Gendern: Wörterbuchformen richtig einordnen
Gendern Wörterbuch richtig gendern
„Wörterbuch“ steht im Quellenmaterial mit dem Artikel „das“. „Genderwörterbuch“ ist dort als Wörterbuchtyp nach Inhalt genannt; es ist keine Ersatzform des Wortes „Wörterbuch“.
Welche Formen ein Wörterbuch zeigen kann
Für die Suchanfrage ist die direkt belegte Form Wörterbuch. Im Material steht dazu der Artikel „das“; außerdem sind die Formen für Genitiv und Plural angegeben. Genderwörterbuch erscheint als Bezeichnung eines Wörterbuchtyps nach Inhalt. Damit benennt es eine Art von Wörterbuch, während „Wörterbuch“ selbst unverändert bleibt.
Belegte weitere Zusammensetzungen zeigen, dass der erste Bestandteil den Typ näher bestimmen kann: Handwörterbuch, Internetwörterbuch, Online-Wörterbuch, Printwörterbuch und Taschenwörterbuch. Diese Wörter sind jeweils eigene Bezeichnungen; aus ihnen folgt keine zusätzliche Form für „Wörterbuch“.
| Ausdruck | Einordnung im Material |
|---|---|
| Wörterbuch | Nachschlagewerk für Wörter |
| Genderwörterbuch | Wörterbuchtyp nach Inhalt |
| Online-Wörterbuch | Wörterbuch nach Format |
| Rechtschreibwörterbuch | Wörterbuchtyp nach Inhalt |
Für gendergerechte Sprache liefert das Material keine andere Form des Wortes „Wörterbuch“. Auch Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit und Gendersternchen sind keine im Material belegten Ersatzformen für dieses Wort. Wer diese Ausdrücke im eigenen Text verwendet, kann sie deshalb nicht als Quellenbeleg für eine Umformung von „Wörterbuch“ ausgeben.

Personenbezeichnungen im Satzkontext unterscheiden
Für eine Personenbezeichnung wird die gesuchte Form vollständig notiert. Unterscheide dabei im Suchauftrag, ob eine einzelne Bezeichnung, eine Paarform oder eine neutrale Bezeichnung gemeint ist. Die Begriffe maskulin, feminin und neutral können als Suchbegriffe dienen.
Setze einen gefundenen Ausdruck nur vollständig in den eigenen Satz ein. Kontrolliere den gesamten Satz auf Artikel, Adjektiv, Substantiv, Kasus, Singular oder Plural und Pronomenbezug. Ergänze kein abgeschnittenes Quellenfragment zu einer Form, die nicht vollständig vorliegt.
Für die weitere Recherche können Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, Gender-Doppelpunkt, Binnen-I und Gender-Schrägstrich als Suchbegriffe dienen. Halte die verwendete Form im ganzen Satz fest, statt nur ein einzelnes Wortfragment zu vergleichen.
Ansprechperson ist ebenfalls ein möglicher Suchbegriff. Vor der Verwendung steht der vollständige Satz mit der Ausgangsform und der zu prüfenden Bezeichnung nebeneinander. Dadurch bleiben Personenbezug und Satzkontext ausdrücklich erkennbar.
Belegte Alternativen gezielt nachschlagen
Das Material führt keine Paarform und keine neutrale Personenbezeichnung als Alternative zu „Wörterbuch“ auf. Daher lässt sich daraus weder eine Paarform noch eine neutrale Ersatzbezeichnung für dieses Wort vollständig belegen. Direkt genannt ist allein Genderwörterbuch als Wörterbuchtyp nach Inhalt.
Für „Wörterbuch“ sind stattdessen verschiedene Zusammensetzungen dokumentiert. Dazu gehören etwa Fachwörterbuch, Fremdwörterbuch, Synonymwörterbuch, Stilwörterbuch und Rechtswörterbuch. Sie ersetzen „Wörterbuch“ nicht, sondern benennen jeweils einen bestimmten Wörterbuchtyp.
Die Begriffe Gendersternchen, Gender-Doppelpunkt, Binnen-I, Gender-Schrägstrich und Gender-Unterstrich stehen in diesem Abschnitt nur als erhaltene Bezeichnungen. Sie werden nicht als belegte Alternative zu „Wörterbuch“ dargestellt. Dasselbe gilt für generisches Maskulinum: Das Material liefert dazu hier keine Form, die an die Stelle von „Wörterbuch“ treten könnte.
Die Einträge Gender-Wörterbuch A bis D, Gender-Wörterbuch E bis K, Gender-Wörterbuch L bis P, Gender-Wörterbuch R bis S und Gender-Wörterbuch T bis Z sind ebenfalls keine Paarformen oder neutralen Alternativen. Sie lassen keine zusätzliche Wortform erkennen. Für eine belastbare Antwort bleibt daher die Unterscheidung wichtig: „Wörterbuch“ ist die belegte Grundbezeichnung, „Genderwörterbuch“ eine belegte Zusammensetzung.
Drei vollständige Beispielsätze
Die folgenden vollständigen Sätze zeigen unterschiedliche konkrete Formulierungen. Sie sind Beispiele für den eigenen Satzkontext und bestimmen keine Form für andere Texte.
Die Schülerinnen und Schüler nutzen ein Wörterbuch.
Die Studierenden nutzen ein Wörterbuch.
Die Lehrkräfte nutzen ein Wörterbuch.
Das Team nutzt ein Genderwörterbuch.
In den ersten drei Sätzen wechseln die Personenbezeichnungen, während „Wörterbuch“ gleich bleibt. Der vierte Satz verwendet dagegen die belegte Zusammensetzung „Genderwörterbuch“. So sind die Beispiele miteinander vergleichbar: Die Bezeichnung für Personen kann wechseln, der Ausdruck für das Nachschlagewerk muss daraus nicht verändert werden.
Ein weiterer Vergleich kann so aussehen: „Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Eintrag.“ Daneben steht: „Die Studierenden prüfen den Eintrag.“ Beide Sätze sind vollständig; sie zeigen unterschiedliche Ausdrücke für Personen, nicht unterschiedliche Formen des Wortes „Wörterbuch“.
Für einen eigenen Satz genügt eine konkrete Aussage, etwa: „Die Lehrkräfte vergleichen zwei Einträge im Wörterbuch.“ Wenn stattdessen ein Wörterbuchtyp gemeint ist, lautet ein vollständiges Beispiel: „Das Team sucht im Genderwörterbuch nach einem Eintrag.“

Vor der Auswahl vier Punkte prüfen
Halte zuerst die Ausgangsform fest. Notiere das Wort, das im Satz steht, und die Frage, die du dazu recherchierst. Im Quellenmaterial werden bei Wörterbüchern unter anderem Rechtschreibung, Bedeutung, Herkunft, Synonyme und Grammatik genannt. Diese Angaben können getrennte Rechercheziele sein.
Halte danach den Personenbezug fest. Notiere, ob der Satz eine Personenbezeichnung, eine Paarform oder eine neutrale Bezeichnung enthält. Setze die zu prüfende Form vollständig in den Satz ein. Ergänze keine Quellenfragmente und behandle keinen Suchbegriff als vollständigen Satz.
Notiere außerdem die Zielgruppe des eigenen Textes. Lies den vollständigen Satz mit Blick auf diese Zielgruppe und halte fest, ob die beabsichtigte Bedeutung im Satz erkennbar bleibt. Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, Gendersternchen, Gender-Doppelpunkt, Binnen-I, Gender-Schrägstrich und Gender-Unterstrich können als weitere Suchbegriffe dienen.
Prüfe zuletzt die Lesbarkeit des vollständigen Satzes. Kontrolliere Wörter, Satzbezüge und die grammatische Verbindung der Satzteile. Wenn ein Stichwort noch nicht feststeht, ermittle zunächst das gesuchte Wort und den Wörterbuchtyp. Für die alphabetische Suche können anschließend die Bereiche Gender-Wörterbuch A bis D, Gender-Wörterbuch E bis K, Gender-Wörterbuch L bis P, Gender-Wörterbuch R bis S und Gender-Wörterbuch T bis Z notiert werden.
Quellen und Stand
- Wörterbuch ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Wörterbuch, Wiktionary: de.wiktionary.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Wörterbuch, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
Das Thema „Gendern: Wörterbuchformen richtig einordnen“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.