Ratgeber gendern: Alle Varianten
Geschlechtergerechte Formulierung leicht erklärt
Die korrekte geschlechtergerechte Formulierung des Begriffs Ratgeber lässt sich auf mehrere Weisen umsetzen. Dabei stehen dir verschiedene Ansätze zur Verfügung: die klassische Doppelnennung (Ratgeber und Ratgeberin), verkürzte Varianten mit Sonderzeichen (Ratgeber*in, Ratgeber:in, Ratgeber_in oder RatgeberIn) sowie die geschlechtsneutrale Alternative (ratgebende Person oder beratende Person). Welche Methode am besten zu deinem Text passt, hängt von deinem persönlichen Stil und dem Kontext ab. In diesem Ratgeber erklären wir dir, wie du beim gendern Ratgeber sicher und korrekt vorgehst.
Was ist die richtige Genderform?
Es gibt nicht die eine richtige Genderform für Ratgeber. Die Wahl hängt von deinen persönlichen Präferenzen, dem Kontext und den Vorgaben deiner Institution ab. In der Praxis wird klassischerweise die Doppelnennung verwendet, also Ratgeber und Ratgeberin. Dies ist die ausführlichste und deutlichste Variante, da sie beide Geschlechter explizit benennt und keine Missverständnisse zulässt. Allerdings ist diese Form platzaufwendig und wird in kurzen Texten oder bei häufiger Wiederholung schnell unhandlich. Deshalb greifen viele Autorinnen und Autoren zu verkürzten Varianten mit Sonderzeichen wie dem Gendersternchen oder zur geschlechtsneutralen Alternative. Diese Alternativen ermöglichen es, flexibel und prägnant zu formulieren, ohne dabei Lesbarkeit einzubüßen.

Übersicht aller Genderformen
Für das Gendern Ratgeber existieren mehrere etablierte Varianten. Jede Methode hat spezifische Vor- und Nachteile, je nachdem, wie wichtig dir Lesbarkeit, Barrierefreiheit oder Explizitheit ist:
- Doppelnennung: Ratgeber und Ratgeberin (ausführlich, aber platzintensiv)
- Gendersternchen: Ratgeber*in (inklusiv, wird von Screenreadern unterschiedlich interpretiert)
- Doppelpunkt: Ratgeber:in (zeitgemäß, bessere Sprachsynthese als Sternchen)
- Unterstrich: Ratgeber_in (barrierearm, aber weniger verbreitet)
- Binnen-I: RatgeberIn (historisch, heute weniger gebräuchlich)
- Geschlechtsneutral: ratgebende Person oder beratende Person (völlig inklusiv)
Die Doppelnennung bleibt die klarste Variante, während die verkürzten Formen Platz sparen und moderner wirken.
Die geschlechtsneutrale Alternative
Für viele Kontexte ist die geschlechtsneutrale Formulierung die beste Lösung. Statt Ratgeber oder Ratgeberin kannst du formulieren: ratgebende Person, beratende Person oder einfach Person, die berät. Diese Varianten sind vollständig inklusiv, da sie nicht auf Geschlecht hinweisen. Sie funktionieren besonders gut in formalen Texten, wissenschaftlichen Arbeiten und in Kontexten, in denen das Geschlecht der ratgebenden Person irrelevant ist. Allerdings kann die Umformulierung manchmal etwas umständlicher wirken. In solchen Fällen ist es hilfreich, den Satz insgesamt umzubauen: Statt Der Ratgeber empfiehlt kannst du schreiben: Es wird empfohlen oder Die Beratung zeigt. Diese Strategien machen deine Texte prägnant und gleichzeitig geschlechtsneutral.
Beispiel aus der Praxis
Um die verschiedenen Varianten besser zu verstehen, hier ein Beispiel aus dem universitären Kontext: Ein Ratgeber für akademische Schreibweise oder besser: Ein Ratgeber und eine Ratgeberin für akademische Schreibweise. Mit Gendersternchen: Ein Ratgeber*in für akademische Schreibweise. Mit Doppelpunkt: Ein Ratgeber:in für akademische Schreibweise. Und die geschlechtsneutrale Variante: Eine ratgebende Person für akademische Schreibweise oder noch knapper: Beratung zur akademischen Schreibweise. In einer wissenschaftlichen Arbeit empfiehlt sich häufig die Doppelnennung oder eine geschlechtsneutrale Umformulierung, um Genauigkeit und Klarheit zu bewahren. Die Wahl hängt von deinem persönlichen Stil und den Richtlinien deiner Universität ab.

Häufige Fehler beim Gendern
Bei der Anwendung von gendern Ratgeber entstehen oft typische Fehler. Ein häufiger Fehler ist die Vermischung von Genderformen innerhalb eines Textes: Nutze nicht wild durcheinander Doppelnennung und Gendersternchen. Konsistenz ist wichtig. Ein anderer Fehler ist zu häufige Wiederholung derselben Form, die den Text aufbläht. Manche Schreibende schreiben Ratgeberin und Ratgeber (falsches Geschlecht zuerst) statt Ratgeber und Ratgeberin. In wissenschaftlichen Arbeiten empfehlen wir, dich vor Beginn zu informieren, ob deine Universität oder Fachrichtung spezifische Vorgaben hat. Viele Hochschulen geben Richtlinien vor, welche Genderform verwendet werden soll. Lese die entsprechenden StyleGuides oder Handreichungen deiner Institution, um Fehler zu vermeiden. Beim Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit sind diese Richtlinien besonders wichtig.
Fazit: Sichere Genderung
Die Genderung der Personenbezeichnung Ratgeber lässt sich auf mehrere Wege umsetzen. Die Wahl zwischen Doppelnennung, verkürzten Formen und geschlechtsneutralen Alternativen bleibt dir überlassen und hängt von deinem Kontext, deinen persönlichen Vorlieben und eventuellen institutionellen Vorgaben ab. Was zählt, ist Konsistenz innerhalb deines Textes. Egal welche Variante du wählst: Halte sie durch, damit dein Text professionell und kohärent wirkt. Besonders in akademischen Texten ist es wichtig, eine bewusste Entscheidung zu treffen und diese transparent zu kommunizieren. Mit den richtigen Werkzeugen und einem klaren Verständnis der verschiedenen Optionen meisterst du die Genderung sicher und selbstsicher.
So sind Leitfaden rund um „gendern Ratgeber“ auf einen Blick erklärt.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Begleiter gendern, Vertrauter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.