Genitivangabe des/der Users/-in zu unterscheiden. Entsprechend ist des/der Users(in) bei der Klammerform mit einem Asterisk gekennzeichnet. Die Beispiele zeigen daher zugleich, dass Artikel und Endung mit einer vollständig belegten Kasusangabe abzugleichen sind.
Eine Form wird in diesen Beispielen nicht als grundsätzlich passend für jede Zielgruppe oder jede Textsorte behauptet. Wer einen eigenen Satz formuliert, prüft den gemeinten Personenbezug, den Kasus und die Verständlichkeit der gewählten Darstellung.

Auswahl mit vier konkreten Prüfungen
Vor der Auswahl einer Form helfen vier Fragen: Welche Ausgangsform liegt vor? Auf welche Personen bezieht sich der Satz? Für welche Zielgruppe ist der Text bestimmt? Und wie lesbar ist die gewählte Darstellung im konkreten Satz? Diese Prüfung führt nicht automatisch zu einer einzigen Form, sondern ordnet die belegten Möglichkeiten dem jeweiligen Textzusammenhang zu.
Ausgangsform prüfen: Beginne mit dem vorhandenen Wort User. Ermittle, ob im Satz Singular oder Plural gebraucht wird und welcher Kasus vorliegt. Vergleiche anschließend die passende Form mit den dokumentierten Flexionsangaben.
Personenbezug prüfen: Entscheide, ob der Satz einen weiblichen Bezug, einen männlichen beziehungsweise generischen Bezug oder einen geschlecht berücksichtigenden Bezug ausdrückt. Für beide genannten Personenbezeichnungen stehen Paarformen zur Verfügung. Für einzelne Schreibweisen sind eigene Singular- und Pluralformen angegeben.
Zielgruppe prüfen: Berücksichtige, wer den Text verstehen soll. Die belegten Möglichkeiten unterscheiden sich sichtbar: Eine Paarform schreibt die Bezeichnungen aus, während Schrägstrich, Klammer, Binnenmajuskel, Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich andere Darstellungen verwenden. Die Zielgruppe ist daher bei der Auswahl mitzudenken.
Lesbarkeit prüfen: Lies den vollständigen Satz mit Artikel, Substantiv, Verb und gegebenenfalls Präposition. Kontrolliere, ob die Form im benötigten Kasus vollständig vorliegt. Ergänze keine fehlenden Bestandteile aus einer verkürzten Angabe. Für die Gendergap ist hier nur der_die User angegeben, sodass keine weitere Form daraus abgeleitet wird.
Für einen geschlecht berücksichtigenden Singular können beispielsweise die Paarform, die Schrägstrichform, die Klammerform, die Binnenmajuskel, der Genderstern oder der Genderdoppelpunkt geprüft werden. Im Plural stehen dafür ebenfalls dokumentierte Varianten zur Verfügung. Im Eintrag ist eine Partizipialform als nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich verzeichnet.
Die Entscheidung bleibt an den konkreten Satz gebunden. Keine der genannten Formen wird als überall verpflichtend oder immer passend dargestellt. Maßgeblich sind der Ausgangstext, der Personenbezug, die Zielgruppe und die Lesbarkeit der vollständig geprüften Form.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)