Glomm oder glimmte: Beide Formen sind korrekt
Glimmen richtig gebeugt: glomm oder glimmte?
Bei glimmen sind im Präteritum sowohl glomm als auch glimmte korrekt. Das Verb kann stark oder schwach gebeugt werden. Der Duden kennzeichnet glomm in einem Beispiel als gehoben; für glimmte nennt er dort keine entsprechende Stilmarkierung. Welche Form besser passt, hängt vom gewünschten Ton des Textes ab.
Kostenlos herunterladen
Konjugation: Merkzettel mit Endungen und Zeitformen
Die Wahl zwischen glomm und glimmte, begleitet von sein, haben, werden, einem regelmäßigen und einem unregelmäßigen Verb durch alle Zeitformen, den Endungen und den zwanzig häufigsten unregelmäßigen Verben mit ihren Stammformen.
Die kurze Antwort
Für glomm oder glimmte lautet die Regel: Beide Formen sind korrekt. Der Duden führt glimmen als starkes und schwaches Verb. Im Präteritum stehen daher glomm und auch glimmte.
Im Dudenbeispiel ist glomm als gehoben markiert. Glimmte ist ebenfalls korrekt und kann verwendet werden, wenn keine gehobene Stilwirkung beabsichtigt ist.

Regel, Erklärung und Herkunft
Glimmen kann stark oder schwach gebeugt werden: glimmen, glomm, geglommen sowie glimmen, glimmte, geglimmt. Zusätzlich zur starken Beugung ist also die schwache Form möglich; beide Muster stehen parallel nebeneinander.
Der Duden führt für glimmen die Formen glomm, glimmte, geglommen und geglimmt. Sein Beispiel kennzeichnet glomm als gehoben. Bei Zweifeln hilft ein Blick in ein Wörterbuch oder in die Rechtschreibregeln.
Beide Formen im Satz
Beide Formen lassen sich korrekt verwenden: Die Glut im Ofen glomm noch lange nach dem Erlöschen des Feuers. Ebenso möglich ist: Die Zigarette glimmte langsam im Aschenbecher vor sich hin. Die Sätze Ein letzter Funke glomm in der Dunkelheit und Das Licht glimmte schwach durch den Vorhang zeigen die beiden Präteritumsformen.
Auch im Perfekt gibt es zwei korrekte Formen: Die Kohle hat geglommen und Die Kerze hat geglimmt. Wer einen einheitlichen Stil anstrebt, kann innerhalb eines zusammenhängenden Textes bei einem Beugungsmuster bleiben.
Präteritumsformen nicht verwechseln
Die Verbindung Die Glut glomm und hatte geglimmt ist grammatisch möglich, weil beide Formen korrekt sind. Für einen einheitlichen Stil kann man sich in einem kurzen Text für ein Beugungsmuster entscheiden. Nicht zu verwechseln ist das mit dem Präsens: Glimmt ist die Gegenwartsform, nicht das Präteritum.
Manche verwechseln zudem glomm mit ähnlich klingenden Formen anderer starker Verben wie schwamm oder klomm und übertragen deren Muster fälschlich auf andere Zusammenhänge. Wer beim Schreiben unsicher bleibt, sollte den Satz probeweise umformulieren oder ein Wörterbuch konsultieren, statt zu raten. Gerade in Bewerbungen oder wissenschaftlichen Arbeiten lohnt sich eine gründliche Prüfung durch Korrekturlesen, damit solche Unsicherheiten nicht unentdeckt bleiben.

Merksatz und Eselsbrücke
Eine einfache Eselsbrücke hilft bei der Wahl der passenden Form: Klingt der Satz nach einem alten Märchen oder einer Erzählung, passt oft glomm, wie in Die letzte Glut glomm im Kamin. Klingt der Satz eher nach einem Bericht oder einer nüchternen Beschreibung, passt meist glimmte, wie in Die Kontrolllampe glimmte die ganze Nacht. Wer sich merkt, dass sich glomm auf kam reimt, behält die stark gebeugte Form leichter im Gedächtnis.
Der Vergleich mit schwimmen kann beim Merken der starken Form helfen: schwamm und glomm sind starke Präteritumsformen. Daneben ist bei glimmen auch die schwache Form glimmte korrekt.
Fazit: Beide Formen richtig einsetzen
Beide Formen sind korrekt: glomm ist die starke, glimmte die schwache Präteritumsform von glimmen. Der Duden markiert glomm in einem Beispiel als gehoben. Die Wahl richtet sich nach dem gewünschten Stil, nicht nach einer unterschiedlichen Bedeutung.
Wer bei einer Verbform unsicher ist, kann den Satz vor der Veröffentlichung noch einmal prüfen. Ein Wörterbuch klärt die Form; eine Rechtschreibprüfung kann zusätzlich auf weitere sprachliche Auffälligkeiten hinweisen.
Weitere sprachliche Zweifelsfälle: klomm oder klimmte, bewog oder bewegte und weitere Rechtschreibregeln.