So bildet man den Plural von Lob korrekt
Plural von Lob: Lobe, aber selten
Wer den Plural von Lob sucht, stößt in den Wörterbüchern auf die Form Lobe, die im Sprachgebrauch jedoch nur selten vorkommt. Meist steht das Wort für eine ausgesprochene Anerkennung im Singular, während im Genitiv sowohl des Lobes als auch des Lobs möglich sind. Hier erfährst du, wie du alle vier Fälle sicher bildest, warum die Nachschlagewerke die Mehrzahl unterschiedlich bewerten und weshalb die Form Lobs nur zum gleichnamigen Schlag im Sport gehört.
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Pluralbildung: Merkzettel mit Endungen und Ausnahmen
Der Plural von Lob plus die Pluralendungen mit typischen Fällen, plus die Fremdwortplurale und die Wortarten im Deutschen, die ohne Plural bleiben, samt Beispielen zur Übung.
Plural von Lob: Heißt es Lobe oder bleibt das Wort im Singular?
Grammatisch ist der Plural von Lob mit der Form die Lobe zwar belegt, im Alltag wird das Wort für eine positive Würdigung aber fast immer im Singular verwendet. Als Substantiv besitzt das Lob ein neutrales Genus und bildet den Genitiv der Einzahl wahlweise mit des Lobes oder des Lobs. Inhaltlich steht der Begriff laut Duden für eine anerkennend geäußerte, positive Beurteilung einer Person sowie ihres Handelns oder Verhaltens, während das DWDS ihn als ausdrücklich günstiges Urteil im direkten Gegensatz zu Tadel definiert.
Wer die Mehrzahl dennoch ausdrücken möchte, hängt an den Wortstamm die Endung -e an: So bildet man den Plural von Lob korrekt, indem aus das Lob im Plural die Lobe wird. Allerdings stufen die großen Nachschlagewerke diese Mehrzahl zurückhaltend ein: Der Duden führt Lobe mit dem Hinweis selten, und Wiktionary verzeichnet die Form als ungebräuchlich. Noch strenger urteilt das DWDS, das beim sächlichen Eintrag vermerkt, dass dieser ausschließlich im Singular steht.
Bevor du dich beim Schreiben für eine Form entscheidest, solltest du daher zuerst die genaue Wortbedeutung im Satz klären. Geht es um ausgesprochene Anerkennung, gehört das Wort zum sächlichen Eintrag das Lob und kommt meist ohne Mehrzahl aus. Ist hingegen ein im hohen Bogen über den Gegner gespielter Ball im Sport gemeint, liegt ein eigenes maskulines Wort vor, dessen Formen wir weiter unten gesondert gegenüberstellen.

Deklination von Lob: Alle vier Fälle in der Übersicht
Die Deklination zeigt auf einen Blick, wie sich das Lob samt Artikel je nach Kasus und Numerus verändert. Neben der Grundform das Lob und den beiden Genitivvarianten des Lobes sowie des Lobs führt die Übersicht auch die selten gebrauchte Mehrzahl die Lobe auf. In der folgenden Tabelle findest du die vier Fälle vollständig gegenübergestellt.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Lob | die Lobe |
| Genitiv | des Lobes / des Lobs | der Lobe |
| Dativ | dem Lob | den Loben |
| Akkusativ | das Lob | die Lobe |
In der Einzahl lässt der Genitiv sowohl die längere Form des Lobes als auch die kürzere Variante des Lobs zu. Im Plural lautet der Genitiv der Lobe, während der Dativ Plural ein zusätzliches -n erhält und den Loben heißt. Dagegen tragen Nominativ und Akkusativ jeweils dieselbe Gestalt: Im Singular steht in beiden Fällen das Lob, in der Mehrzahl jeweils die Lobe.
Damit die Beugung im eigenen Satz stimmt, prüfst du am besten zuerst, welche grammatische Rolle das Substantiv übernimmt. Sobald der erforderliche Kasus feststeht, kannst du den passenden Artikel samt Wortendung direkt aus der Übersicht ablesen. Besonders im Dativ Plural ist Aufmerksamkeit gefragt, damit aus die Lobe regelgerecht den Loben wird.
Lobe oder Lobs? Anerkennung und Sportbegriff sauber trennen
Häufig entsteht Unsicherheit beim Plural von Lob, weil im Deutschen zwei gleich geschriebene Substantive mit unterschiedlichem Geschlecht und verschiedener Bedeutung existieren. Wenn von einer positiven Würdigung oder Anerkennung die Rede ist, handelt es sich immer um das neutrale Wort das Lob. Dafür verzeichnen Duden und Wiktionary zwar die Mehrzahl die Lobe, stufen sie jedoch als selten beziehungsweise ungebräuchlich ein, während das DWDS den Eintrag ganz auf den Singular beschränkt.
Gebildet wird diese sächliche Pluralform ausschließlich über das Suffix -e, sodass aus das Lob ohne Umlaut die Lobe entsteht. Auch die Genitivformen des Lobes und des Lobs gehören fest zu diesem neutralen Wörterbucheintrag. Wer also ausdrücklich mehrere einzelne Anerkennungen im Plural benennen möchte, greift auf Lobe zurück und verändert den Stammvokal nicht.
Ganz anders verhält es sich beim maskulinen Substantiv der Lob, das aus der Sportsprache stammt. Laut Wiktionary bezeichnet der Lob vor allem im Tennis und im Volleyball einen Ball, der in hoher Flugkurve über den gegnerischen Spieler geschlagen wird. Für diesen männlichen Begriff lautet die reguläre Mehrzahl die Lobs. Die Formen die Lobe und die Lobs gehören somit zu zwei völlig verschiedenen Wörterbucheinträgen und dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
Die Einschränkung, dass die Mehrzahl selten oder ungebräuchlich ist beziehungsweise das Wort nur im Singular steht, gilt ausschließlich für das Lob im Sinne von Anerkennung. Beim Sportbegriff der Lob ist der s-Plural die Lobs hingegen die normale Form für mehrere hoch gespielte Bälle.
Bedeutung, Worttrennung und Herkunft von Lob
Das sächliche Substantiv wird mit dem Artikel das verbunden und bleibt in seiner Grundform einsilbig, weshalb bei der Worttrennung am Zeilenende keine Silbentrennung von Lob erfolgt. Seiner Kernbedeutung nach beschreibt der Ausdruck laut Duden eine positive, anerkennend geäußerte Bewertung, die einer Person, ihrem Tun oder ihrem Verhalten zuteilwird. Das DWDS fasst diese Bedeutung als ausdrücklich günstiges Urteil zusammen und grenzt sie klar vom Gegenbegriff Tadel ab.
Sprachgeschichtlich reicht das Wort weit zurück: Als Herkunft verzeichnet der Duden das mittelhochdeutsche und althochdeutsche Substantiv lop. Zugleich wird erklärt, dass Lob als Rückbildung aus dem Verb loben entstanden ist. Weitergehende historische Ableitungen für die heutige Mehrzahl liefern die Wörterbücher nicht; verbindlich bleiben daher die dokumentierten Formen das Lob, des Lobes oder des Lobs sowie der seltene Plural die Lobe.
Demgegenüber steht das maskuline Wort der Lob als eigenständiger Fachbegriff im Ballsport. Wie Wiktionary für Tennis und Volleyball beschreibt, ist damit ein Schlag gemeint, bei dem der Ball im hohen Bogen über den Gegner hinwegfliegt. Seine Mehrzahl lautet die Lobs und hat sprachlich nichts mit einer ausgesprochenen Anerkennung zu tun. Schon am Artikel lässt sich der Unterschied ablesen: das Lob meint das günstige Urteil, der Lob den hohen Ball.
In der Textpraxis hilft deshalb ein kurzer Blick auf Genus, Artikel und Satzzusammenhang. Sobald es um Wertschätzung gegenüber einer Leistung oder einem Verhalten geht, greifen die Regeln für das neutrale Wort. Geht es um eine Spielszene auf dem Platz, ist das maskuline Sportwort mit dem Plural die Lobs gemeint.
Beispielsätze: Wie Lobe in den vier Fällen verwendet wird
Obwohl bei Anerkennung meist der Singular ausreicht, zeigen die folgenden Beispielsätze, wie sich die belegte Pluralform die Lobe durch die verschiedenen Fälle deklinieren lässt, wenn mehrere einzelne Würdigungen getrennt hervorgehoben werden:
- Die Lobe des Prüfungsausschusses bezogen sich auf mehrere unabhängig voneinander eingereichte Arbeiten.
- Im Jahresbericht wurde die Wirkung der Lobe den jeweiligen Projektgruppen einzeln zugeordnet.
- Mit den Loben aus der Schlussbesprechung würdigte die Leitung verschiedene Einzelleistungen des Teams.
- Nach der Veranstaltung sammelte die Redaktion die Lobe aus den schriftlichen Rückmeldungen der Teilnehmenden.
- Über die Lobe der geladenen Gäste freute sich die geehrte Preisträgerin noch lange nach der Feier.
Andere Substantive der deutschen Sprache nutzen teils abweichende Mehrzahlmuster: So folgt etwa der Plural von Wort einer eigenen Bedeutungsunterscheidung und dient innerhalb unserer Reihe zur Pluralbildung als aufschlussreicher Vergleichsfall. Während die obigen Satzbeispiele gezielt die Form Lobe in Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ veranschaulichen, kannst du im eigenen Text nach derselben Methode zuerst den Fall bestimmen und anschließend die passende Form aus der Deklinationstabelle einsetzen.
Alle Beispielsätze dieses Abschnitts beziehen sich ausschließlich auf das neutrale das Lob im Sinne von Anerkennung. Sollte in einem Sportbericht von mehreren hohen Bällen über den Gegner die Rede sein, muss stattdessen die maskuline Mehrzahl die Lobs gewählt werden, damit beide Wörterbucheinträge sauber getrennt bleiben.

Prüfliste: In drei Schritten zur richtigen Form im Satz
Mit einer kurzen Prüfung in drei Schritten vermeidest du Fehler im Text zuverlässig. Erstens hältst du das neutrale Genus und den Genitiv Singular fest: Zu das Lob gehören die Genitivformen des Lobes oder des Lobs. Zweitens prüfst du die verzeichnete Mehrzahl die Lobe und wägst ab, ob im jeweiligen Satz nicht bereits der übliche Singular ausreicht. Drittens setzt du die gewählte Form im passenden Kasus ein und gleichst Artikel sowie Endung miteinander ab.
Achte dabei stets auf die inhaltliche Abgrenzung der beiden gleich geschriebenen Nomen. Drückt der Satz eine wohlwollende, anerkennende Beurteilung für eine Person oder ihr Verhalten aus, gilt der neutrale Eintrag das Lob. Beschreibt der Satz hingegen im Tennis oder Volleyball einen in hoher Flugkurve über den Gegner gespielten Ball, liegt das maskuline Wort der Lob mit dem Plural die Lobs vor.
Behalte außerdem die Nutzungshinweise der Nachschlagewerke im Blick: Während der Duden die Lobe als selten und Wiktionary die Form als ungebräuchlich einstuft, führt das DWDS das sächliche Wort nur im Singular. Entscheidest du dich dennoch für die Mehrzahl, bestimmst du im Satz genau, ob Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ verlangt wird, und wählst dementsprechend die Lobe, der Lobe oder den Loben.
Zur weiteren Vertiefung kannst du unseren Überblick zur Pluralbildung sowie die ergänzenden Ratgeber der Serie nutzen. Dort findest du weiterführende Erklärungen zu Singular und Plural, Deklination, Genitiv, Substantiv, Genus und zum Plural von Wort. Beim Wort Lob selbst geben dir Bedeutung, Artikel und Kasus jederzeit eine verlässliche Orientierung.
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Stand: 16. September 2026korrektur.de. (2026, 16. September). Plural von Lob: Lobe oder Singular? korrektur.de. https://korrektur.de/plural-von-lob
„Plural von Lob: Lobe oder Singular?“ korrektur.de, 16. Sept. 2026, korrektur.de/plural-von-lob. Zugriff 28. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Plural von Lob: Lobe oder Singular? Verfügbar unter: https://korrektur.de/plural-von-lob (Zugriff: 28. Oktober 2026).
korrektur.de. „Plural von Lob: Lobe oder Singular?“ Zuletzt geändert 16. September 2026. https://korrektur.de/plural-von-lob.
korrektur.de. Plural von Lob: Lobe oder Singular? [online]. 2026 [Zugriff am 28.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/plural-von-lob
Quellen und Stand
- Duden: Lob, Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft: www.duden.de (geprüft am 2026-09-16)
- Lob, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026-09-16)
- Lob, Wiktionary: de.wiktionary.org (geprüft am 2026-09-16)
Fazit zur Fragestellung „Plural von Lob: Lobe oder Singular?“: So bildet man den Plural von Lob korrekt mit der seltenen Form die Lobe, greift im Alltag bei Anerkennung aber meist zum Singular das Lob.