Gendern Apotheker: Formen und Beispiele
Geschlechtergerechte Sprache für die Berufsbezeichnung Apotheker
Wer Apotheker gendern möchte, kann zwischen der Doppelnennung Apothekerinnen und Apotheker, Kurzformen wie Apotheker*innen oder Apotheker:innen und einer geschlechtsneutralen Umschreibung wählen. Alle Varianten sind sprachlich möglich, unterscheiden sich aber in Lesbarkeit und Akzeptanz. In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt sich vor allem eine einheitliche und nachvollziehbare Lösung, die den Vorgaben der Hochschule entspricht. Dieser Beitrag stellt die gängigen Formen vor und zeigt, welche Alternative sich für welchen Kontext eignet, damit die Wortwahl konsistent und korrekt bleibt.
Apotheker gendern: die kurze Antwort
Die Suche nach gendern Apotheker führt zu mehreren anerkannten Möglichkeiten: Die klassische Beidnennung Apothekerinnen und Apotheker nennt beide Formen ausgeschrieben und ist in Fließtexten gut lesbar. Wer Platz sparen möchte, greift zu einer verkürzten Schreibweise wie dem Gendersternchen, dem Genderdoppelpunkt oder dem Unterstrich. Daneben existiert die Möglichkeit, ganz auf eine geschlechtsneutrale Umschreibung auszuweichen, sofern der Kontext das zulässt. Welche Variante die richtige ist, hängt vom Textformat ab: In wissenschaftlichen Arbeiten gelten häufig eigene Vorgaben der Hochschule, in allgemeinen Texten ist meist mehr Spielraum vorhanden. Wichtig ist vor allem, eine einmal gewählte Form konsequent beizubehalten.

Diese Genderformen gibt es für Apotheker
Für die Berufsbezeichnung Apotheker stehen mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen zur Verfügung, die sich in Lesbarkeit und Verbreitung unterscheiden:
- Doppelnennung: Apothekerinnen und Apotheker
- Gendersternchen: Apotheker*innen
- Genderdoppelpunkt: Apotheker:innen
- Gender-Unterstrich: Apotheker_innen
- Binnen-I: ApothekerInnen
Die Doppelnennung gilt als besonders klar verständlich, da sie ohne Sonderzeichen auskommt und in nahezu jedem Textformat akzeptiert wird. Die verkürzten Varianten mit Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich sparen Platz und sollen zugleich auf Personen jenseits der binären Geschlechterordnung hinweisen, werden aber nicht von jeder Institution gleichermaßen anerkannt. Das Binnen-I ist die älteste der verkürzten Formen, wird heute aber seltener verwendet als Sternchen oder Doppelpunkt.
Neutrale Alternative zur Berufsbezeichnung
Eine wirklich neutrale Kurzform für Apotheker gibt es im Deutschen kaum, da das Wort selbst bereits die männliche Form der Berufsbezeichnung ist. Am ehesten eignet sich eine Umschreibung über die Tätigkeit oder Qualifikation, etwa pharmazeutische Fachkraft oder approbierte Person in der Apotheke. Für den Plural bietet sich in manchen Kontexten der Sammelbegriff Apothekenteam oder Apothekenpersonal an, wenn nicht ausschließlich approbierte Apothekerinnen und Apotheker gemeint sind. Diese Umschreibungen sind allerdings weniger präzise als die Originalbezeichnung und eignen sich vor allem dort, wo es nicht auf die exakte Berufsqualifikation ankommt. In fachlich genauen Texten, etwa in Studienarbeiten mit pharmazeutischem Bezug, ist daher meist die Doppelnennung oder eine verkürzte Genderform die verlässlichere Wahl.
Beispielsatz für die wissenschaftliche Arbeit
In einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit lässt sich die gewählte Form direkt im Fließtext zeigen. Ein Beispiel mit Doppelnennung: Die befragten Apothekerinnen und Apotheker gaben in der Studie unterschiedliche Einschätzungen zur Beratungspraxis an. Mit Gendersternchen liest sich derselbe Satz so: Die befragten Apotheker*innen gaben in der Studie unterschiedliche Einschätzungen zur Beratungspraxis an. Beide Varianten sind grammatisch korrekt und in der Wissenschaft gebräuchlich, sollten aber innerhalb einer Arbeit einheitlich verwendet werden. Ausführlichere Hinweise zu Aufbau und Konsistenz liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, der die Anforderungen vieler Hochschulen zusammenfasst. So bleibt die Wortwahl über das gesamte Dokument hinweg nachvollziehbar.

Typische Fehler und Empfehlung für die Studienarbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Schreibweisen innerhalb desselben Textes, etwa wenn im ersten Kapitel die Doppelnennung und im zweiten das Gendersternchen verwendet wird. Ebenso ungenau ist der Hinweis, eine bestimmte Form sei amtlich vorgeschrieben: Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen und Genderdoppelpunkt derzeit nicht als Standard, auch wenn viele Hochschulen sie in eigenen Leitfäden erlauben oder verlangen. Vor der Abgabe lohnt sich daher ein Blick in die Vorgaben der eigenen Fakultät. Liegt keine Vorgabe vor, ist die konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung meist die sicherste Lösung. Wer unsicher ist, ob die gewählte Form durchgängig sitzt, lässt die Arbeit vor der Abgabe im Rahmen eines Lektorat gegenlesen.
Fazit: Apotheker gendern in der Praxis
Wer Apotheker gendern möchte, hat mit Doppelnennung, Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Binnen-I mehrere anerkannte Optionen zur Auswahl, auch wenn eine wirklich neutrale Kurzform für diese Berufsbezeichnung fehlt. Für die meisten Texte ist die Doppelnennung die unauffälligste und am breitesten akzeptierte Lösung, während verkürzte Formen vor allem dort passen, wo Platz begrenzt ist oder eine Institution sie ausdrücklich vorsieht. In wissenschaftlichen Arbeiten zählt vor allem die Konsistenz: Eine einmal gewählte Form sollte über das gesamte Dokument hinweg beibehalten werden. Wer die Regeln zu gendergerechter Sprache allgemein vertiefen möchte, findet dort einen Überblick über weitere Berufs- und Personenbezeichnungen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Zahnarzt gendern, Tierarzt gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.